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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
30.09.2016, 16:07  |  624   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Deutsche Bank zieht DAX nach unten

Aktie des ehemaligen Branchenprimus zeitweise unter 10

Börse Stuttgart TV:

Experte Haack: Gute Chancen auf starkes Schlussquartal

Der Kursverfall der Aktie der Deutschen Bank geht weiter und belastet zum Monatsschluss auch den Gesamtmarkt. Bereits an der Wall Street kam die Aktie der Deutschen Bank deutlich unter Druck nachdem die Nachrichtenagentur Bloomberg meldete, dass Clearing-Kunden, u. a. einige größere Hedgefonds, den Rückzug von der Bank planen und bereits Geschäft abgezogen hätten. Dies sorgte für weiteres Misstrauen rund um die größte deutsche Bank.

Der Kursrutsch setzte sich dann zum Handelsstart in Deutschland fort und drückte auch den deutschen Leitindex DAX zunächst kräftiger ins Minus. Kurz nach Handelsstart fiel die Aktie der Deutschen Bank dann sogar unter die Marke von zehn Euro. Ein historischer Kursrutsch. Im Tief lag das Papier bei nur noch 9,89 Euro und damit fast 60 Prozent unter dem Wert zu Jahresbeginn. Im weiteren Verlauf konnte sich die Aktie dann wieder etwas erholen und lag zur Mittagszeit nur noch mit 4 Prozent im Minus.

Der DAX selber rutschte im Tagestief unter die Marke von 10.200 Punkten und verletzte damit - zumindest zwischenzeitlich - die Unterstützung bei rund 10.260 Zählern. Die nächste wichtige Unterstützung sehen Markttechniker nun bei 10.000 Punkten bzw. an der 200-Tages-Linie knapp darüber.

Neben der Deutschen Bank drückte auch der Ölpreis einmal mehr auf die Stimmung. Nach der gestrigen kleinen Rallye scheint die Luft hier schon wieder raus zu sein. Sowohl Brent als auch WTI lagen zur Mittagszeit.

Börse Stuttgart TV

Der Monat September ist nahezu vorbei und damit stehen Anleger an der Schwelle zum Schlussquartal. Hans-Jürgen Haack ist Leiter der Marktanalyse bei PP-Asset Management und Herausgeber des Börsenbriefs Haack-Daily.

Im Interview mit Börse Stuttgart TV ordnet der Experte die Politik der Notenbanken ein, ebenso wie die Situation bei Deutsche Bank und Commerzbank. Und er wagt einen vielversprechenden Ausblick auf das Schlussquartal.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=13437

Euwax Sentiment Index

Der Euwax Sentiment Index startete den Handelstag deutlich im Plus. Einige mutige Investoren engagierten sich also offenbar in der anfänglichen Schwächephase und setzten auf eine Markterholung. Nachdem diese dann eintraf, rutschte das Stimmungsbarometer an der Euwax zur Mittagszeit wieder in den negativen Bereich.

Trends im Handel

Unter den Einzeltiteln standen neben der Deutschen Bank auch die Commerzbank im Blick. Auch die Papiere der „Gelben“ wurden einmal mehr massiv verkauft. Von Vertrauen in die neue Strategie „Commerzbank 4.0“ weiter keine Spur. Derweil bereitet die Commerzbank die Märkte auf eine weitere Durststrecke vor. Nach Aussagen des Finanzvorstandes werde es erst ab 2019 spürbare Kostenentlastungen geben. Die beiden kommenden Jahre würden von einer niedrigen Rentabilität gekennzeichnet sein.

An der Euwax wurden in die Marktschwäche hinein Calls auf Deutsche Bank und Commerzbank gekauft.

In der zweiten Reihe richteten sich die Blicke u. a. auf den Lichtkonzern Osram. Laut Medienberichten sollen sich chinesische Adressen für die ehemalige Siemens-Tochter interessieren. Nach dem Roboterhersteller Kuka könnte damit der nächste deutsche High-Tech-Konzern in chinesische Hände fallen. Siemens selbst hält nur noch 17,5 Prozent an Osram. Die Aktien von Osram lagen zur Mittagszeit mit rund 2 Prozent im Plus.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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