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5,6 Mio. CAD Finanzierung angekündigt Wird aus WPC Resources Ltd. jetzt endlich Lupin Gold?

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Gastautor: Björn Junker
17.02.2017, 07:45  |  771   |   |   

Wie die Zeit vergeht! Vor beinahe zwei Jahren, im Mai 2015, hatten wir an dieser Stelle schon auf WPC Resources Ltd. (TSX.V: WPQ; FRA: 5WP) aufmerksam gemacht. Seitdem hieß es warten - eine echte Geduldsprobe. Aber langsam tut sich was und wir schlagen vor, die Aktie wieder auf‘s Radar nehmen: Am 1. November vergangenen Jahres – nach mehr als einem Jahr Verhandlungen! – hat WPC mit dem Verkäufer Mandalay Resources endlich die definitiven Konditionen für den Erwerb der historischen Lupin Gold Mine in Nunavut, Kanada, fertig aushandelt. Mandalay wird u.a. 3 Mio. CAD in Cash sowie 20 Mio. Aktien erhalten und kann nach vier Jahren einen Schuldschein über 1,6 Mio. CAD nach eigener Wahl gegen 16 Mio. Aktien bei 0,10 CAD tauschen oder die Zinsen von 6 Prozent pro Jahr beanspruchen. Hinzu kommen noch 10.000 Unzen Gold aus der Produktion.

https://cdn.wpcresources.ca/assets/files/1292/16_11_01_wpc_signs_definitive_agreement_with_mandalay_resources_to_acquire_the_lupin_gold_mine_and_the_ulu_gold_project.pdf.

Eigentlich sollte der Zahlungspreis schon am 31. Dezember vergangenen Jahres gezahlt werden. Das war aber wohl zu kurzfristig vor Weihnachten. Nun macht WPC einen neuen Versuch (rechtzeitig zur PDAC in Toronto): Vor ein paar Tagen - am 6. Februar – hat das Unternehmen eine Finanzierung von insgesamt 5,6 Mio. CAD angekündigt. Der Preis pro Unit soll bei 0,07 CAD liegen (dort handelt die Aktie derzeit auch).

(http://www.stockwatch.com/News/Item.aspx?bid=Z-C%3aWPQ-2441721&symbol=WPQ®ion=C)

Die Verwässerung wird natürlich brutal sein: 80 Mio. Aktien und noch einmal so viele Warrants müssen am Ende ausgegeben werden. All diese Aktien kommen zu den 98 Mio. Aktien hinzu, die bereits auf dem Markt sind. Allerdings wirken die Warrants (bei 0, 12 CAD im ersten Jahr und 0,15 CAD im zweiten Jahr) wie eine eingebaute zweite Finanzierung über den Markt und könnten später nochmals rund 9 bis 12,6 Mio. CAD in die Kasse bringen. Voll verwässert wird WPC (die Namensänderung in Lupin Gold würde der Wiedererkennbarkeit des Unternehmens sicher dienen) knapp 260 Mio. Aktien auf die Waage bringen. Einschließlich der bis zu 36 Mio. Aktien die an Mandalay ausgegeben werden müssen, sind 300 Mio. Aktien realistisch. Normalerweise müsste man da abwinken, weil WPC nicht den Vorteil bietet, den andere Start-Ups haben: nämlich den einer schlanken Aktienstruktur mit wenigen Stücken und hohem Leverage. Dennoch: WPC hat etwas ganz Besonderes zu bieten, was andere Start-Ups gerade nicht mitbringen.

Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Sollte die Akquisition erfolgreich abgeschlossen werden (was von der erfolgreichen Finanzierung abhängt), dann gehört WPC eine (ehemalige) Goldmine die von 1982 bis 2004 insgesamt 3,4 Millionen Unzen Gold mit einem durchschnittlichen Gehalt von 8,9 Gramm pro Tonne produziert hat. In ihren besten Tagen hat die Lupin Mine mehr als 200.000 Unzen pro Jahr gefördert. Die dafür erforderliche Infrastruktur vor Ort wurde 2005 „on care and maintenance“ gesetzt, darunter eine Mühle mit 2.300 Tonnen Tageskapazität, riesige Dieseltanks mit 2 Mio. Litern Diesel, eine 1,6 Kilometer lange Fluglandebahn, Bürogebäude und Unterkünfte für die Mannschaften etc., etc.. Der Wiederbeschaffungswert für die Anlagen wird auf 4 bis 500 Mio. CAD geschätzt. Einen Umweltbond in zweistelliger Millionenhöhe samt Zinsen gibt es obendrein.

Der Vorteil von WPS könnte darin liegen, dass ein guter Teil der sonst fälligen gewaltigen Investitionen schon vom früheren Betreiber getätigt worden ist. Was noch wichtiger ist, WPC könnte schneller in Produktion sein, als die viele seiner Wettbewerber. Außerdem besitzt das Lupin-Projekt besitzt eine intakte Produktionslizenz sowie eine gültige Umweltgenehmigung. Auch diese Risiken sind also schon im Vorfeld ausgeräumt. (Manche werden sich vielleicht an den Nachbarn Sabina Gold & Silber erinnern, der seit vergangenem Jahr um eine Genehmigung mit dem „Nunavut Impact Review Board (NIRB)“ kämpft. So etwas kann WPC nicht passieren.) Obendrein würden zur neuen WPC das Satellitenprojekt Ulu sowie ein großes Explorationsgebiet (Hood River) gehören. Erstmals nach Jahrzehnten wäre damit ein großes zusammenhängendes Gebiet in einer Hand. Das könnte später für Übernahmen interessant sein.

Was heißt das alles? Immer vorausgesetzt, WPC Resources schafft eine erfolgreiche Finanzierung, dann würde das Unternehmen mit 1,3 Mio. Unzen Gold an Ressourcen an den Start gehen. Legt man die Bewertung der übrigen Player in Nunavut zugrunde (Agnico, Sabina, TMAC, Night Hawk Gold), dann werden deren Ressourcen bezogen auf den jeweiligen Börsenwert mit durchschnittlich 107 CAD bewertet (siehe Tabelle). Angenommen also, WPC würde - weil weniger bekannt und noch am Anfang - nur die Hälfte dieser Bewertung abbekommen, also 50 CAD pro Unze. Es wäre – ceteris paribus –zumindest nicht abwegig, wenn das Unternehmen mit 65 Mio. CAD bewertet würde. Man kann sich das heute schwer vorstellen, bei gerade einmal – 6,9 Mio. CAD Börsenwert (post deal 12,9 Mio. CAD; bei 0,07 CAD), aber das wäre eine logische Reaktion des Marktes, wenn es so etwas gibt. Wir beobachten gespannt, was passiert. Noch ist alles offen.

 

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