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Rente - Altersarmut Es drohen 27 Prozent Rentenbeitrag - Doch werden wir die Rente noch erleben?

28.09.2016, 14:37  |  6384   |   |   

In den Parteien werden bereits erste Renten-Wahlversprechen formuliert und die Gewerkschaften fordern kostspielige Rentenerhöhungen. Aber würde ein höheres Rentenniveau tatsächlich gezielt und effizient Altersarmut verhindern? Und was würde das die Beitragszahler kosten?

Sollte die Politik der Forderung nach einem höheren Rentenniveau nachgeben, würde sie künftige Beitragszahler einseitig belasten. Das zeigen Schätzungen des Rentenexperten Prof. Dr. Bernd Raffelhüschen (Albrecht-Ludwigs-Universität Freiburg): „Wer die Beibehaltung des heutigen Rentenniveaus fordert, beseitigt keine Altersarmut, sondern belastet einseitig zukünftige Generationen. Ab 2040 müssten die Beitragszahler voraussichtlich fast 27 Prozent ihres Einkommens in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Profitieren würden Rentner, die im Durchschnitt nur 20 Prozent gezahlt haben.“

Raffelhüschen diskutierte bei einer Veranstaltung der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) mit den Rentenexperten von CDU und SPD, Jens Spahn MdB (parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium) und Prof. Dr. Karl Lauterbach MdB (stellv. Fraktionsvorsitzender). Dabei wurde deutlich, dass das Thema Rente einer der zentralen Streitpunkte im Bundestagswahlkampf 2017 werden könnte. Spahn: „Wir haben die Rente für eine älter werdende Gesellschaft fit gemacht. Diesen Grundkonsens dürfen wir nicht aufgeben. Gerade in einem Jahr, in dem die Renten so stark steigen wie lange nicht, sollten wir uns über gezielte Verbesserungen unterhalten und nicht Rentenpolitik mit der Gießkanne betreiben. Das hilft niemandem.“

Genrerationengerechtigkeit? Rauf mit Beiträgen und Einstiegsalter!

Lauterbach kritisierte indirekt die Diskussion um einen späteren Rentenbeginn: „Ich kann die Finanzierungsprobleme der Rente nicht damit lösen, dass die Menschen die Rente gar nicht mehr erleben. Die Finanzierung der Renten muss den Prinzipien der Solidarität und der Parität entsprechen. Langfristiges Ziel ist der Umbau der Rentenversicherung zu einer Erwerbstätigenversicherung für alle, in die auch Abgeordnete, Freiberufler, Selbständige und Beamte einzahlen.“

Raffelhüschen verwies darauf, wer für das Schrumpfen der Erwerbsbevölkerung verantwortlich sei und argumentierte aus Sicht künftiger Beitragszahler: „Dafür, dass ihr, die Rentner, so viele seid – dafür können wir doch nichts. Dafür aber, dass wir so wenige sind, dafür könnt ihr was. Das habt ihr doch selbst verursacht.“ Sein Fazit: „Halten wir im Sinne der Generationengerechtigkeit doch bitte die Beiträge konstant und passen das Rentenniveau entsprechend der Fertilitätsleistung der jeweiligen Generationen an!“

Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer der INSM, wies darauf hin, dass die Warnung vor sinkenden Renten jeglicher Grundlage entbehre: „Auch in Zukunft werden die Renten weiter steigen – lediglich nicht mehr ganz so deutlich wie die Löhne. Eine Rentensenkung ist sogar gesetzlich ausgeschlossen. Die Rentner des Jahres 2030 werden sich daher mehr leisten können, als die jetzigen Rentner. Und das ist gut so.“



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Kommentare

Der Fehler liegt in meiner Ansicht nach zu großen Verfügungsgewalt für Gelder der Bürger durch Regierungs-/Behördeninstanzen bei gleichzeitiger relativ geringen Kontroll-/Beschränkungsmöglichkeiten eben dieser durch die Bürger. Auch die Änderung von Gesetzen, Vorschriften, Hebesätze u.ä. sind zu einfach und mit zu geringer Bürgerbeteiligung möglich.
Der Bürger wird auch mal mit träumerischen Begriffen wie "Generationenvertrag" (wenn gar nichts mehr im Rententopf ist) eingelullt, was dann noch als ein tolles stabiles System "verkauft" wird (bzw. verkauft wurde; heute sieht es ja fast jeder das es nicht funktioniert, aber da muss das "Alterspyramidenphänomen" herhalten um gleichmal zwei Jahre später auszuzahlen bei gleichzeitger zweijähriger längerer Einzahlung; und das ist nicht das Ende:-) Wette). Naja ein endloses Thema; aber ich bin ein Anhänger von Privatisierung; bei dem Thema Stichwort "Kapitalgedecktes Rentensystem".
Ja ja, der Bernd Raffelhüschen.

Auf Wikipedia läßt man kaum ein gutes Haar an diesem Mann.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bernd_Raffelh%C3%BCschen

Wie man das Thema GRV schlecht redet, die private Altersvorsorge hofiert und welcher Experten man sich dazu bedient (9 Min. sehenswert).

https://www.youtube.com/watch?v=HLFk8uVFjo8
Für was denn noch,für das,was unsere Politiker von der Rente noch übrig ließen?
27%,versuchts mal in Griechenland,in spätestens zwei Jahren,sehen wir dann das Resultat !
...vorweg,sollte man dann endlich einen Schlepp-Stop,der Schuldenbremse hinzufügen,deutsche Politik sollte sich mit Zahlungen strikt aufs Inland beschränken,frei nach dem Motto,...
Was Du heute nicht ins Ausland schleppst,musst Du morgen nicht erschänden !

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