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Marktkommentar: J.P. Morgan Asset Management: Der US-Zyklus geht in die Verlängerung
Foto: www.assetstandard.de

Marktkommentar J.P. Morgan Asset Management: Der US-Zyklus geht in die Verlängerung

Nachrichtenquelle: Asset Standard
14.09.2016, 00:00  |  332   |   |   

Kommentar von Tilmann Galler, Globaler Kapitalmarktstratege bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt

Frankfurt, 14. September 2016 – „Ein Fußballspiel, das in die Verlängerung geht, ist ein heikles Unterfangen: Alle Spieler sind bereits abgekämpft und der Trainer muss entscheiden, ob eher Sturm oder Verteidigung durch Auswechslung gestärkt werden. Immer wieder passiert es, dass ein Spiel in den letzten Minuten kippt. Im Zweifel wussten es ‚80 Millionen Bundestrainer‘ dann sowieso wieder besser.

Kommt ein Konjunkturzyklus in eine späte Phase, ist dies ebenfalls herausfordernd für die ‚Aufstellung‘ im Portfolio. Zu Beginn des Zyklus ist es mit der Asset Allokation noch einfach: Wenn Aktien günstig sind und das Wirtschaftswachstum anzieht, bietet sich eine Übergewichtung von Aktien an. Während der Zyklus reift, gilt es die Märkte zu beobachten und einzuschätzen, wie sich die Dynamik entwickelt. In Märkten, die vor einem Markteinbruch überhitzen, liegt intuitiv die Übergewichtung von Aktien und Rohstoffen nahe, während sich in einem Zyklus, der sich langsam in Richtung Rezession bewegt, eher Unternehmensanleihen anbieten. Nicht ganz unwichtig ist natürlich auch, die Bewertungen heranzuziehen: Sind einzelne Anlageklassen in dieser späten Phase eher teuer oder nach wie vor fair bewertet?

Die gute Nachricht ist, dass der aktuelle US-Zyklus, auch wenn er inzwischen tatsächlich in seinem achten Jahr ist, in die Verlängerung zu gehen scheint. Im letzten Jahr schwächte sich zwar das Wachstum ab, die Zunahme des Arbeitskräfteangebots beschleunigte sich jedoch. Dies führte zu einem viel langsameren Abbau der Arbeitslosigkeit als in der früheren Phase des Zyklus.

Einschätzung des Arbeitsmarkts verbessert

Der August-Arbeitsmarktreport brachte dafür einen eindeutigen Beleg: Der Stellenaufbau zeigte sich mit 151.000 neuen Jobs eher am unteren Ende der Erwartungen und das Wachstum des Durchschnittsverdiensts in der Produktion lag bei moderaten 0,2 Prozent. Als wichtigster Aspekt des Reports ist die Arbeitslosenrate zu nennen, die zwar nicht gefallen ist, aber mit 4,9 Prozent auf Juli-Niveau liegt – und damit unverändert seit Januar ist.

Dies ist einerseits durch die Verlangsamung des Wirtschaftswachstums bedingt, die bei annualisiert 1,2 Prozent zum Ende des 2. Quartals im Vergleich zu durchschnittlich 2,1 Prozent während der Expansionsphase des Zyklus liegt. Das scheint die Beschäftigungsnachfrage begrenzt zu haben. Zudem hat sich das Arbeitskräfteangebot gesteigert: Im letzten Jahr stieg der Anteil der arbeitsfähigen Bevölkerung zwischen 16 und 64 um 0,6 Prozent, während die Quote der Arbeitskräfte um 1,5 Prozent wuchs. Dies mag durch den Rückgang derjenigen, die Erwerbsunfähigkeitsleistungen (‚disability benefits‘) beantragt haben, verursacht sein: Die Zahl fiel um 70.000 im Jahresvergleich per Ende Juli, statt um 100.000 anzusteigen, was angesichts des Bevölkerungswachstums zu erwarten gewesen wäre. Nach einem explosiven Wachstum in der letzten Dekade gab es in den vergangenen zwei Jahren ein härteres Vorgehen gegen diejenigen, die diese Leistungen ohne stichhaltigen Grund beantragten. Das führte dazu, dass viele Arbeitskräfte zurück auf den Arbeitsmarkt gekommen sind.

So hat sich gemäß dem Conference Board die Einschätzung des Arbeitsmarktes verbessert und die Reallöhne sind gestiegen – beide Faktoren scheinen das Arbeitskräfteangebot zu beflügeln, so dass die Arbeitslosigkeit im letzten Jahr um nur 0,2 Prozent zurückging.

In den letzten 40 Jahren lag der niedrigste jemals gemessene Wert der Arbeitslosigkeit bei 3,8 Prozent, ein Niveau, das in den ersten Monaten des Jahres 2000 kurz gestreift wurde. Vor einem Jahr sah es noch so aus, als könne diese Marke Ende nächsten Jahres erreicht werden und wir würden inzwischen einen Anstieg der Lohninflation erleben. Nun haben wir scheinbar etwas Zeit gewonnen. Die Frage bleibt aber: Wo wird die weitere Entwicklung hinführen?

Nimmt das US-Wirtschaftswachstum noch einmal Fahrt auf?

Hinsichtlich der Wachstumsentwicklung der US-Wirtschaft ist eine erneute Beschleunigung wahrscheinlich. Die Konsumausgaben scheinen im 3. Quartal ein Plus von 3 Prozent zu erreichen und die aktuellen Daten für das Wachstum der Investitionsausgaben stimmen zuversichtlich. Noch wichtiger ist, dass die Einbrüche des letzten Jahres – der Rückgang der Energie-Infrastrukturausgaben und eine Verlangsamung des Inventarausbaus – nun hinter uns liegen. Wenn es keine neuen Schocks gibt, könnte die Wirtschaft leicht auf ein Wachstumsniveau von 2 bis 3 Prozent ansteigen.

Dem Arbeitsmarkt hat kurzfristig die positivere Einschätzung und die schärfere Vorgehensweise gegen Leistungsempfänger geholfen, als langfristiger Effekt sollte das langsamere Wachstum der Arbeitskräfte zwischen 16 und 64 Jahren wirksam werden. Die wahrscheinlichste Entwicklung ist nun, dass die Arbeitslosenquote ihren stetigen Rückgang wieder aufnimmt und sich in der Folge der Inflationsdruck aufbaut.

Anleger sollten sich breit und global diversifiziert aufstellen

Dies ist nur einer der Gründe, warum die US-Notenbank (Fed) gut beraten wäre, den Prozess der Zinsnormalisierung wieder zu starten, wenn nächste Woche das nächste Treffen stattfindet. Es ist auch ein Grund, warum Anleger sich für mögliches höheres Wachstum, höhere Inflation, höhere Zinsen und letzten Endes eine Rezession in den USA positionieren sollten.

Um also wieder auf die eingangs aufgeführte Analogie zum Fußball zurückzukommen: Auch, wenn wir uns auf eine ‚Verlängerung‘ hin bewegen, gibt es wenig Gründe, sich zurückzulehnen. Aber mit einer aktiv gemanagten, flexiblen Allokation in offensive und defensive Bereiche, verbunden mit einer global diversifizierten ‚Aufstellung‘, lässt sich auch diese herausfordernde Phase meistern.“ Tilmann Galler, Executive Director, CEFA/CFA, arbeitet als globaler Kapitalmarktstratege für die deutschsprachigen Länder bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt. Als Teil des globalen „Market Insights“-Teams, erstellt und analysiert er auf Basis von umfangreichem Research Informationen rund um die globalen Finanzmärkte und leitet Implikationen für Investmentstrategien ab. Er verfügt über 15 Jahre Berufserfahrung in der Finanzbranche und war zuvor unter anderem auch als Portfolio Manager tätig.

 

Kernpublikation der Market Insights Familie ist der Guide to the Markets, eine umfangreiche und aktuelle Sammlung von Marktdaten, die ein vielfältiges Spektrum rund um Anlageregionen, Investmentthemen und die Entwicklung verschiedener Anlageklassen aufzeigt. Um einen objektiven Blick auf die Ereignisse an den weltweiten Finanzmärkten zu ermöglichen, sind die Publikationen der Guide to the Markets Reihe frei von jeglicher „Hausmeinung“ von J.P. Morgan Asset Management.

Der vollständige und aktuelle Guide to the Markets sowie weitere Dokumente stehen Ihnen unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.jpmorganassetmanagement.de/DEU/MarketInsights

Die Market Insights App bietet darüber hinaus eine interaktive Version des Guide to the Markets ergänzt um weitere Dokumente des Programms, aktuelle Marktkommentare und Videos. Weitere Informationen finden Sie hier: http://go.jpmchase.net/YqJ

 

Wichtige Hinweise:

Bei diesem Dokument handelt es sich um Informationsmaterial. Sämtliche Prognosen, Zahlen, Einschätzungen und Aussagen zu Finanzmarkttrends oder Anlagetechniken und -strategien sind, sofern nichts anderes angegeben ist, diejenigen von J.P. Morgan Asset Management zum Erstellungsdatum des Dokuments. J.P. Morgan Asset Management erachtet sie zum Zeitpunkt der Erstellung als korrekt, übernimmt jedoch keine Gewährleistung für deren Vollständigkeit und Richtigkeit. Die Informationen können jederzeit ohne vorherige Ankündigung geändert werden. J.P. Morgan Asset Management nutzt auch Research-Ergebnisse von Dritten; die sich daraus ergebenden Erkenntnisse werden als zusätzliche Informationen bereitgestellt, spiegeln aber nicht unbedingt die Ansichten von J.P. Morgan Asset Management wider. Die Nutzung der Informationen liegt in der alleinigen Verantwortung des Lesers. J.P. Morgan Asset Management ist der Markenname für das Vermögensverwaltungsgeschäft von JPMorgan Chase & Co und seiner verbundenen Unternehmen weltweit. Telefonanrufe bei J.P. Morgan Asset Management können aus rechtlichen Gründen sowie zu Schulungs- und Sicherheitszwecken aufgezeichnet werden. Zudem werden Informationen und Daten aus der Korrespondenz mit Ihnen in Übereinstimmung mit der EMEA-Datenschutzrichtlinie von J.P. Morgan Asset Management erfasst, gespeichert und verarbeitet. Die EMEA-Datenschutzrichtlinie finden Sie auf folgender Website: http://www.jpmorgan.com/pages/privacy. Herausgeber in Deutschland: JPMorgan Asset Management (Europe) S.à r.l., Frankfurt Branch, Taunustor 1, 60310 Frankfurt.

Über J.P. Morgan Asset Management

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. März 2016 Kundengelder von rund 1,7 Billionen US-Dollar. Mit 41 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit über 25 Jahren präsent und mit rund 20 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften. www.jpmorganassetmanagement.de  

Kontakt J.P. Morgan Asset Management

Annabelle Düchting                                                                                                     Pia Bradtmöller

PR & Marketing Managerin                                                                                          Head of Marketing & PR

Telefon: (069) 7124 25 34                                                                                           Telefon: (069) 7124 21 73

Mobil: (0151) 55 03 17 11

E-Mail: annabelle.x.duechting@jpmorgan.com                                                            E-Mail: pia.bradtmoeller@jpmorgan.com

Internet: www.jpmorganassetmanagement.de/presse

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