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Zurück in die Zukunft Safety First? Kaufen in München

08.05.2017, 12:15  |  1831   |   |   

Man kann das Leben nur rückwärts Verstehen, aber leben muss man es vorwärts, so schrieb es der Philosoph Soren Kierkegaard. Diese Weisheit trifft auch auf den Immobilienmarkt zu, denn Anleger können mit dem F+B-Wohn-Index und der Postbank-Studie auf München vertrauen. 

Der "F+B-Wohn-Index" schaute auf das erste Quartal 2017 und konstatierte: Es gibt einen ungebrochenen Drang in die Innenstädte und deutschlandweit haben sich in den letzten fünf Jahren die Preise für Eigentumswohnungen um 33 Prozent erhöht. Besonders auffällig sei, dass sich der Markt für Eigentumswohnungen in den vergangenen Jahren mehr und mehr vom restlichen Wohnimmobilienmarkt abgekoppelt habe. Somit können spekulative Absichten nicht ausgeschlossen werden. Von einer Immobilienblase ist jedoch nicht die Rede. 

Ein Hoch auf München

Sowohl in der Rückschau als auch der Vorschau, ist München besonders auffällig. Der F+B-Index kam auf einen durchschnittlichen Quadratmeterpreis von 5.830 Euro - mit einem Maximalwert von 11.090 Euro. Gleichzeitig belegte München in der "Postbank-Studie" den ersten Platz unter den deutschen Großstädten mit mehr als 500.000 Einwohnern in Bezug auf das jährliche Preiswachstum bis 2030. In der bayerischen Landeshauptstadt werden voraussichtlich die Kaufpreise jährlich um 1,3 Prozent zulegen.

Wer auf dem heißen Pflaster Münchens investieren möchte, der sollte den Markt sehr genau kennen. Die Preise für Eigentumswohnungen variierten je nach Straßenabschnitt im ersten Quartal 2017 zwischen 2.960 und 11.090 Euro pro Quadratmeter.

Alternative zu Weiß-Blau?

Leichter könnte die Investitionsentscheidung in Dresden fallen. Laut Postbank-Studie werden die Preise in der Landeshauptstadt Sachsens bis 2030 um jährlich ein Prozent zulegen. Der Einstiegspreis liegt um die 2.000 Euro pro Quadratmeter.

Weder München noch Dresden?

Besonders Mutige können natürlich auch in B- und C-Standorte investieren, denn dort wird mit den höchsten Zuwächsen gerechnet. In Heilbronn in Baden-Württemberg liegen die jährlichen Erwartungen bei fetten Plus vier Prozent - der durchschnittliche Quadratmeterpreis lag 2016 bei 2.182 Euro. Es folgen Erdingen, Cloppenburg und Landsberg, mit einem Preistrend von Plus 1,8 bis 2,1 Prozent. 

Stadt

Preistrend in %

Preis pro Qm 2016

München

1,3

6149

Dresden

1,0

2009

Hamburg

0,9

3884

Düsseldorf

0,9

3116

Köln

0,7

3017

Leipzig

0,6

1789

Stuttgart

0,6

3535

Frankfurt am Main

0,5

3985

Berlin

0,3

3247

Bremen

0,2

1826

Nürnberg

0,2

2525

Hannover (Landkreis)

-0,2

1877

Dortmund

-0,6

1417

Essen

-1,1

1436

Deutsche Großstädte mit mehr als 500.000 Einwohnern (Stand 2015), Quellen: Empirica, Berechnungen HWWI

Schlechte Prognosen erhielten die östlichen Bundesländer, denn bis auf der Großraum Berlin, Leipzig und Dresden, wird mit geringen Wertzuwächsen gerechnet. Mit Verlusten könnten Käufer in einigen Teilen des Ruhrgebiets und dem Saarland konfrontiert werden. Auch für Essen, Dortmund und Hannover wird mit jährlichen Preisrückgängen gerechnet.



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