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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
14.11.2016, 17:15  |  454   |   |   

STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart

Aufwärtstrend hält an - DAX zeitweise über 10.800

Gerüchte um Fusion von Unicredit mit SocGen

In der Hoffnung auf einen Wirtschaftsboom beim wichtigen Handelspartner USA haben sich

Anleger am Montag mit europäischen Aktien eingedeckt. Gleichzeitig verbesserte der fallende Euro die Absatzchancen europäischer Firmen, weil er deren Waren auf dem Weltmarkt wettbewerbsfähiger macht. Spekulationen auf eine Fusionswelle in der heimischen Bankenbranche gaben den Börsen Zusatzschub.

Der DAX lag am frühen Nachmittag bei 10.711 Punkten mit 0,4 Prozent im Plus. Am Morgen war das deutsche Börsenbarometer kurzzeitig bei 10.802 Zählern gemessen worden.

Der Euro fiel zeitweise um mehr als einen US-Cent und war mit 1,0729 Dollar so

billig wie zuletzt vor zehn Monaten. Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, übersprang erstmals seit fast einem Jahr wieder die Marke von 100 Zählern.

Motor dieser Rally waren Börsianern zufolge Spekulationen auf ein groß angelegtes Konjunkturprogramm des künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Dies spiegelte sich

auch am Rohstoffmarkt wider: Das für Stromkabel und Wasserrohre verwendete Kupfer verteuerte sich um bis zu 3,4 Prozent auf 5736,50 Dollar je Tonne. Der Preis für Zink stieg zeitweise sogar um fünf Prozent.

Am Anleihemarkt schüre die Aussicht auf ein schuldenfinanziertes US-Konjunkturprogramm Spekulationen auf eine anziehende Inflation, sagen Analysten. Aber auch in Europa setzten Investoren auf eine höhere Teuerung. Das hiesige Inflationsbarometer stieg auf ein Zehn-Monats-Hoch.

Viele Experten gehen von einer US-Zinsanhebung im Dezember aus. Im kommenden Jahr sei mit weiteren Schritten der Notenbank Fed zu rechnen. Aus diesem Grund warfen Investoren

bereits gehandelte, niedriger verzinste Staatsanleihen aus ihren Depots.

Der Bund-Future, der auf der zehnjährigen Bundesanleihe basiert, fiel um bis zu 81 Ticks auf ein Zehn-Monats-Tief von 159,46 Punkten. Sein US-Pendant notierte mit 153-24/32 Zählern ebenfalls so niedrig wie zuletzt im Januar.

Bei den Aktienwerten rückten die Banken ins Rampenlicht. Grund waren wieder aufgeflammte Gerüchte um einen Zusammenschluss der italienischen HVB-Mutter Unicredit mit der französischen Société Générale (SocGen). Zwar lehnten beide Institute einen Kommentar zu diesem Thema ab, ihre Aktien stiegen dennoch um bis zu 5,8 Prozent.

Siemens gewannen dank der milliardenschweren Übernahme von Mentor Graphics zwei Prozent. Der Kauf der US-Softwarefirma verbessere die Wettbewerbsposition des Münchener Konzerns, meinen Analysten. Die Mentor-Aktien stiegen im vorbörslichen US-Geschäft um 19 Prozent, blieben mit 36,60 Dollar jedoch unter der Siemens-Offerte von 37,25 Dollar je Aktie.

Börse Stuttgart TV

Es scheint doch noch einmal spannend zu werden am deutschen Aktienmarkt. Der DAX kämpft zu Beginn der Woche mit der 10.800-Punkte-Marke und es könnte vielleicht doch noch zu einer Jahresendrallye kommen. Es scheint so, als würde die jüngste US-Wahl die Börsen beflügeln. Aber weshalb eigentlich? Kemal Bagci von der BNP Paribas sprach darüber bei Börse Stuttgart TV.

Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse-stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=13581

Euwax Sentiment Index

Der Euwax-Sentiment-Index lag am frühen Nachmittag bei plus 25 Punkten. In dieser Phase setzte die Mehrheit der kurzfristig orientierten Marktteilnehmer mit Hebelprodukten auf steigende Kurse des DAX.

Trends im Handel

An der Euwax wurden heute Knock-out-Calls auf Weizen überwiegend verkauft. Die Scheine waren vor einiger Zeit von einem Börsenbrief empfohlen worden.

Außerdem waren Knock-out-Calls auf den Dow-Jones-Index mehrheitlich auf der Verkaufsseite zu finden.

Dafür kaufte eine Reihe von Investoren Knock-out-Calls auf Merck. Händlern zufolge seien die Scheine zuvor von einem Börsenbrief zum Kauf empfohlen worden.

Einige Anleger setzen mit Put-Optionsscheinen auf fallende Kurse der Adidas-Aktien.

Zudem rechnen einige Börsianer offenbar damit, dass sich der jüngste Abwärtstrend des Euro zum US-Dollar fortsetzen werde, denn es waren Put-Optionsscheine auf die Gemeinschaftswährung gesucht.

Commerzbank-Puts wurden dagegen verkauft.

Disclaimer:

Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.

Quelle: Boerse Stuttgart GmbH

(Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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