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Konto wechsel dich! Konto zu teuer? Ein schneller, kostenloser Wechsel ist in Kürze gesetzlich vorgeschrieben

13.09.2016, 09:06  |  3184   |   |   

Ab Sonntag müssen Banken ihren Kunden einen Kontowechsel innerhalb von maximal zehn Geschäftstagen ermöglichen. Angesichts dessen, was technologisch heute schon möglich ist, ist diese Frist ziemlich lang. 

Man hat es schon nicht leicht, so als Bank. Im aktuellen Null- und Negativzinsumfeld befinden sich die meisten Geldinstitute auf der verzweifelten Suche nach neuen Ertragsquellen, eine immer beliebtere Methode ist dabei die simple Anhebung der Konto- und Servicegebühren.

Auf diesen Trichter ist unter anderem schon die Postbank gekommen, bei der das Girokonto ab November nicht mehr kostenlos ist, zumindest dann nicht, wenn man pro Monat weniger als 3.000 Euro einzahlt. Bei der Commerzbank fallen bereits Gebühren auf Papierüberweisungen an und auch die 50 Millionen Sparkassenkunden müssen sich demnächst auf ein Ende der Kostenlos-Kultur einstellen. 

Womöglich gelangen die Kreditinstitute mit dieser Strategie aber auch nur vom Regen in die Traufe, denn im Zuge der Digitalisierung des Zahlungsverkehrs werden Kunden immer wechselwilliger. Das neue Zahlungskontengesetz trägt sein Übriges zu dieser Entwicklung bei, indem es die Dauer für einen Kontowechsel zeitlich auf maximal zehn Bankgeschäftstage begrenzt. Ab Sonntag tritt die Regelung in Kraft, mit ihr wird eine EU-weite Richtlinie zur Verringerung bürokratischer Wechselhürden umgesetzt (Quelle: "WirtschaftsWoche"). 

Die Verbraucher freut's. Angesichts der Gesetzesänderung kann sich laut einer von der Triodos-Bank in Auftrag gegebenen Forsa-Umfrage nunmehr jeder vierte Bankkunde vorstellen, sein Girokonto zu wechseln. Die Bereitschaft dazu ist umso höher, je jünger und einkommensstärker der Kunde ist.

Dabei ist die Frist von zehn Bankgeschäftstagen, die brutto bis zu zwei Wochen entsprechen kann, sogar relativ großzügig angelegt. Das wird vor allem dann ersichtlich, wenn man einmal einen Blick auf den aktuellen Stand der Technik wirft. Denn in der Fintech-Branche ist ein Wechsel durch Drittanbieter mittlerweile quasi über Nacht möglich.

So bietet das Berliner Start-up FinReach Banken einen digitalisierten Wechselservice an, mit dem die Institute schneller neue Kunden gewinnen können. Auf elektronischen Wege fließen dem Anbieter sämtliche Zahlungsdaten eines Kunden zu, damit er die entsprechenden Gläubiger im Anschluss über die neuen Kontodetails benachrichtigen kann. Schon 20.000 Mal habe FinReach auf diese Art den Wechselaufwand für den Kunden übernommen, nach eigenen Angaben dauere der Prozess nicht länger als zehn Minuten. Im Durchschnitt müssen pro Kunde 20 feste Zahlungspartner neu informiert werden.

Neben FinReach bieten auch andere Fintech-Unternehmen, wie zum Beispiel die Kasseler fino digital GmbH einen solchen Wechselservice an. Der Grund für die verhältnismäßig lange gesetzliche Wechselfrist liegt übrigens in der Berücksichtigung solcher Banken, die noch immer von der Informationsübermittlung via Fax abhängig sind. 



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