Newsletter

Jetzt noch besser informiert!

Abonnieren auch Sie unseren kostenlosen Nachrichten-Newsletter und verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!

  • Das Wichtigste für Sie zusammengefasst
  • Ausgewählte Artikel unserer Gastautoren
  • Eilmeldungen zu wichtigen Marktgeschehnissen

Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!

Jetzt abonnieren
Später
Push-Kurse an | Registrieren | Login
DAX+0,04 % EUR/USD+0,06 % Gold-0,38 % Öl (Brent)0,00 %

Blindes Vertrauen Aus Altersvorsorge wird Alterssorge - "Legaler Betrug" durch Lebensversicherer

01.09.2016, 17:06  |  9909   |   |   

Es war einmal… Des Deutschen liebstes Vorsorgeprodukt: die Lebensversicherung. Man zahlt fleißig ein und am Ende steht dann ein sattes Sümmchen, dass den eigenen Lebensabend versüßen oder im Schadensfall die Angehörigen absichern soll. Doch wie sich herausstellt, legt die eine Seite die Vertragsvereinbarungen ganz im eigenen Sinne aus.

Das Zauberwort heißt seit eigen Jahren: eigene Vorsorge. Die Rente ist längst nicht mehr sicher, das weiß mittlerweile jedes Kind. Da stehen Verkäufer von Versicherungsprodukten jeglicher Art gern mit Rat und Tat zur Seite, winken mit schönen Zahlen und Auszahlungssummen. Nur was ist, wenn der schöne Schleier fällt und der Schein letztlich trügt?

Insgesamt gibt es in Deutschland aktuell 73,5 Millionen Kapitallebensversicherungen. Wurden sie bei Vertragsabschluss mit großen Verlockungen geködert, stehen viele Versicherten bei Fälligkeit fassungslos vor den Papieren. Die Auszahlungssummen liegen in vielen - wenn nicht den meisten - Fällen weit unter dem, was ihnen vorgerechnet wurde. Nun ist von hypothetischen Werten die Rede, von unverbindlichen Modellrechnungen und von Verwerfungen an den Finanzmärkten, so die Versicherer. Und vom Lebensversicherungsreformgesetz, mit dem die Auszahlung der Bewertungsreserven gesenkt wurde. Ach ja, die Grundlage dafür wurde den Gesetzgebern direkt von der Versicherungswirtschaft ins Gesetzblatt diktiert. Schön, wenn das so einfach geht.

Hinweis auf Risiken? Fehlanzeige!

Nicht wenige sicherten sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden mit einer Lebensversicherung ab. Das Modell ist ganz einfach und vielfach kopiert: Der Immobilienkäufer nimmt einen Kredit bei einer Versicherung auf, für den er dann monatlich Zinsen begleicht. Da das für das Abbezahlen der Immobilie nicht reicht, bietet die Versicherung zugleich ein Koppelgeschäft an. Der Immobilienkäufer schließt eine Lebensversicherung ab (natürlich bei der gleichen Versicherung oder vermittelt durch diese), für zusätzlich monatlich Raten fällig werden. Am Ende der Ablaufleistung - so der Plan - steht eine Summe, mit der der Restkredit getilgt werden sollte. Schöne heile Welt? Nicht bei den Versicherungen! Am Ende zeigt sie eine lange Nase.

Das ZDF-Ratgebermagazin „ZDF zoom“ (ZDF-Mediathek) berichtet aktuell unter anderem von zwei Immobilienkäufern, die ihren Versicherungsvertretern in dieser Sache vertrauten und am Ende vor einem Scherbenhaufen stehen. Es zeigt sich: Vertrauen ist in Finanzfragen ein sehr schlechter Ratgeber. Während eine alleinstehende Mutter darauf vertraute am Ende mit ihrer Wohnung einen schönen Lebensabend zu verbringen, steht sie mit 20.000 Euro Schulden da. Bei einem Familienvater, der gleich ein ganze Haus finanzierte, fehlen am Ende 200.000 Euro. Beide Beträge - von den Versicherungsvertretern damals schön als Teil der Auszahlungssumme präsentiert - fehlten letztlich auf dem Check der Versicherung. War halt nur eine Modellrechnung und naja, das mit den Niedrigzinsen und so… Hatte man doch damals alles so erklärt. Oder?

"Das ist legaler Betrug"

Hätte zum Beispiel die alleinstehende Mutter statt dem Kredit bei der Versicherung und der Absicherung mithilfe einer Lebensversicherung ein Annuitätendarlehen gewählt, hätte sie 15.000 Euro weniger zahlen müssen, rechnete der Sachverständige für private Baufinanzierung, Prof. Dr. Michael Westendorf, in der Sendung vor. Das Problem: Statt während der Laufzeit Zinsen auf die gesamte Kreditsumme zu zahlen, verringert sich die Zinslast bei einem Annuitätendarlehen mit der jeweils beglichen Kreditsumme. Mit den Versicherern zieht der Fachmann hart ins Gericht: Das ganze Modell sei „grenzwertig“ und Kapitallebensversicherungen für die Finanzierung von Wohneigentum „grundsätzlich nicht geeignet“. Axel Kleinlein vom Bund der Versicherten spricht gar von „legalem Betrug“ als Grundpfeiler des Geschäftsmodells.



Verpassen Sie keine Nachrichten von Redaktion w:o
Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Kommentare

Avatar
Alexander111
08.09.16 16:43:17
Ich hatte noch nie eine " Lebensversicherung " weil ich immer der Meinung war man könne das Leben nicht versichern , und ja die Versicherung war nicht wirklich gut für den Versicherten.
Aber die Zeilen die ich hier lese zeugen nun auch nicht gerade von Intelligenz, sondern mehr von Wut, warum eigentlich ?
Avatar
borazon
03.09.16 11:22:59
Zitat von borazon#3

Leute, für sowas zahlt auch der ein oder andere von euch in diverse Staatskassen ein.
Wollte es nur mal angesprochen haben.


Damit meinte ich:
für Leute wie "_Mitglied_" , mit mangelhaften Rechtschreibfähigkeiten,
dafür mit aufsässigem Gehabe, müssen wir gegenwärtig zahlen.
:mad:
Avatar
borazon
03.09.16 11:15:55
Übrigens supertoll in dem ZDF-zoom-Beitrag:
dieser Immobilienspekulant mit > 500k Euro ( > 1 Mio DM)
Spekulationssumme
, der sich über zu wenig Zinsen aus seiner
nebenbei laufenden Kapital-Lebensversicherung beschwert.
Verschwiegen wird die Tatsache, daß die Immobilienpreise
gerade eben durch die Minizinsen durch die Decke gehen.
Aber der hemmungslose Spekulant
( in diesem Fall für das ZDF doch nur ein "armer LV-Sparer" )
bemerkt es selber nicht mal, was für einen Zock er gespielt hat.
Hauptsache, wieder mal über die pösen Panken hergezogen.
Avatar
borazon
03.09.16 11:02:30
#3

Leute, für sowas zahlt auch der ein oder andere von euch in diverse Staatskassen ein.
Wollte es nur mal angesprochen haben.
Avatar
_Mitglied_
03.09.16 08:39:52
ja sauber die dummen merken das natürlich alles nie und lassne sich weil sie dumm sind ein lebenlang abzocken. als aussenstehender kann ich über diese dumm-michels nur lachen, selbst wenn es den dumm-michels auf die Nase bindet das seit einigen Jahren diese ganzen versicherungen am Arsch sind merken diese dumm-michels es nicht, aber das alles war vorhersehbar WEIL man das Finanzsystem nicht ewig am laufen halten kann, rein mathematisch ist das unmöglich, aber der dumm-michel weil er ja dumm ist dümmer als Brot dümmer als kackwurst weiss das nicht, bildung gleich NULL, diese dumm-michels können nix ausser ihren JOB und das wars, sie sind zum abmelken verurteilt, zum aussaugen, diese sklaven kann keiner helfen, es ist unmöglich.

Disclaimer

Blindes Vertrauen Aus Altersvorsorge wird Alterssorge - "Legaler Betrug" durch Lebensversicherer

Es war einmal… Des Deutschen liebstes Vorsorgeprodukt, die Lebensversicherung. Wie sich herausstellt, legt die eine Seite die Vertragsvereinbarungen ganz im eigenen Sinne aus. Tja, dumm gelaufen mit der eigenen Vorsorge.

Die Daten werden nur zum Versenden der Nachricht benutzt und nicht gespeichert.

Abbrechen

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel