Der Biotechnologiekonzern Biogen IDEC hat seinen Unternehmenssitz in Cambridge, Massachusetts, USA und entstand aus der Fusion des 1978 in den Niederlanden gegründeten Unternehmens Biogen NV und der 1985 in San Francisco gegründeten Idec Pharmaceuticals Inc. Durch den Zusammenschluss beider Unternehmen 2003 entstand das drittgrößte Biotechnologieunternehmen auf globaler Ebene. Neben dem Stammwerk des Biotechnologiekonzerns Biogen IDEC in Cambridge und einem Center of Excellence in San Diego, Kalifornien bestehen Niederlassungen in Australien, Kanada, Japan und Europa. Die internationale Zentrale der Biogen IDEC ist in Zug in der Schweiz ansässig.
Die Gründung der Biogen NV 1978 in den Niederlanden ging auf die Geschäftsidee der Venture-Capital Abteilung einer Schwermetall-Minen-Gesellschaft in Kanada zurück. Zu den Gründungsmitgliedern dieses Teils der Biogen IDEC zählten neben den Wissenschaftlern Heinz Schaller und Charles Weissmann auch die späteren Nobelpreisträger
Walter Gilbert und
Philip Sharp. Unter anderem zählen zu den ersten wichtigen Produkten des Unternehmens die rekombinanten Impfstoffe gegen Hepatitis B und die Maul- und Klauenseuche. 1980 wurde das Verfahren zur Herstellung von Interferon auslizensiert. 1997 wurde das mit dem Biotechnologie-Unternehmen Genentech entwickelte Rituxan zugelassen. Dies war das erste Mittel zur Krebstherapie, das auf einem monoklonalen Antikörper basierte. Der Antikörper ist gegen das Antigen CD20 gerichtet, das auf normalen und malignen Limphozyten zu finden ist.
2003 wurde die Fusion mit der in San Francisco ansässigen Idec Pharmaceuticals, Inc. abgeschlossen, woraus der Biotechnologiekonzern Biogen IDEC entstand.