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EUR/USD Euro schwächelt unter dem Druck der Märkte

Gastautor: Jens Chrzanowski
12.10.2016, 13:38  |  801   |   |   

Der Wahlkampf in den USA geht in die finale Phase. Doch heute werden sich die Blicke aus einem anderen Grund auf die USA richten: dem FOMC-Sitzungsprotokoll. Das Feilschen um die Anhebung der Zinsen, möglicherweise noch in diesem Jahr, geht weiter. Von dem Sitzungsprotokoll erhoffen sich die Marktteilnehmer Hinweise auf die zukünftige Zinspolitik. Indes macht sich an den Märkten Zuversicht breit, dass die Anhebung im Dezember vonstattengeht.

Unterdessen steht die Gemeinschaftswährung unter einem enormen Druck. Zum starken US-Dollar gesellt sich ein plötzlich erholtes Britisches Pfund, zu dessen Stärkung Theresa May mit ihrer Entscheidung, das Parlament über die Bedingungen des Brexits abstimmen zu lassen, beigetragen hat. Die Märkte kauften umgehend GBP. Ob diese Stimmung von langer Dauer ist, wird sich zeigen.

Nun kommen wir zu unserer Technischen Analyse:

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Rückblick

Der EUR/USD pendelte am Mittwoch, zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, um die 1,1230/1,1215. Er lag damit etwa auf dem Niveau von einer Woche zuvor. Es ging also nicht wesentlich voran. Das Hoch des Betrachtungszeitraums bei 1,1233 wurde bereits am Mittwochvormittag markiert. Von hier aus ging es sukzessive abwärts. Am Freitagmorgen wurde beinahe die Marke 1,1100 erreicht. Doch der EUR/USD konnte sich hier stabilisieren und erholen. Am Nachmittag erreichte er die 1,1200, kam aber nicht wesentlich über diese Marke hinaus. Am Spätnachmittag wurde diese Bewegung wieder abverkauft. Der EUR/USD fiel im Zuge dessen aber nicht wesentlich unter die 1,1150 und konnte sich an dieser Marke wieder etwas erholen. Zu Wochenbeginn versuchte er erneut, die 1,1200 anzulaufen, scheiterte aber. Am Dienstag setzte sich dann eine breite Schwäche durch, die den EUR/USD deutlich unter die 1,1100 brachte.

Das Hoch und das Tief des Betrachtungszeitraums lagen deutlich unter den Marken der Vorperiode. Das Tief lag sogar klar unter der 1,1100. Die Wochen-Range war mit 183 Pips erheblich größer als zuvor. Der EUR/USD scheint sich wieder in Richtung 1,1000 zu bewegen.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite vermutet, dass der EUR/USD mit einem Überschreiten der 1,1220/24 als nächstes den Bereich 1,1233/36 würde erreichen können. Hier hatten wir mit Rücksetzern gerechnet. Diese Bewegung hat sich eingestellt, das Anlaufziel wurde exakt getroffen, das Setup auf der Oberseite ist damit aufgegangen. Die Rücksetzer hingegen gingen deutlich über unser maximales Ziel hinaus. Damit hat das Setup auf der Unterseite nicht gegriffen.

  • Wochenhoch*: 1,1233 Vorwoche 1,1279
  • Wochentief*: 1,1050 Vorwoche 1,1138
  • Wochen-Range*: 183 Vorwoche 112 Pips

*Betrachtungszeitraum 05.10.2016 bis 11.10.2016

Wie könnte es weitergehen?

  • Euro-WS: 1,1069.....1,1102/46/51.....1,1219/35/83/96...... 1,1323/57/78
  • Euro-US: 1,1021....1,0992/07......1,0885/12.....1,0761/44

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden

  • Box-Bereich: 1,1524 bis 1,0564
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1335 und 1,1097
  • Intraday-Marken: 1,1275 und 1,1111
  • Range: 1,2355 bis 1,0223

Euro-Chart

Der EUR/USD bewegt sich seit nunmehr fünf Handelswochen in einer engen Box. Am Dienstag fiel er deutlich unter die 1,1100. Er scheint damit seine Box nach unten aufgehebelt zu haben. Damit hat sich das Chartbild erneut eingetrübt. Die Lage ist einigermaßen verzwickt. Der EUR/USD kann aktuell noch bis 1,1000 fallen. Hier besteht übergeordnet die Möglichkeit, dass es zu einem Rebound kommt. Dieser kann aktuell bis maximal 1,1245/50 laufen. Momentan sieht es aber eher so aus, dass sich mittelfristig wieder Notierungen unter 1,1000 einstellen könnten.

Von der Geldpolitik sind in den kommenden Handelstagen kaum Impulse zu erwarten. Zwar spricht Fed-Chefin Yellen am Freitagabend, was die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich ziehen sollte, allerdings gehen wir nicht davon aus, dass es dramatische Neuigkeiten zur US-Zinspolitik gibt. Zwar tagt die Fed noch einmal kurz vor den US-Präsidentschaftswahlen Anfang November – Zinsschritte sind zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht zu erwarten. Somit ist der Dezember-Termin für eine Erhöhung wahrscheinlich.

Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen: Der EUR/USD könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1045/50 festzusetzen. Gelingt dies, so könnte er anschließend versuchen, die 1,1078/82 und dann die 1,1101/05 zu erreichen. An beiden Marken können sich Rücksetzer einstellen. Schafft es der EUR/USD, die 1,1105 zu nehmen, so hätte er auch das Potenzial, bis in die Bereiche 1,1127/30 und 1,1148/52 zu laufen. Bei dynamischen Aufwärtsimpulsen könnte die 1,1150 auch direkt erreicht werden. Mit einem Überwinden der 1,1152 wäre der Weg an die 1,1162/65, die 1,1178/81 und die 1,1193/96 frei. Sollte der EUR/USD in den kommenden fünf Handelstagen bis 1,1196 laufen und diese Marke überwinden, so wäre noch etwas Platz nach oben. Anlaufmarken wären die 1,1205/07 und die 1,1218/22. Spätestens hier erwarten wir, dass die Aufwärtsbewegung beendet ist und dass sich Rücksetzer einstellen. Wir gehen nicht davon aus, dass es in den kommenden fünf Handelstagen zu nachhaltigen Notierungen über der 1,1224 kommt. Erst ein Tagesschluss über der 1,1230 würde dafür sprechen, dass der EUR/USD sich in Richtung 1,1300 bewegt.

Wenn sich der EUR/USD nicht über der 1,1050/45 halten kann und unter diese Marke rutscht, wären die 1,1042/39, die 1,1027/24 und die 1,1015/09 die ersten relevanten Anlaufziele. Im Bereich 1,1015/09 bestehen aktuell gute Chancen auf Erholung. Sollte der EUR/USD unter die 1,1009 rutschen, wäre dies bearish zu interpretieren. Dann könnten sich weitere Abgaben bis 1,0980/78 oder 1,0968/64 einstellen. Bei ausgeprägter Abwärtsdynamik wäre auch mit einem Erreichen der 1,0948/44 zu rechnen. Hier bestehen recht gute Chancen auf eine Stabilisierung und Erholung. Unter 1,0944 wären die Anlaufziele dann die 1,0928/24, die 1,0910/08 und die 1,0892/88. Wir erwarten nicht, dass es in den kommenden Handelstagen zu nachhaltigen Notierungen unter der 1,0900 kommt, wobei ein Tagesschluss unter der 1,1000 übergeordnet ein Hinweis auf weitere Abgaben wäre.

Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts/abwärts

Die wichtigen Veröffentlichungen der nächsten sieben Tage:

  • 12.10.2016 – USA: Erdöllagerbestand
  • 14.10.2016 – USA: Einzelhandelsumsätze (Sept.)
  • 14.10.2016 – USA: Fed-Vorsitzende Janet Yellen spricht
  • 17.10.2016 – EU : Verbraucherpreisindex (Sept., Jahr)
  • 18.10.2016 – USA: Kern-Verbraucherpreisindex (Sept)

Hinweise in eigener Sache:

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert EUR/USD, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Die Verluste können die Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link. DISCLAIMER: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4.


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Der Kundenservice betreut von Berlin aus seine Kunden umfassend mit Support für die Handelssoftware, mehreren Live-Webinaren pro Woche, Schulungen und Marketingaktivitäten.

THINK GLOBAL – ACT LOCAL, einer der Leitsätze der Brokers, wird dabei konsequent umgesetzt: Das Wissen und die Möglichkeiten eines internationalen Unternehmens werden bestmöglich auf die Gegebenheiten des jeweiligen Landes angepasst. Deshalb steht für Deutschland beispielsweise der DAX-Handel im Fokus. Hier bietet Admiral Markets die günstigsten Konditionen für den DAX-30-CFD am Markt. Darüber hinaus werden der Kundenservice, die Bildungsangebote sowie die Handelssoftware in deutscher Sprache angeboten.

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Wertpapier: EUR/USD


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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