ROUNDUP Lastwagenbauer Volvo erhöht Absatzprognose für Europa - Aktie im Plus

    Nachrichtenagentur: dpa-AFX
     |  26.04.2012, 11:52  |  327 Aufrufe  |   | 

    GÖTEBORG (dpa-AFX) - Hoffnungszeichen für den zuletzt schwachen europäischen Lastwagenmarkt: Der schwedische Nutzfahrzeug- und Motorenhersteller Volvo hat seine Prognose für den Branchenabsatz in Europa leicht erhöht. Der weltweit zweitgrößte Lkw-Bauer rechnet jetzt im laufenden Jahr europaweit mit dem Verkauf von 230.000 schweren Lastwagen - das sind 10.000 mehr als noch im Februar erwartet worden waren. Das wäre aber immer noch ein Minus zum Vorjahr um fünf Prozent. Angesichts der Schuldenkrise in Europa war bisher ein höherer Rückgang erwartet worden.

    'Die Lage in Europa hat sich stabilisiert', sagte Volvo-Chef Olof Persson am Donnerstag in Göteborg. Gerade Ende des ersten Quartals habe die Nachfrage angezogen. So verzeichnete Volvo im ersten Quartal bei den Bestellungen ein Plus von 19 Prozent auf 23.400 Lastwagen. Einen Umsatzsprung verzeichnete Volvo in Nordamerika mit einem Plus von 45 Prozent. Dort sind die Schweden mit der starken Marke Mack Trucks vertreten. Im Gesamtjahr erwarten sie in Nordamerika weiterhin einen Absatz von 250.000 verkauften Fahrzeugen.

    An der Stockholmer Börse stieg die Aktie bis zum Mittag um 1,3 Prozent auf 90,80 Kronen. Seit Jahresbeginn hat die Aktie um 22 Prozent zugelegt.

    Die breite Aufstellung in vielen Märkten weltweit bildet laut Persson die Stärke des Unternehmens. 'Rückschritte in einigen Märkten haben wir in anderen ausgeglichen.' Insgesamt legte der Umsatz um 10 Prozent auf 78,8 Milliarden Kronen (8,9 Mrd Euro) zu. Das war der höchsten Wert, den Volvo je in einem ersten Quartal erreicht hat. Der operative Gewinn sank um 4,3 Prozent auf 6,24 Milliarden Kronen, übertraf die Markterwartungen aber deutlich. Auch unter dem Strich verdiente der Konkurrent von Daimler >DAI.ETR> und den VW-Töchtern MAN und Scania mit vier Milliarden Kronen zwar etwas weniger als vor einem Jahr. Experten hatten allerdings mit einem deutlich stärkeren Rückgang gerechnet./fn/jha/wiz


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