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Interviews: Philipp Murer (R&Co): „Nebenwerte sind nach wie vor attraktiv“
Foto: www.assetstandard.de

Interviews Philipp Murer (R&Co): „Nebenwerte sind nach wie vor attraktiv“

Nachrichtenquelle: Asset Standard
11.09.2016, 00:00  |  347   |   |   

Im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung erklärt Philipp Murer den Charme von Schweizer Nebenwerten und seinen Fokus auf Industrieunternehmen.

Sieben Fragen an Philipp Murer: Seit 2011 leitet Bankfachmann Philipp Murer das Portfolio-Management von Reichmuth & Co in Luzern.

Seit 2011 leitet Bankfachmann Philipp Murer das Portfolio-Management von Reichmuth & Co in Luzern. Sie wurde 1996 gegründet und ist die jüngste Privatbank in der Schweiz. Zuvor war Murer bei Reichmuth im Research und als Kundenverantwortlicher tätig und leitete den Marktbereich Anlagekunden bei der Nidwaldner Kantonalbank.

1. Warum schneiden an der Schweizer Börse kleine Firmen derzeit besser ab als große? 

Bei den Schwergewichten haben ausländische Investoren Gewinne realisiert. Banken stehen nicht in der Gunst der Anleger, sie sind im SMI prominent vertreten. Dies ist ein Problem der Index-Zusammensetzung, welches wir als aktiver Investor nicht haben. In Nebenwerte ist, dank erfreulichen Resultaten sowie Bewertungs-Discounts, neues Geld geflossen. Langfristig kann man mit Nebenwerten eine Überrendite erzielen. Reichmuth Pilatus hat seit 1996 im Durchschnitt pro Jahr 8% zugelegt. 

2. In Ihrem Fonds stammen 70% der Firmen aus der Industrie. Warum dieser hohe Anteil? 

Die Industrietitel haben sich in den letzten Jahren fit getrimmt, verfügen über innovative Produkte und eine gute Marktstellung. Bei einer Belebung der Wirtschaft in Europa profitieren sie übermäßig. Konsumgüteraktien wie Lindt&Sprüngli oder Orior sind hoch bewertet, hier sehen wir weniger Potenzial. Wir halten weder Finanzwerte noch Biotech-Titel. 

3. Sie haben in die Logistikfirma Kardex investiert. Hat sie den Turnaround geschafft? 

Ja, das hat sie. Stow wurde 2013 verkauft, und Kardex hat sich auf die Geschäftsbereiche Mlog und Remstar fokussiert. Die Firma hat heute wieder eine Netto-Cash-Position in der Bilanz. Sie profitiert langfristig vom zunehmenden Bedarf an Logistiklösungen und hat eine große installierte Basis, was für den Ausbau des Servicegeschäfts spricht. Die Cashflows sind hoch, die Dividende attraktiv, und Kardex verfügt dank einem langfristigen Ankeraktionär über den strategischen Rückhalt. 

4. Die Firma Komax hat ebenfalls einen Geschäftsbereich abgestoßen. Freut Sie das? 

Dass sich Unternehmen auf ihre Kernkompetenz fokussieren, ist aus Investorensicht zu begrüssen. Obwohl der Kurs schon stark gestiegen ist, bleiben wir investiert. Das Geschäft von Komax ist zyklisch. Aufgrund der starken Marktstellung, von Potenzial beim Servicegeschäft sowie des Trends zu mehr Elektronik im Auto bleibt Komax sehr gut aufgestellt. Eine höhere Bewertung ist gerechtfertigt.

5. Wie stark profitiert Schrauberhersteller Bossard von der Kooperation mit Tesla?

Das neue Model X wird noch mehr Umsatz bringen. Bossard ist aber breit aufgestellt, Tesla nur ein Kunde von vielen. Obwohl der Umsatz mit dem Traktorhersteller John Deere massiv gesunken ist, konnte Bossard den Gesamtumsatz durch passende Übernahmen erhöhen. Bossard ist ein Vorzeigeunternehmen in der effizienten Ausstattung von Fabriken.

6. Wo kann Interroll noch wachsen?

In lukrativen Geschäftsfeldern, der steigenden Bedeutung von E-Commerce und dem Nachholbedarf von Logistikinvestitionen. Interroll bleibt eine Kernposition, obwohl wir kürzlich Gewinne realisiert haben. 

7. Die Bewertungen sind gestiegen. Ist es schon zu spät, um noch einzusteigen? 

Nein, Nebenwerte sind nach wie vor attraktiv, wenn auch nicht mehr günstig. Firmen mit hoher Qualität wie eine Interroll oder auch eine Dorma Kaba haben ihren Preis. MidCaps wie Ems, Geberit oder Partners Group sind aber vergleichsweise teuer. Zudem finden wir immer wieder attraktive Turnaround Kandidaten wie Burckhardt Compression oder Zehnder. 

Interview: Eugen Stamm

Seit 2011 leitet Bankfachmann Philipp Murer das Portfolio-Management von Reichmuth & Co in Luzern. Sie wurde 1996 gegründet und ist die jüngste Privatbank in der Schweiz. Zuvor war Murer bei Reichmuth im Research und als Kundenverantwortlicher tätig und leitete den Marktbereich Anlagekunden bei der Nidwaldner Kantonalbank.

Philipp Murer Portfoliomanager Reichmuth & Co Privatbankiers

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Im Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung erklärt Philipp Murer den Charme von Schweizer Nebenwerten und seinen Fokus auf Industrieunternehmen.

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