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„Die klassische Diversifikation greift häufig zu kurz“

19.08.2016, 14:24  |  952   |   |   

Alexander Lehmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Invesco Asset Management Deutschland GmbH, hat viel für marktneutrale Strategien übrig. Spannende Frage: Welche Strategien sind heutzutage tatsächlich noch marktneutral, da die Korrelationen der Assetklassen zusammenlaufen?

Sehr niedrige globale Zinsniveaus. Zunehmend schwankende Aktienmärkte. Zusammenlaufende Korrelationen der Assetklassen: Nichts, was Fondsmanagern wirklich Spaß macht. Doch dies in nun mal die Gegenwart – den Experten der Investmenthäuser weltweit bleibt nichts anderes übrig, als sie zu akzeptieren. „Das tun wir auch“, sagt Alexander Lehmann, Mitglied der Geschäftsleitung der Invesco Deutschland GmbH. Sein „special-pick“, der Inveco Global Targeted Returns Fund (WKN A1XCZF): Das Produkt soll durch drei Dinge bestechen: Erstens durch eine Brutto-Zielrendite, die auf rollierender Drei-Jahres-Basis 5% über dem Drei-Monats-Euribor liegt. Das wären aktuell etwa 4,7% als Ziel. Zweitens durch eine Volatilität, die in dem geschilderten Drei-Jahres-Zeitraum nur halb so hoch ist wie die der globalen Aktienmärkte. Und drittens durch möglichst geringe Korrelationen zu Aktien. 

Wie soll das gehen? „Da sind Ideen gefragt“, lächelt Lehmann. Zum Beispiel die Idee, im US-Dollar long zu sein und gleichzeitig short im kanadischen Dollar: Die kanadische Wirtschaft erscheine aktuell fragil. Vor allem nach dem Rückgang der Öl- und anderer Rohstoffpreise. Das Land habe in den vergangenen Jahren an Wettbewerbsstärke eingebüßt, am Häusermarkt seien Anzeichen einer Überhitzung zu erkennen. An dieser Stelle kommen David Millar, Head of Multi Asset bei Invesco und sein Fondsmanager-Team ins Spiel. Sie halten eine Währungsabwertung für den wahrscheinlichsten Anpassungsmechanismus und den kanadischen Dollar zum amerikanischen überbewertet. 

Oder die Idee, sich selektiv in asiatischen Aktien zu engagieren. Allerdings werde der MSCI Asia-Index mit zusammen 57 Prozent Anteil von den Sektoren Consumer-Goods und Financials dominiert. Der Invesco Asian Equity Fund weicht hier deutlich von der Benchmark ab und kann diese seit Jahren deutlich outperformen. Was machen die marktneutralen Invesco-Experten also? Sie kaufen den Invesco-Fonds der Asien-Kollegen und verkaufen gleichzeitig den Index MSCI-Asia. Was ihnen – geht diese Idee auf – lupenreines, marktunabhängiges Alpha generiert. 20 bis 30 solcher individuellen Anlageideen befinden sich im Fonds. Makroökonomen und Invesco-Spezialisten arbeiten dem Londoner Team zu: „Die Manager sind von der Beschränkung durch Assetklassen völlig befreit“, so Lehmann. „Sie sollen sich auf die besten Ideen konzentrieren und diese zu einem risikogesteuerten Portfolio kombinieren.“ 

Der Fonds kommt an. Er domiziliert in Luxemburg und hat bereits 3,4 Milliarden EUR eingesammelt. Im Dezember 2013 an den Start gegangen, lief es bisher nach Plan: 2014: +8,1%; 2015: +1,0%; 2016 bislang +2,3%. Das Ganze wurde mit einer durchschnittlichen Volatilität von 4,0% erreicht. Das sind lediglich 31% der üblichen MSCI-World-Vola. „In schwierigen Marktphasen blieb der Fonds bislang sehr stabil“, lobt Lehmann. „Hier haben die Renditebeiträge der risk-on, -off und –neutral-Ideen die Drawdowns deutlich reduziert“. 

Quelle Bild: FINANZEN FundAnalyzer (FVBS)

Fonds Invesco Global Targeted Returns  

WKN  A1XCZF 

Schwerpunkt marktneutrale Strategien

Zielrendite 3-Monats-Euribor + 5%

Auflegedatum 18.12.2013

Fondsinfos www.de.invesco.com

Fondsvol. 3,4 Mrd EUR

Fondswährung EUR

(DIF)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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