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EUR/USD-Analyse Das Zögern der Fed wird zur Regel

Gastautor: Jens Chrzanowski
31.08.2016, 12:26  |  534   |   |   

„Je länger man vor der Tür zögert, desto fremder wird man“ – diesen Satz von Franz Kafka kennen die Damen und Herren der Fed vermutlich nicht. Es liegt auf der Hand, dass das ewige Aufschieben von Entscheidungen von den Märkten langsam als Regel verstanden und erwartet wird. Nun mag es für diese Herangehensweise Gründe geben. Eine bessere Datengrundlage haben zu wollen, ist ja nur gut gemeint. Warum die Lage jedoch derart pessimistisch betrachtet wird, bleibt ein Rätsel. Der US-Wirtschaft geht es relativ gut – dies sollte eigentlich auch nach außen kommuniziert werden. Die Märkte lieben Optimismus. Damit können die Volkswirtschaften der Euro-Zone derzeit kaum glänzen. Der Geschäftserwartungsindex in Deutschland schneidet unter den Erwartungen ab, wie auch der Ifo-Geschäftsklimaindex. Die Konsumausgaben in Frankreich sind nicht nur unter den Erwartungen geblieben, sie zeigen mittlerweile den vierten Monat in Folge eine rückläufige Tendenz. Ob der Euro sich halten kann, wird sich zeigen.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

euro-usd-bild-1-kw35-2016-800.jpg

Rückblick

Der EUR pendelte am Mittwoch, zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, im Bereich der 1,1288/1,1306. Er lag damit erneut über dem Niveau von fünf Handelstagen zuvor. Der EUR gab aber bereits am Mittwoch, zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, etwas nach und rutschte an die 1,1245/40. Hier konnte er sich stabilisieren, und bis Freitagnachmittag konnte er sich auch erholen. Im Zuge dieser Erholung stieg er wieder an die 1,1300, konnte diese Marke zunächst aber nicht überwinden. Im Zusammenhang mit der Rede von Fed-Chefin Yellen am späteren Nachmittag kam es zu einem Spike über die 1,1300. Das Hoch im Betrachtungszeitraum wurde bei 1,1340 markiert. Dieser Anstieg wurde jedoch im Nachgang vollständig abverkauft. Der EUR gab unter die 1,1200 nach und konnte sich erst bei 1,1179 stabilisieren. Zu Wochenbeginn setzte sich die Schwächephase weiter fort. Der EUR gab bis zum Dienstagabend weiter nach und fiel bis an die 1,1131 zurück.

Das Hoch im Betrachtungszeitraum liegt knapp unter dem der vorletzten Periode. Der EUR konnte die 1,1366 nicht erneut anlaufen. Dafür bildete er ein Tief aus, dass deutlich und nachhaltig unter dem der vorletzten Betrachtungsperiode liegt. Die Wochen-Range lag mit 206 Pips über dem entsprechenden Korrespondenzwert. Insgesamt ist die Bewegung in den vergangenen fünf Handelstagen als bärisch einzustufen. Der EUR hat es nicht geschafft, sich über der OK des AWK zu stabilisieren. Somit muss der Ausbruch Mitte August als Fehlausbruch interpretiert werden.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit einem Überschreiten der 1,1330 das Potenzial haben könnte, bis 1,1366 zu laufen. Nachhaltige Notierungen über 1,1400 hatten wir in den vergangenen fünf Handelstagen nicht erwartet. Dieses Setup auf der Oberseite wurde vollständig realisiert. Der EUR hat die Anlaufmarke exakt getroffen. Die Rücksetzer gingen bis an unser Anlaufziel bei 1,1130/28. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite sehr gut gepasst.

  • Wochenhoch*: 1,1340 Vorwoche 1,1366
  • Wochentief*: 1,1131 Vorwoche 1,1239      
  • Wochen-Range*: 209 Vorwoche 127 Pips

*Betrachtungszeitraum 24.08.2016 bis 30.08.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1216/41/73...... 1,1317/30/58/80/91.....1,1429/50/75/92....1,1532/55
  • Euro-US: 1,1174/55/15....1,1052/15/01....1,0981/47/11......1,0885/55
  • Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

Euro-Chart

Nachdem der EUR in den letzten Handelswochen zunächst auf der Stelle getreten ist, konnte er sich kurzfristig über die 1,1300 schieben, dort aber nicht festsetzen. Was zunächst wie eine Befreiungsbewegung ausgesehen hat, ist jetzt als Fehlausbruch zu erkennen. Der EUR ist mittlerweile wieder deutlich in seinen AWK zurückgefallen, was die Vermutung nahelegt, dass es in den nächsten Handelstagen eher nach unten gehen könnte. Insgesamt hat sich das Chart-Bild in den letzten Handelstagen wieder deutlicher eingetrübt. Da in den USA momentan ausgesprochen offensiv über eine Zinserhöhung spekuliert wird, könnte der Druck auf den EUR in den nächsten Handelswochen eher noch zunehmen. Beachtung finden sollten am Freitag die US-Arbeitsmarktdaten. Fallen diese besser als erwartet aus, könnte sich weiteres Abwärtspotenzial für den EUR ergeben.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Nachdem der EUR in den ersten Handelstagen dieser Woche erneut unter die 1,1200 gefallen ist, könnte sich zunächst eine kleinere Erholung einstellen. Schafft es der EUR, sich über der 1,1130 zu etablieren, könnte er im Zuge von weiteren Aufwärtsbewegungen die 1,1148/52 und dann die 1,1167/72 anlaufen. Mit einem Überwinden der 1,1172 wäre dann der Weg an die 1,1185/88 frei. Sollte sich die Erholung bis 1,1188 ausdehnen, so könnten sich in diesem Bereich Rücksetzer einstellen. Dies kann sich insbesondere dann ergeben, wenn die Bewegungen keinen dynamischen Charakter haben. Es ist denkbar, dass der EUR bis Freitag unter der 1,1188 notieren könnte. Bei dynamischen Impulsen könnte der EUR aber durchaus an die 1,1204/08 bzw. im Nachgang dessen an die 1,1224/28 laufen. Bei einer ausgeprägten Dynamik wäre auch ein Erreichen der 1,1243/48 denkbar. Sollte der EUR es schaffen, einen TS über der 1,1204 zu formatieren, würde sich das Chart-Bild wieder etwas aufhellen. Ob sich dies einstellt, bleibt abzuwarten. Wir gehen in den kommenden fünf Handelstagen nicht davon aus, dass es zu nachhaltigen Notierungen über der 1,1248 kommt.

Kann sich der EUR nicht über der 1,1130 halten und rutscht er unter diese Marke, wären die 1,1115/13, die 1,1098/95 und die 1,1078/74 die nächsten relevanten Anlaufziele. Bei einer ausgeprägten Abwärtsdynamik könnten diese Marken auch rasch erreicht werden. Kann sich der EUR bei 1,1074 nicht stabilisieren, wäre mit weiteren Abgaben zu rechnen, die bis 1,1064/60, 1,1044/41 bzw. bis 1,1022/19 gehen könnten. Unter der 1,1019 kämen dann die 1,1010/08 bzw. die 1,0998/95 und die 1,0988/82 als Anlaufziele in Betracht.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

  • 01.09.2016 – DE: Herstellungs-Einkaufsmanagerindex (Aug)
  • 01.09.2016 – USA: ISM-Einkaufsmanagerindex (Aug)
  • 02.09.2016 – USA: Non-Farm-Gehaltsabrechnungen (Aug)
  • 02.09.2016 – USA: Arbeitslosenquote (Aug)
  • 06.09.2016 – USA: ISM-Dienstleistungsindex (Aug)

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Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


Über das Unternehmen:

Admiral Markets stellt seinen Kunden einen Brokerage-Service und eine innovative Handelstechnologie, den MetaTrader 4, mit einigen unternehmensspezifischen Features zur Verfügung. Den Leitsatz des Brokers „Trading for everyone“ setzen die Mitarbeiter weltweit konsequent um. So stehen den Kunden beispielsweise umfangreiche Webinare und Seminare zur Verfügung, und der Broker verspricht, niemals Kurse gegen den Kunden zu stellen.

Die weltweit aktive Admiral Markets Group ist mit ihren Divisionen einer der größten Forex- und CFD-Broker für Privatkunden weltweit. Seit 2011 ist die Marke „Admiral Markets“ in Deutschland aktiv – seit 2014 unter der weltweit renommiertesten Regulierung für Forexbroker, der (britischen) Financial Conduct Authority, FCA. In Deutschland herrscht zusätzliche Bafin-Registrierung und Regulierung.

Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

Devisen- und CFD-Handel über die weltweit beliebteste Handelssoftware MetaTrader, zu bestmöglichen Konditionen bei bestmöglicher Absicherung – damit überzeugt Admiral Markets UK Ltd.

Weitere Informationen über Admiral Markets finden Sie unter: www.admiralmarkets.de

Wertpapier: EUR/USD


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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