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Gold verlässt seinen Aufwärtstrend!

Gastautor: Jochen Steffens
 |  10.05.2012, 09:45  |  1763 Aufrufe  |   | 

Als Reaktion auf die jüngsten politischen Entwicklungen zeigen sich die Aktienmärkte weiter schwach. Aber auch bei den Rohstoffen tut sich etwas. So ist Gold nun aus seinem langen Aufwärtstrend nach unten ausgebrochen. Das ist ein wichtiges und bearishes Signal: Hier der bekannte Target-Trend-Methoden-Chart zur Entwicklung des Goldpreises:

 

Damit scheint sich zunächst die von mir seit längerem favorisierte Seitwärtsbewegung (grünes Rechteck) nun endgültig durchzusetzen. Allerdings sollte der Goldpreis an der unteren Begrenzung dieses Rechtecks bei 1535 Dollar einen Boden finden. Andernfalls wird es kritisch.

Emotionen als Indikator

Das Folgende  schreibe ich nicht, um darzustellen, dass ich Recht hatte – darum geht es mir nicht – zumal es auch nicht mal so ganz stimmt. Es soll Ihnen lediglich als lehrendes und warnendes Beispiel dienen:

Am 11. August 2011 (siehe senkrechte Linie oben im Chart) erkannte ich, dass der Goldpreis in eine Übertreibungsphase übergegangen war und warnte Sie. Damals titelte ich „Der Goldcrash wird kommen“. Dieser ist bis jetzt noch ausgeblieben (sehen Sie, so ganz richtig habe ich also bisher noch nicht gelegen – aber das kann noch kommen) – aber kurze Zeit später bildete sich tatsächlich das bisherige Hoch im Gold und bestätigte somit die vermutete Übertreibung. Die Warnung kam also gerade rechtzeitig. Das ist nun fast ein Jahr her. Doch darum geht es, wie gesagt, nicht. Interessanter sind die Reaktionen auf diesen Steffens Daily vom 11. August 2011. Dazu zitiere ich aus dem Steffens Daily, den ich einen Tag später, am 12.08.2011, verfasste:

„Ein kleiner Kommentar zu meinem Artikel „Der Goldcrash wird kommen“: Ich weiß es ja, man darf zurzeit nichts Negatives über Gold schreiben. Das führt zu vielen bösen Mails. Mir wurde gerade alles Mögliche vorgeworfen: Diese Kolumne hätte „Bild-Charakter“; ich sei nur neidisch, weil ich nicht dabei sei; ich solle mich nicht jetzt auch noch in die Masse von Schundkommentatoren einreihen; ich hätte mir diesen Text sparen können, wenn ich schon so vage bleibe, was den Zeitpunkt anbetrifft, ich sei unseriös etc., etc..

Meine lieben Kritiker, auch solche Mails sind ein deutlicher Beleg dafür, dass wir uns in einer Übertreibungsphase befinden und dass zu viele Anleger ein zu hohes Vertrauen in Gold haben."

Emotionen wiesen auf Hoch hin

Und das ist der Grund, um den es mir bei diesem Rückblick geht: Damals schlugen die Emotionen hoch. Ich erhielt viele böse Mails, weil ich es gewagt hatte, die Hoffnungen der Goldbullen in Frage zu stellen. Und genau diese hochkochenden Emotionen waren der eigentliche Grund, besorgt zu sein. Wenn Sie mich schon länger lesen, wissen Sie, dass ich schon häufiger auf den sogenannten Hassmailindikator hingewiesen habe: Immer, wenn ich aufgrund einer Prognose viel negative und sogar wütende Post erhalte, ist dies ein gewichtiger Hinweis für die Richtigkeit dieser Prognose!

Zu den eigenen Emotionen konträres Verhalten führt zum Erfolg

Aber was bedeutet das für Sie als Anleger, die nicht solche Mails erhalten? Ganz einfach, wenn Sie sich zu sicher werden, wenn Sie anfangen, anderen Meinungen wütend entgegen zu treten  - wenn Sie nicht mehr auf die Kritiker hören wollen, dann sollten Sie anfangen, die Positionen, die solche Emotionen hervorrufen, zu hinterfragen!

Tatsächlich ist das einer der wichtigsten Punkte, die ein Trader lernen muss: Wird man zu euphorisch und rechnet seine Gewinne hoch, sollte man vorsichtig werden und eventuell aussteigen. Doch dazu gehört die Fähigkeit, sich selbst distanziert und kritisch zu betrachten beziehungsweise zu hinterfragen. Und genau dies ist einer der Charaktereigenschaften über die ein Trader unbedingt verfügen muss. Da diese Eigenschaft vielen Menschen fehlt…

Der Indikator schlechthin

Aber wäre es nicht ein vortrefflicher Indikator, wenn man diese Emotionalität messen könnte? Dazu habe ich etwas für Sie – etwas, das auch noch absolut kostenlos für Sie ist. Das wird, da es heute zu weit führen würde, allerdings erst morgen im Steffens Daily ausführlich vorgestellt – ich kann nur jetzt schon sagen: Sie sollten diesen Indikator nicht verpassen!

Zum DAX

Und damit kurz noch zum DAX: Der DAX kämpft eigentlich noch immer mit der hier vorgestern beschriebenen Nackenlinie dieser Schulter-Kopf-Schulter-Formation, die keine ist. Es bleibt aber dabei: Iim Moment spielt die Politik noch die Musik, nach der sich die Börse bewegt. Kurz, im Moment ist Börse nicht spannend – im Moment kann man nur schauen, was passiert.

Viele Grüße

Jochen Steffens

(Quelle: www.stockstreet.de)



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