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    Börse Frankfurt-News Deutsche Fondsbranche auf Erfolgswelle (Fonds)

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  09.11.2010, 17:25  |  1297  |  0
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    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 9. November 2010. Die Einen hoffen auf eine Jahresendrallye, die Anderen sichern ihre Gewinne. Bei exotischeren Fonds greifen jedoch viele zu. Die deutsche Fondsbranche berichtet derweil von Rekordzuflüsse in diesem Jahr.

    Insgesamt von einem erfreulich lebendigen Handel mit aktiv verwalteten Fonds, jedoch ohne eindeutige Tendenz, sprechen die Spezialisten vom Parkett. Die Stimmung der Anleger sei beflügelt durch gute Konjunkturdaten und die zuletzt positiver ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. ´Aber auch der geplante Rückkauf von Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden durch die US-Notenbank bis Mitte 2011 hat die Märkte überzeugt´, beobachtet Frank Steffes von der Baader Bank. ´Für diese Mittel werden Investoren Anlagemöglichkeiten auch in Fonds suchen.´ Dass Anleger dort durchaus fündig werden, erkennt man an den diesjährigen Zuwachsraten der Branche. Auf einem Fünfjahreshoch bewegen sich laut Verband die Mittelzuflüsse bei der deutschen Fondsindustrie.

    Hinter den Abgaben vermutet der Händler dagegen einige Gewinnmitnahmen. Das Jahr sei so gut gelaufen, dass sich Investoren sich aus vielen Engagements erst einmal verabschieden würden. Wer auf dem aktuellen Niveau jedoch einsteige, und das seien auch nicht wenige, hoffe wahrscheinlich noch auf eine Jahresendrally. Auch bisher relativ defensiv aufgestellte Fondsmanager würden auf den fahrenden Zug zuweilen noch aufspringen. ´Sie wollen bis Ende Dezember vermutlich noch an ihrer Performance schrauben´, beobachtet Steffes.

    Exotische Regionen gefragt

    Japan und Thailand stünden aktuell bei den exotischeren Fonds hoch im Kurs. Orleman berichtet von deutlich höheren Umsätzen bei Titeln mit dem Schwerpunkt japanische oder thailändische Unternehmen. Beispielsweise habe es der Fidelity Funds - Thailand Fund (WKN 973268) vielen Anlegern angetan. Er engagiert sich hauptsächlich in Aktien, die an der Börse Thailands notiert sind. Auch beim F&C Japanese Equity (WKN 749706) greifen sie zu. Er konzentriert sich auf Anteile japanischer Bluechip Unternehmen. Keine Tendenz aber dennoch regen Handel erkennt ICF Kursmakler etwa beim DWS Top 50 Asien (WKN 976976) und beim Baring Hong Kong China Fund (WKN 972840).

    Die Mischung machts

    Auch Mischfonds stehen bei Fondsanlegern aktuell in der Gunst. Ivo Orlemann von ICF Kursmakler berichtet von einer kräftigen Nachfrage nach Anteilen des Klassikers Carmignac Patrimoine (WKN A0DPW0), der in internationale Aktien und Rentenwerte investiert. Den Dauerbrenner Ethna AKTIV (WKN 764930), der sich auf Aktien, Renten und Kasse fokussiert, legen Anleger sich ebenfalls ins Depot. Auch berichtet Steffes von einer gesunden Nachfrage nach dem beliebten Allrounder ARERO - Der Weltfonds (WKN DWS0R4).

    Immobilienfonds ade

    Nach wie vor sei viel Bewegung im Handel mit Anteilen offener Immobilienfonds zu beobachten. Zuletzt meldete die Fondsgesellschaft Aberdeen, dass der Degi International (WKN 800799) bis 2011 geschlossen bliebe und Anleger ihre Anteile deshalb an die Gesellschaft vorerst nicht zurückgeben könnten. ´Die Hiobsbotschaften aus diesem Segment brechen nicht ab´, weiß Orlemann. ´Das Vertrauen in die Fonds ist schlichtweg verschwunden.´ Im Börsenhandel würden Anleger sich von ihren Anteilen an diesen Titeln insgesamt überwiegend trennen. Abgegeben werden etwa der hausInvest (WKN 980701) und der grundbesitz europa (WKN 980700).

    Deutsche Fondsbranche in Partylaune

    Passend zu den steigenden Aktienmärkten freut sich die deutsche Investmentfondsbranche über neue Anlegergelder in Höhe von 21,3 Milliarden Euro allein für das dritte Quartal 2010. Auf Jahresbasis meldet der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) mit Netto-Mittelzuflüsse von 61,6 Milliarden Euro gar ein Fünfjahreshoch. Publikumsfonds sammelten demnach 18,9 Milliarden Euro neues Kapital ein. Das verwaltete Vermögen liege auch dank kräftig gestiegener Aktienkurse um knapp 150 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert und sei mit 1.808 Milliarden Euro so hoch wie nie zuvor.
    Fast ein Viertel des zusätzlichen Vermögens im laufenden Jahr entfalle zwar auf die passiv verwalteten Fonds. Dennoch seien die zehn absatzstärksten Investmentfonds Produkte mit aktivem Portfoliomanagement. Bei den börsengehandelten Publikumsfonds sah der Templeton Global Bond Fund (WKN 749655) mit über 1,2 Milliarden Euro die höchsten Nettozuflüsse von Januar bis September 2010, gefolgt von DWS Top Dividende (WKN 984811) mit über 1 Milliarde Euro zusätzlichem Kapital.

    Mischfonds rangierten in diesem Jahr auf der Beliebtheitsskala ganz oben, gefolgt von Rentenfonds und offenen Immobilienfonds. Bei Geldmarktfonds überwogen jedoch mit 10,5 Milliarden Euro die Rückflüsse. Das niedrige Zinsniveau belaste die Rendite der Geldmarktfonds.

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    © 9. November 2010/Iris Merker

    (Für den Inhalt der Kolumne ist allein Deutsche Börse AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)

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    Börse Frankfurt-News Deutsche Fondsbranche auf Erfolgswelle (Fonds)

    FRANKFURT (DEUTSCHE-BOERSE AG) - 9. November 2010. Die Einen hoffen auf eine Jahresendrallye, die Anderen sichern ihre Gewinne. Bei exotischeren Fonds greifen jedoch viele zu. Die deutsche Fondsbranche berichtet derweil von Rekordzuflüsse in diesem Jahr.

    Insgesamt von einem erfreulich lebendigen Handel mit aktiv verwalteten Fonds, jedoch ohne eindeutige Tendenz, sprechen die Spezialisten vom Parkett. Die Stimmung der Anleger sei beflügelt durch gute Konjunkturdaten und die zuletzt positiver ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten. ´Aber auch der geplante Rückkauf von Staatsanleihen im Wert von 600 Milliarden durch die US-Notenbank bis Mitte 2011 hat die Märkte überzeugt´, beobachtet Frank Steffes von der Baader Bank. ´Für diese Mittel werden Investoren Anlagemöglichkeiten auch in Fonds suchen.´ Dass Anleger dort durchaus fündig werden, erkennt man an den diesjährigen Zuwachsraten der Branche. Auf einem Fünfjahreshoch bewegen sich laut Verband die Mittelzuflüsse bei der deutschen Fondsindustrie.

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