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"Kunden erwarten Antworten auf ihre Anlageziele“

02.09.2016, 09:03  |  656   |   |   

Irgendwann werde die Inflation zurückkehren und die Renditekurven für Bonds wieder steigen. Was Investoren bis dahin tun können, erklärten Experten auf dem zweiten €uro Fund Forum. Wer sich langfristig orientiere sei im Vorteil.

„Wir sind seit Sommer letzten Jahres der Überzeugung, dass wir ein Wechsel des Marktregimes erlebt haben“, sagt Roland Schmidt vom französischen Assetmanager Carmignac. In dieser Phase habe der Markt verstanden, dass das „globale Wachstum auf sehr wackligen Beinen“ stehe. „Gleichzeitig sind wir der Auffassung, dass das Vertrauen in die Zentralbanken sinkt.“ Das Zusammenspiel dieser beiden Dimensionen habe einen sehr unangenehmen Nebeneffekt, den Schmidt „toxisch“ bezeichnet: „Die Märkte werden Schwierigkeit haben Schocks absorbieren zu können“. Die Allokationen, die die Carmignac-Granden bereits im Sommer 2015 eingegangen seien, hätten sich im Grunde genommen nicht großartig verändert. 

Andrej Brodnik, Head of Germany, Switzerland and Austria für Jupiter, konnte sich vor fünf Jahren nicht vorstellen, dass es zu negativen Zinsen kommen wird. „Was mich jetzt ein bisschen irritiert ist, dass es irgendwann wieder drei Prozent geben wird und dass daran heute auch wieder so gut wie niemand zu glauben scheint.“ Irgendwann werde die Inflation zurückkehren und die Renditekurven für Bonds wieder steigen. Was Investoren bis dahin tun können? „Meiner Ansicht nach muss man einfach global schauen und „unconstrained“ – also möglichst uneingeschränkt – unterwegs sein. Es gibt Länder, wo Sie anständige Zinsen bekommen“, so Brodnik.

Ralph Geiger, Fixed Income-Spezialist bei Credit Suisse Asset Management, spannt zeitlich einen noch weiteren Horizont auf und zeigt auf die offenen Wunden: „Wenn ich heute investiere, stellt sich die Frage, was die EZB morgen macht.“ Die Zentralbankpolitik sei seit 1987, seit Alan Greenspans Berufung, darauf ausgerichtet, die Zinsen immer tiefer zu senken: „Heute sind wir bei null Prozent. Die Frage ist nun: Wie können z.B. die Versicherer, die ja von Gesetzes wegen gezwungen sind Staatsanleihen zu kaufen, genügend oder überhaupt Rendite machen?“ Würden die Zentralbanken so weitermachen, werde es zu riesigen Verwerfungen kommen. Diese Politik müsse über kurz oder lang ein Ende nehmen. Es bleibe abzuwarten, ob dieser Punkt kurz- oder mittelfristig komme. 

Was sich alle wünschen: Langfristig orientierte Anleger

„Die Zinsen haben ihre realwirtschaftliche Steuerungsgröße verloren“, so Wolfgang Fickus, Mitglied im Investment-Komitee bei Comgest: „Wir setzten eher auf innenfinanzierte Unternehmen, die in das investieren, was handfest ist“. Den Comgest-Managern kommt dabei auch ihr spezieller Investmentansatz entgegen: „Sämtliche Assets werden aktiv nach einem einheitlichen Quality-Growth-Ansatz fernab der Benchmarks verwaltet“. Das Ziel von Comgest sei es, in solide Unternehmen zu investieren, die ein regelmäßiges, zweistelliges sowie prognostizierbares Gewinnwachstum aufweisen. Darüber streben die Franzosen geringe Umschlagshäufigkeiten an (durchschnittliche Haltedauer von drei bis fünf Jahren). Die Kunden von Comgest seien vorwiegend langfristig orientierte, konservative Anleger, die der makroökonomische Stress nicht so belaste, wie eher kurzfristig agierende Anlegergruppen. 

„Die Korrelationen nahezu aller Assetklassen laufen zusammen“, so Alexander Lehmann, Geschäftsführer des US-Giganten Invesco: „Die Fondsmanager müssen heutzutage ihr Blickfeld erweitern und Lösungen finden“. Es bleibe ihnen nichts anderes übrig. Die Märkte seien nun einmal so, wie sie sind. „Unsere Kunden erwarten von uns auch vor diesem Hintergrund Antworten auf ihre Anlageziele“, so Lehmann. Einer der Invesco-Fondsmanager habe das Dilemma vielleicht auf den Punkt gebracht: „Echte Diversifikation erreicht man nur, wenn man sich von der Beschränkung durch Anlageklassen völlig befreit.“ 

Teil 1: Renditequellen in unsicheren Zeiten

Teil 2: "Eigentlich müsste die Inflation um die Ecke schauen"

(KR/DIF)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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"Kunden erwarten Antworten auf ihre Anlageziele“

Irgendwann werde die Inflation zurückkehren und die Renditekurven für Bonds wieder steigen. Was Investoren bis dahin tun können, erklärten Experten auf dem zweiten €uro Fund Forum. Wer sich langfristig orientiere sei im Vorteil.

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