Neu auf wallstreet:online?
Jetzt registrieren | Login
x
Benutzername:

Passwort:

Angemeldet bleiben
Passwort vergessen?

Frankenstärke kostet Schweizerische Nationalbank Milliarden

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  30.04.2012, 09:14  |  771 Aufrufe  |   | 

ZÜRICH (dpa-AFX) - Die Stärke des Franken bereitet der Schweizerischen Nationalbank (SNB) weiter erhebliche Probleme. Auf 2,6 Milliarden Franken (2,16 Milliarden Euro) beliefen sich die Wechselkursverluste der SNB im ersten Quartal dieses Jahres, wie die Bank am Montag in Zürich mitteilte. Insgesamt ergab sich für die ersten drei Monaten 2012 ein Verlust in Höhe von 1,7 Milliarden Franken (1,42 Milliarden Euro).

Die SNB kauft seit Monaten mit großen Frankenmengen Euro und andere Fremdwährungen auf, um ein weiteres Ansteigen des Kurses der Schweizer Währung zu verhindern. Gegenüber dem Euro verteidigt sie seit September 2011 einen Mindestkurs von 1,20 Franken. Damit soll vor allem die heimische Exportwirtschaft vor einer weiteren Verteuerung ihrer Waren im Ausland geschützt werden.

Zugleich geht es der Schweiz darum, eine Verlagerung von Arbeitsplätzen in das Euro-Umland zu verhindern. Vor der erklärten Untergrenze des Euro-Wechselkurses war der Kurs des Franken als 'sicherer Hafen' infolge zunehmender Sorgen auf den Finanzmärkten um schwächelende Euroländer immer mehr gestiegen.

Wechselkursverluste von insgesamt 6,4 Milliarden Franken hätten im ersten Quartal 2012 nur teilweise mit Kursgewinnen und Zinserträgen kompensiert werden können, erklärte die SNB. Sie verwies aber gleichzeitig darauf, dass das Ergebnis erheblich von Gold-, Devisen- und Kapitalmärkten beeiflusst worden sei. Starke Schwankungen seien hier eher die Regel; Rückschlüsse auf das zu erwartende Jahresergebnis der SNB daher nur bedingt möglich.

Während auf den Fremdwährungsbeständen ein Verlust verbucht werde musste, gaben beim Goldbestand ein Bewertungsgewinn von 0,8 Milliarden Franken. Einen positiven Beitrag zum SNB-Ergebnis leistete auch der Stabilisierungsfonds. Darin waren während der Finanzkrise zur Rettung der Großbank UBS deren 'toxische' Wertpapiere ausgelagert wurden. Inzwischen lieferte der Fonds einen Quartalsgewinn von 153 Millionen Franken, wovon 111 Millionen an die SNB gingen./bur/DP/bgf



Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Enthaltene Werte

WertpapierKursZeitPerf. in %
1,34368
16:23 
+0,05
1,21467
16:23 
-0,03

Nachrichtenagentur

Die Nachrichtenagentur dpa-AFX zählt zu den führenden Anbietern von Finanz- und Wirtschaftsnachrichten in deutscher und englischer Sprache. Gestützt auf ein internationales Agentur-Netzwerk berichtet dpa-AFX unabhängig, zuverlässig und schnell von allen wichtigen Finanzstandorten der Welt.

Die Nutzung der Inhalte in Form eines RSS-Feeds ist ausschließlich für private und nicht kommerzielle Internetangebote zulässig. Eine dauerhafte Archivierung der dpa-AFX-Nachrichten auf diesen Seiten ist nicht zulässig. Alle Rechte bleiben vorbehalten. (dpa-AFX)

RSS-Feed dpa-AFX

Weitere Nachrichten des Autors

TitelLeser
2546
919
617
515
467
TitelLeser
2546
2419
2353
1772
1538
TitelLeser
8391
3843
3579
2777
2546
TitelLeser
24058
23017
22338
20027
16142

Top Nachrichten aus der Rubrik