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Echo, Home, Mykie Marktforscher sind sich sicher: Hier lauert der nächste Milliardenmarkt

04.10.2016, 15:38  |  4617   |   |   

Mit einem Virtual Personal Assistant dürfte das Smart Home der Zukunft wohl endgültig intelligenter werden, als der menschliche Bewohner selbst. Marktforschern zufolge wird sich der weltweite Umsatz mit den Lautsprechern bis 2020 fast versechsfachen. 

Ginge es nach den Herstellern dieser kleinen Helferlinge, so würde in der Zukunft kein Mensch mehr auch nur einen Finger krumm machen, wenn es um häusliche Tätigkeiten geht. So können intelligente Lautsprecher, wie der "Echo" von Amazon schon jetzt die verschiedensten Haushaltsgeräte, wie Lampen oder Thermostate via Sprachbefehl steuern - vorausgesetzt diese sind ebenso vernetzt. Sie können sich aber auch mit dem Nutzer "unterhalten" und ihm Antworten auf die verschiedensten Fragen, wie zum Beispiel auf das Wetter oder nach Kochrezepten liefern. Oder ihm eine Geschichte vorlesen. Oder Musik von diversen Musikstreaming-Diensten abspielen. Oder selbstständig im Internet einkaufen. Oder oder oder...

Virtual Personal Assistants nennen sich diese Geräte und sind nach Einschätzung des Marktforschungsunternehmens Gartner das "next big thing" in der Tech-Welt. So dürften bis zum Jahr 2020 insgesamt 3,3 Prozent aller Haushalte weltweit mit mindestens einem solchen Assistenten ausgestattet sein, der Umsatz solle zeitgleich von aktuell 360 Millionen Dollar auf 2,1 Milliarden Dollar ansteigen. Zwar seien die heutigen Modelle in Sachen Vokabular und Kontextualisierung noch etwas eingeschränkt, in der Zukunft werde sich das aber deutlich verbessern. 

Dabei steht Amazon mit seinem Pionier-Gerät auf lange Sicht nicht allein auf weiter Flur. "Bis 2020 werden Konkurrenzprodukte sowie bereits existierende Spracherkennungsdienste (Google's Assistant, Apple's Siri oder Microsoft's Cortana) aufgeholt haben", glaubt Werner Goetz, Forschungsdirektor bei Gartner.

Tatsächlich hatte Google bereits im Mai seinen Konkurrenz-Lautsprecher "Home" angekündigt, der nach demselben, allumfassenden Prinzip, wie der "Echo" funktionieren soll. Demgegenüber versucht sich der Hausgeräte-Hersteller BSH mit den Marken Bosch und Siemens thematisch etwas abzugrenzen. Auf der IFA 2016 in Berlin stellte er seinen Küchenhelfer "Mykie" vor, der schon rein optisch nicht nur wie ein einfacher Lautsprecher, sondern dank angedeutetem Gesicht und Körper eher wie ein kleiner Robo-Butler daherkommt.

Zwar hat der dauerzwinkernde Mykie dieselben technischen Fähigkeiten, wie Echo und Home, doch soll er hauptsächlich beim Kochen und Backen unterstützend tätig werden, indem er zum Beispiel an den optimalen Garzeitpunkt erinnert oder den Nutzer darüber informiert, dass für das geplante Gericht nicht genügend Zutaten im Kühlschrank sind. Wann das Gerät auf den Markt kommt, ist bislang unklar, zunächst müsse das Konzept erst noch verfeinert werden. "Noch liegt ein Stück Arbeit vor uns, bis Mykie ein echter Gesprächspartner in der Küche wird.", sagte BSH-Manager Kai Grassie der "Bild"-Zeitung. 

 

Themen: Haushalt


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