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Brexit Banken planen Umzug

18.08.2016, 10:09  |  1004   |   |   

Es ist still geworden um das Brexit-Thema. Doch das heißt nicht, dass es hinter den Kulissen nicht heftig brodelt. Londoner Banken-Headquarters stehen in den Startlöchern und strecken ihre Fühler in andere Städte aus, will Bloomberg erfahren haben.

Vor allem vor den wirtschaftlichen Folgen hatten die Brexit-Gegner gewarnt. Das positive Brexit-Votum sorgte auch dementsprechend für heftige Turbulenzen – doch lange ließ sich die Finanzwelt nicht von dem geplanten Austritt der Briten aus der EU ablenken. Dank eines schnellen politischen Umbruchs in Großbritannien geriet die historische Entscheidung fast schon wieder in Vergessenheit. Aber eben nur fast. Denn hinter den Kulissen wird fleißig geplant. Große Investmentbanken, die ihren Sitz in London haben, seien bereits dabei den Exodus vorzubereiten: Innerhalb weniger Wochen nach dem offiziellen Brexit-Antrag wollen die großen Investmentbanken damit beginnen Arbeitsplätze in Großbritannien abzubauen, will „Bloomberg“ von Insidern erfahren haben. Der Grund: Banken seien unzufrieden mit der britischen Regierung. Nach wie vor fehle ein klarer Plan, wie der Finanzplatz London gesichert werden soll. Schließlich könnten Banken das Recht verlieren, ihre Dienste Europaweit unbeschränkt anzubieten. „Unternehmen können nicht bis Januar 2019 warten und somit riskieren, ihre Geschäftstätigkeit zu verlieren“, zitiert der Nachrichtendienst Andrew Gray, Leiter des Brexit-Teams bei PwC. Er berät Unternehmen, wie sie auf den drohenden Brexit am besten reagieren sollen. Allein mehr als zehn Prozent der Beschäftigten der Banken Goldman Sachs, Banco Santander und Credit Suisse arbeiten derzeit in Grobbritannien. Frankfurt und Paris dürften sich bei dieser Nachricht die Hände reiben. 

Deutsche Banker, Börsianer und Anwälte sehen Frankfurt bereits als Gewinner des Referendums, so eine Umfrage des Center für Financial Studies (CFS) der Universität Frankfurt. Von 400 Befragten geben 95 Prozent an, dass Frankfurt von dem Brexit profitieren wird. „Wir werden alles daran setzen, diese Jahrhundertchance für Frankfurt zu nutzen“, so Hubertus Väth, Geschäftsführer der Standortinitiative Frankfurt Main Finance, gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen“. „Für uns ist klar, dass London der zentrale Finanzplatz bleibt. Daher wollen wir, dass Frankfurt die Brücke für London in die Eurozone wird.“

Auch Prof. Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des ifo-Instituts ist davon überzeugt, dass der Finanzplatz London unter dem Austritt der Briten leiden wird. „Die EU wird die Schotten dicht machen“, so der Experte. Während Sinn jedoch eine „Heilung der Holländischen Krankheit“ für möglich hält, kämpft die Bank of England damit dem Markt frisches Geld zu zuführen. Bei der Auktion vergangene wurden der Zentralbank weniger Anleihen mit Laufzeiten über 15 Jahren angeboten, als erwartet. Viele Marktteilnehmer wollten also nicht verkaufen. Um die Konjunktur zu befeuern will die britische Notenbank innerhalb eines halben Jahres Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden Pfund erwerben.

(TL)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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Es ist still geworden um das Brexit-Thema. Doch das heißt nicht, dass es hinter den Kulissen nicht heftig brodelt. Londoner Banken-Headquarters stehen in den Startlöchern und strecken ihre Fühler in andere Städte aus, will Bloomberg erfahren haben.

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