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BEHAVIORAL FINANCE/ECONOMICS Ein fast schon verschwiegener Erfolg

Gastautor: Joachim Goldberg
 |  27.04.2012, 11:07  |  2565  |  0

Fast hätte ich bei meinen morgendlichen Arbeiten übersehen, dass es in den Niederlanden nun doch eine knappe Mehrheit im Parlament für umfangreiche Sparmaßnahmen gegeben hat. Aber im Gegensatz zum Zerbrechen der niederländischen Regierungskoalition hat diese Erfolgs-Meldung kaum mediale Aufmerksamkeit erregt. Wie mein Kollege in seinem Blog Tulpen aus Den Haag bereits vermutete, scheint es beim Rücktritt des Kabinetts um Ministerpräsident Mark Rutte gar nicht um den mangelnden Sparwillen der Regierung gegangen zu sein – auch jede andere wichtige politische Frage hätte wahrscheinlich zu deren Bruch geführt.

Die Konsequenzen für diejenigen Akteure an den Finanzmärkten, die sich von der medial schillernd aufbereiteten Nachricht über den Rücktritt der holländischen Regierung Anfang der Woche zu sehr beeindrucken haben lassen, liegen auf der Hand: Keine Herabstufung des Landes durch die Ratingagentur Fitch, denn der Sparwille ist ungebrochen und die 3-prozentige Obergrenze der Neuverschuldung des Landes wird eingehalten. Und tatsächlich ist der holländische Leitindex AEX seit Montag in der Spitze um rund 4 Prozent gestiegen. Wer sich etwa an den Aktienmärkten von der Berichterstattung der Kommentatoren hat beeinflussen lassen, dürfte vermutlich etwas Geld verloren haben. Dies mag auch der Grund sein, warum kaum noch jemand über Holland sprechen, geschweige denn hören möchte. Ein Fall von selektiver Wahrnehmung? Ja. Und ein Fall selektiver Verbreitung von Informationen.


Weitere Informationen zum Autor und der Behavioral Finance: www.blognition.de.

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BEHAVIORAL FINANCE/ECONOMICS Ein fast schon verschwiegener Erfolg

Fast hätte ich bei meinen morgendlichen Arbeiten übersehen, dass es in den Niederlanden nun doch eine knappe Mehrheit im Parlament für umfangreiche Sparmaßnahmen gegeben hat. Aber im Gegensatz zum Zerbrechen der niederländischen Regierungskoalition hat diese Erfolgs-Meldung kaum mediale Aufmerksamkeit erregt. Wie mein Kollege in seinem Blog Tulpen aus Den Haag bereits vermutete, scheint es beim Rücktritt des Kabinetts um Ministerpräsident Mark Rutte gar nicht um den mangelnden Sparwillen der Regierung gegangen zu sein – auch jede andere wichtige politische Frage hätte wahrscheinlich zu deren Bruch geführt.

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