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Offene Immobilienfonds Den schwarzen Peter zuschieben

Gastautor: Markus Gotzi
05.05.2012, 10:19  |  5145   |   |   

 

Das hört sich doch mal gut an: Anteilsinhaber entscheiden selbst über die Zukunft des SEB ImmoInvest. So kündigt SEB seine Vorgehensweise an. Am 7. Mai öffnet der offene Immobilienfonds - für einen Tag. Bis dahin werden alle Verkaufsorders gesammelt und dann komplett ausgeführt. Oder gar nicht. Das ist davon abhängig, ob die Bruttoliquidität ausreicht. SEB hat seit der Schließung vor knapp zwei Jahren 17 Immobilien verkauft und rund eine Milliarde Euro damit eingenommen. Übersteigen die Rückgabewünsche 30 Prozent der Bruttoliquidität, macht der Fonds wieder zu, ohne auch nur einen einzigen Anteil zurückzunehmen.
 
Oder will SEB die Verantwortung wegschieben wie den schwarzen Peter? Nach einer angekündigten Abwertung um fünf Prozent dürfte der Anteilswert am 7. Mai immer noch bei mehr als 50 Euro liegen. An der Börse wurden die Anteile zu rund 35 Euro gehandelt. Daher ist abzusehen, dass die Liquidität nicht ausreichen wird, alle Rückgabewünsche zu erfüllen. Auch wenn SEB-Chefin Barbara Knoflach appelliert: „Eindringlich bitten wir unsere Anleger, die Alternativen abzuwägen und sich durch einen Verbleib im Fonds zu seiner Zukunft zu bekennen.“
 
Wer raus ist aus dem Fonds, dem dürfte dessen Zukunft egal sein. Zumal SEB ImmoInvest anschließend unter das Anlegerschutz– und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) fällt. Die Konsequenzen: Anleger dürfen im Kalenderhalbjahr nur Anteile im Wert von 30.000 Euro verkaufen. Bestandskunden müssen eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten einhalten, für Neuanleger gilt zusätzlich eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten.
 
Zahlreiche Anwälte haben bereits elektronische Post verschickt und raten Anteilsinhabern darin, die Rückabwicklung zu prüfen. Meine Meinung dazu: In berechtigten Fällen nie ohne Rechtsbeistand. Ich habe aber auch den Eindruck, dass Investoren die Schuld für falsche Investitionsentscheidung zunehmend bei anderen suchen. Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen ist derzeit offenbar grundsätzlich ein heißes Thema.
 
 
 
 
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Wertpapier: SEB ImmoInvest P


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Offene Immobilienfonds Den schwarzen Peter zuschieben

 

Das hört sich doch mal gut an: Anteilsinhaber entscheiden selbst über die Zukunft des SEB ImmoInvest. So kündigt SEB seine Vorgehensweise an. Am 7. Mai öffnet der offene Immobilienfonds - für einen Tag. Bis dahin werden alle Verkaufsorders gesammelt und dann komplett ausgeführt. Oder gar nicht. Das ist davon abhängig, ob die Bruttoliquidität ausreicht. SEB hat seit der Schließung vor knapp zwei Jahren 17 Immobilien verkauft und rund eine Milliarde Euro damit eingenommen. Übersteigen die Rückgabewünsche 30 Prozent der Bruttoliquidität, macht der Fonds wieder zu, ohne auch nur einen einzigen Anteil zurückzunehmen.
 
Oder will SEB die Verantwortung wegschieben wie den schwarzen Peter? Nach einer angekündigten Abwertung um fünf Prozent dürfte der Anteilswert am 7. Mai immer noch bei mehr als 50 Euro liegen. An der Börse wurden die Anteile zu rund 35 Euro gehandelt. Daher ist abzusehen, dass die Liquidität nicht ausreichen wird, alle Rückgabewünsche zu erfüllen. Auch wenn SEB-Chefin Barbara Knoflach appelliert: „Eindringlich bitten wir unsere Anleger, die Alternativen abzuwägen und sich durch einen Verbleib im Fonds zu seiner Zukunft zu bekennen.“
 
Wer raus ist aus dem Fonds, dem dürfte dessen Zukunft egal sein. Zumal SEB ImmoInvest anschließend unter das Anlegerschutz– und Funktionsverbesserungsgesetz (AnsFuG) fällt. Die Konsequenzen: Anleger dürfen im Kalenderhalbjahr nur Anteile im Wert von 30.000 Euro verkaufen. Bestandskunden müssen eine Kündigungsfrist von zwölf Monaten einhalten, für Neuanleger gilt zusätzlich eine Mindesthaltefrist von 24 Monaten.
 
Zahlreiche Anwälte haben bereits elektronische Post verschickt und raten Anteilsinhabern darin, die Rückabwicklung zu prüfen. Meine Meinung dazu: In berechtigten Fällen nie ohne Rechtsbeistand. Ich habe aber auch den Eindruck, dass Investoren die Schuld für falsche Investitionsentscheidung zunehmend bei anderen suchen. Verantwortung für eigenes Handeln zu übernehmen ist derzeit offenbar grundsätzlich ein heißes Thema.
 
 
 
 
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