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Gold Gold: Wie lange noch...?

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Gastautor: Nicolai Tietze
28.09.2016, 09:00  |  682   |   

Am 2. September hatte das US-Arbeitsministerium schwache Daten zur Beschäftigung in den USA geliefert und damit gewissermaßen der Fed die Hände in Sachen Leitzinserhöhungen gebunden. Für den 8. November 2016 ist wiederum die 58. Präsidentschaftswahl angesetzt, so dass die Währungshüter auf der am 1. und 2. November stattfindenden Fed-Sitzung ebenfalls auf Zinserhöhungen verzichten dürften. Schließlich wollen sie so kurz vor der wichtigen Abstimmung nicht für zusätzliche Marktunsicherheiten sorgen. Bleibt also nur noch die Sitzung Mitte Dezember, um die Leitzinsen doch noch in diesem Jahr zu erhöhen. Goldpreis-Bullen dürfte es jedoch freuen, wenn Fed-Chefin Janet Yellen & Co selbst diese Gelegenheit für Zinserhöhungen in diesem Jahr ungenutzt verstreichen lassen sollten. Dieses Szenario ist zuletzt sogar etwas wahrscheinlicher geworden.

 

Allerdings sollten sich Goldpreis-Bullen nicht allzu sicher sein. Obwohl die Leitzinsen weiterhin in einer Spanne von 0,25 bis 0,50 Prozent verbleiben, gab es doch einige Anzeichen, dass wir uns auf eine Normalisierung der Geldpolitik in den USA zubewegen. Dies hätte aller Voraussicht nach einen stärkeren US-Dollar zur Folge, was wiederum der Nachfrage der in der US-Währung gehandelten Rohstoffe und Edelmetalle schaden dürfte. Dabei hatte Notenbankchefin Yellen am 21. September nach der jüngsten Fed-Sitzung davon gesprochen, dass sich die Argumente für eine Anhebung "verstärkt" hätten. Eine gute Nachricht gab es für die Goldpreis-Bullen aber dann doch. Während die US-Währungshüter weiterhin vorsichtig vorgehen wollen und die Konjunkturdaten im Blick behalten werden, sprachen letztere jüngst immer weniger für eine Normalisierung der Geldpolitik.

 

Während die Geldpolitik der Fed zur Freude von Gold-Fans noch eine ganze Weile locker bleiben könnte, erfreute sich das gelbe Edelmetall im bisherigen Jahresverlauf einer großen Beliebtheit. Dies könnte so bleiben. Zumal die Marktunsicherheiten wie die chinesischen Konjunktursorgen, die zu Beginn des Jahres beobachtet werden konnten, noch nicht aus der Welt sind. Damit könnte Gold erneut als „Sicherer Hafen“ attraktiv werden. Laut Angaben des Branchenverbandes World Gold Council vom 11. August erreichte die Goldnachfrage zwischen Januar und Juni 2016 sogar den zweitbesten Wert in einem ersten Halbjahr. Die Investorennachfrage lag auf einem Allzeithoch. Allerdings wurden auch einige Trends beobachtet, die für eine sinkende Begeisterung sprechen. Im zweiten Quartal lag die Schmucknachfrage 14 Prozent unter dem Wert aus dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Nachfrage von Notenbanken und anderen Institutionen schrumpfte sogar um 40 Prozent. Dabei waren es in den vergangenen Jahren vor allem einige Zentralbanken aus den Schwellenländern, die die Goldnachfrage und damit den Preis gestützt hatten. Damit könnte es nun vorbei sein.

 

Spekulative Anleger, die steigende Notierungen bei Gold erwarten, könnten mit einem Faktor-Long-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) von 4 der Deutschen Bank (WKN DX4XAU) auf ein solches Szenario setzen. Wer aber als spekulativer Anleger eher short-orientiert ist und auf fallende Goldpreise setzen möchte, erhält mit einem Faktor-Short-Zertifikat mit dem Hebel (Faktor) 4 der Deutschen Bank (WKN DX4GLD) die Gelegenheit dazu.

 

Stand: 27.09.2016

 

© Deutsche Bank AG 2016
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Der Produktexperte von Deutsche Asset & Wealth Management ist mitverantwortlich für die Produktpalette und den Vertrieb von Hebelprodukten und Zertifikaten. Nach einer Banklehre und einem Betriebswirtschaftsstudium startete er seine berufliche Laufbahn 2002 bei der Deutschen Bank als Aktienhändler.

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