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    Börsen in Europa-Schluss Schwacher Wochenstart

    Nachrichtenquelle: Aktiencheck News
     |  30.04.2012, 20:40  |  1593 Aufrufe  |   | 

    Paris (www.aktiencheck.de) - Die wichtigsten europäischen Indizes tendierten am Montag deutlich leichter. Die Stimmung der Investoren wurde dabei auch durch relativ schwache Quartalszahlen der Brauerei Anheuser-Busch gedrückt. Zudem belastete die Lage in Spanien die Anlegerstimmung. Der Dow Jones EURO STOXX 50 (ISIN EU0009658145/ WKN 965814) verlor 1,60 Prozent auf 2.306,43 Punkte. Der auch britische und schweizerische Titel umfassende Dow Jones STOXX 50 (ISIN EU0009658160/ WKN 965816) gab indes um 0,78 Prozent auf 2.404,55 Zähler ab. Die europäischen Länderbörsen notierten mehrheitlich im Minus.

    Die Verbraucherpreise sind im April 2012 mit abgebremstem Tempo angestiegen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat in ihrer Vorabschätzung zur Inflationsentwicklung in der Eurozone mit. So verringerte sich die jährliche Inflationsrate auf 2,6 Prozent, während sie im Vormonat noch bei 2,7 Prozent gestanden hatte. Im vierten Quartal 2011 erhöhte sich die Sparquote der privaten Haushalte gegenüber dem dritten Quartal 2011 sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27, während die Investitionsquote der Haushalte beinahe stabil blieb. Dagegen fiel die Investitionsquote der Unternehmen sowohl im Euroraum (ER17) als auch in der EU27. Die Investitionsquote der nichtfinanziellen Kapitalgesellschaften sank im vierten Quartal 2011 in der EU27 auf 20,2 Prozent, gegenüber 20,6 Prozent im dritten Quartal 2011. Im Euroraum ging die Investitionsquote von 21,0 auf 20,7 Prozent zurück.

    Spitzenreiter im britischen Leitindex FTSE 100 waren die Anteilsscheine von Aberdeen Asset Management mit einem Zugewinn von 3,5 Prozent, während am Indexende die Rohstofftitel Fresnillo und Randgold Ressources um 3,3 bzw. 3,4 Prozent nachgaben.

    Im französischen Leitindex CAC 40 waren an der Spitze Anteilsscheine von Bouygues zu finden, die als einziger Titel 0,6 Prozent zulegen konnten. Daneben waren auch Peugeot mit nur minimalen Abschlägen eher gefragt. Am unteren Ende brachen STMicroelectronics um 5 Prozent ein. Daneben mussten Renault 3,8 Prozent abgeben.

    Im schweizerischen Leitindex SMI zog die Aktie des Pharmakonzerns Actelion (ISIN CH0010532478/ WKN 936767) mit einem Zugewinn von 13,6 Prozent an der Spitze einsam ihre Bahnen. Am Morgen hatte der Konzern positive Studiendaten präsentiert. Demnach teilte der Pharmakonzern mit, dass aufgrund der ersten Datenanalyse die zulassungsrelevante, auf klinische Ereignisse ausgerichtete Langzeitstudie SERAPHIN mit dem neuartigen dualen Endothelin-Rezeptor-Antagonisten Macitentan, bei der 742 Patienten mit pulmonaler arterieller Hypertonie (PAH) bis zu dreieinhalb Jahre lang behandelt worden waren, ihren primären Endpunkt erreicht hat. Mit Macitentan konnte bei beiden verwendeten Dosierungen (3mg und 10mg) im Verlauf der Behandlungsdauer das Risiko eines Morbiditäts- oder Mortalitätsereignisses gegenüber Plazebo gesenkt werden. Am unteren Ende gaben ABB um 3,8 Prozent nach.

    In Österreich standen die Anteilsscheine der Erste Group Bank (ISIN AT0000652011/ WKN 909943) im Fokus, nachdem der Finanzkonzern für das Auftaktquartal einen Gewinnanstieg ausweisen konnte. Der Titel legte um 1,6 Prozent zu. Daneben fuhren Pankl Racing Systems (ISIN AT0000800800/ WKN 914732) mit einem Abschlag von 1,1 Prozent hinterher. Der Systemlieferant der Rennautomobil-, Luxusautomobil- und Luftfahrtindustrie konnte im ersten Quartal mit einem Gewinnanstieg aufwarten.

    In Belgien notierten Anteilsscheine von Anheuser-Busch InBev (ISIN BE0003793107/ WKN 590932) mit einem Abschlag von 1,2 Prozent schwächer, obwohl der weltgrößte Bierkonzern für das erste Quartal einen deutlichen Gewinnanstieg ausweisen konnte. Auch der Umsatz konnte erhöht werden. Unter anderem konnte Anheuser-Busch InBev im Auftaktquartal von höheren Bierabsätzen, geringeren Zinsaufwendungen und einer geringeren Steuerquote profitieren. Dabei hat man sowohl in Brasilien als auch in China trotz schlechter Witterungsbedingungen beim Bierabsatz zulegen können. Für das zweite Quartal erwartet man in den USA eine Abschwächung beim Bierabsatz, während man in Brasilien angesichts der zuletzt weiter gestiegenen Heimatwährung eine weiterhin positive Absatz- und Umsatzentwicklung erwartet.

    Die spanische Wirtschaft ist im ersten Quartal 2012 erneut geschrumpft. Dies gab die nationale Statistikbehörde am Montag bekannt. So sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal um 0,3 Prozent, nachdem es im vierten Quartal 2012 auch schon um 0,3 Prozent gefallen war. Mit zwei Rückgängen in Folge befindet sich Spanien nun in einer Rezession. Bereits in der vergangenen Woche stand das hoch verschuldete Euro-Mitgliedsland im Fokus, nachdem die Ratingagentur S&P die Bonitätsnote Spaniens um zwei Stufen abgesenkt hatte.

    Dow Jones EURO STOXX 50: 2.306,43 (-1,60 Prozent) Dow Jones STOXX 50: 2.404,55 (-0,78 Prozent) FTSE 100 (London): 5.737,78 (-0,68 Prozent) CAC40 (Paris): 3.212,80 (-1,64 Prozent) MIB (Mailand): 14.592,34 (-1,26 Prozent) IBEX 35 (Madrid): 7.011,00 (-1,89 Prozent) SMI (Zürich): 6.096,34 (-0,33 Prozent) ATX (Wien): 2.118,94 (+0,11 Prozent) (30.04.2012/ac/n/m)

    Themen: Sparquote


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