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ROUNDUP/Deutsche Bank Gespräche über Vermögensverwaltung weitgehend gescheitert

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
 |  11.05.2012, 12:00  |  246 Aufrufe  |   | 

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Zukunft von weiten Teilen der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank ist wieder offen. Das Institut erklärte am Freitag, dass die exklusiven Verhandlungen mit dem US-Finanzunternehmen Guggenheim Partners zu einem großen Teil gescheitert seien. Interesse haben die Amerikaner nur noch an einem kleinen Bereich - dem globalen Vermögensverwaltungsgeschäft für sogenannte alternative Anlagen, das bei der Deutschen Bank unter dem Namen RREEF firmiert und auf Immobilienanlagen spezialisiert ist.

Dagegen beendeten beide Seiten die Gespräche über das Publikumsfondsgeschäfts in Amerika (DWS Americas), das globale Vermögensverwaltungsgeschäft für institutionelle Kunden (DB Advisors) und für Versicherungsgesellschaften (Deutsche Insurance Asset Management). An der Börse ging es nach der Mitteilung für die Aktien der Deutschen Bank weiter nach unten. Bis zum Mittag verloren die Papiere auch wegen schlechter Nachrichten aus der Branche gut zwei Prozent.

Der deutsche Branchenprimus betonte, die Bereiche der Vermögensverwaltung weiter zu überprüfen. Bevor der Konzern Ende Februar in exklusive Verhandlungen mit Guggenheim eintrat, gab es dem Vernehmen nach zahlreiche weitere ernsthafte Interessenten. Genannt wurden etwa die australische Investmentbank Macquarie sowie die US-Finanzkonzerne Ameriprise Financial , JPMorgan und State Street . Zuletzt wurde über einen Verkaufspreis für das Gesamtpaket von rund 1,5 Milliarden Euro spekuliert.

Die Deutsche Bank hatte im November angekündigt, dass sie große Teile des sogenannten Asset Managements auf den Prüfstand stellt. Nicht auf dieser Liste stand das Geschäft der Fondstochter DWS in Deutschland, Europa und Asien, das die Deutsche Bank weiter zu ihrem Kerngeschäft zählt.

Warum die Gespräche mit Guggenheim keinen Erfolg hatten, ließ ein Deutsche Bank-Sprecher offen. Finanzvorstand Stefan Krause hatte Ende April vor Analysten bereits von einer komplexen Transaktion gesprochen, sich aber noch zuversichtlich gezeigt. Spekulationen zufolge könnten neben dem Preis auch die Größe und Struktur der Einheiten nicht zu Guggenheim gepasst haben. Das US-Unternehmen verwaltet derzeit ein Vermögen von rund 125 Milliarden Dollar. Die Übernahme der Deutsche-Bank-Aktivitäten wäre ein großer Sprung - diese verwalten rund 400 Milliarden Euro.

Die Deutsche Bank versicherte, dass sie bei den zur Disposition stehenden Bereichen 'weiterhin für die Stabilität ihrer Anlageteams und -prozesse' sorge. Dennoch bedeuten die gescheiterten Gespräche einen Rückschlag. Die künftige Doppelspitze des Instituts mit Jürgen Fitschen und Anshu Jain plant in der Vermögensverwaltung einen Umbruch. Künftig soll die in die beiden Bereichen Asset Management und reiche Privatkunden aufgegliederte Sparte aus einer Hand geführt werden. In den Überlegungen dürften die zum Verkauf stehenden Einheiten bereits keine Rolle mehr gespielt haben. Die beiden bislang für die Vermögensverwaltung zuständigen Manager Kevin Parker und Pierre de Weck werden die Bank Ende des Monats verlassen. Künftig soll der Italiener Michele Faissola den Bereich leiten. Die Vermögensverwaltung erwirtschaftete zuletzt eher schwache Ergebnisse./enl/jha/kja

Wertpapier: Deutsche Bank


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