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    Börse Stuttgart-News bonds weekly

    Gastautor: Börse Stuttgart
     |  18.01.2013, 15:07  |  2968 Aufrufe  |   | 

    STUTTGART (BOERSE-STUTTGART AG) - bonds weekly kw 03-2013

    marktbericht

    FITCH DROHT USA MIT HERABSTUFUNG

    Eine Einigung im Haushaltsstreit muss her! Schnell! Die Botschaft der Ratingagentur Fitch ist unmissverständlich: Sollten sich die beiden Konfliktparteien nicht zeitnah einigen, könne man nicht länger am Spitzenrating für die USA festhalten. In einer Erklärung von dieser Woche, warnen die Bonitätswächter eindringlich davor, eine Lösung im Haushaltsstreit weiter zu verschleppen. „Es ist beunruhigend, dass wir aufgrund dieser hausgemachten Krisen alle sechs Monate auf einen neuen Stichtag zutaumeln“, zitiert die Süddeutsche Zeitung einen Fitch-Angestellten. Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat den USA bereits im vergangenen Jahr die Bestnote entzogen.

    In das gleiche Horn wie Fitch bläst die Weltbank und bezeichnet den schwelenden Haushaltsstreit in den USA als die derzeit größte Gefahr für die Weltkonjunktur. Die Weltbanker warnen die USA, den Konflikt weitere eskalieren zu lassen. Eine Dynamisierung des Konflikts würde die größte Volkswirtschaft der Welt fast zwangsläufig in die Rezession führen. Die sich hieraus ergebenden Sekundäreffekte könnten gar der globalen Konjunktur einen herben Dämpfer verpassen, so die Ökonomen der Weltbank. Bereits ohne Verschärfung der US-Haushaltskrise revidiert die Weltbank ihre weltweite Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 2,4 Prozent (zuvor Plus 3,0). Vergleichsweise positiv bewerten die Experten die Lage in der Eurozone. Die Politik der europäischen Zentralbank(en), habe zu einer spürbaren Entspannung an den Finanzmärkten beigetragen, wenngleich die damit einhergehenden wirtschaftlichen und fiskalpolitischen Risiken noch immer evident seien: „Man kann die Märkte für zwei Jahre ruhig stellen, aber wenn das nicht mit Wachstum gedeckt ist, bekommt man eine weiter Runde der Finanzkrise“, so der Chef-Volkswirt der Weltbank Kaushik Basu.

    Spanien: Refinanzierungskosten sinken erneut

    Beim Blick auf den Rentenmarkt muss man den Analysen der Weltbanker eigentlich Recht geben: Die weiter sinkenden Refinanzierungskosten für einige Staaten der Europeripherie, sprechen tatsächlich für eine weitere Entspannung in Sachen Schuldenkrise. So konnte Spanien in dieser Woche Geldmarktpapiere im Gegenwert von 5,75 Milliarden Euro platzieren und damit erneut gut 250 Millionen Euro mehr, als im Vorfeld geplant. Mit 1,47 Prozent für Zwölfmonatspapiere und 1,69 Prozent für die Schuldverschreibungen mit 18 Monaten Laufzeit, lagen die Zinsen jeweils gut einen Prozentpunkt tiefer, als noch im vergangenen Dezember. Bereits in der Vorwoche konnte die Schuldenagentur in Madrid erfolgreich zwei bereits bestehende Anleihen aufstocken. Somit beläuft sich das in diesem Jahr begebene Volumen ausgegebener Schuldtitel auf über elf Milliarden Euro. Das entspricht über einer Milliarde Euro mehr als im Vorfeld geplant.

    Neu ist seit diesem Jahr, dass Staatsanleihen aus dem Euroraum über verpflichtende „Collective Action Clauses“ (CAC) verfügen. Die entsprechenden Klausen beinhalten verbindliche Regeln für eine eventuelle Abwicklung im Falle eines staatlichen Zahlungsausfalls. Alle staatlichen Schuldverschreibungen aus dem Euro-Raum mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr, müssen künftig verpflichtend derartige Klauseln beinhalten.

    Bundesanleihen: Refinanzierung wird teurer

    Diametral zu der sich abzeichnenden Entspannung in Südeuropa, steigen derzeit die Renditen für deutsche Bun-desanleihen. Investoren verlangten in dieser Woche bei einer Auktion von zehnjährigen deutschen Schuldver-schreibungen einen Zins von durchschnittlich 1,56 Prozent und somit 0,16 Prozentpunkte mehr als noch im ver-gangenen November. Insgesamt will der deutsche Staat im laufenden Jahr Anleihen im Wert von 250 Milliarden Euro emittieren.

    anlegertrends

    UNTERNEHMENSANLEIHEN: FRESENIUS FINANCE GEFRAGT

    Zu den absoluten Umsatzspitzenreitern auf Unternehmensseite gehörte in dieser Woche eine Anleihe der Fresenius Finance. Die frisch emittierte Anleihe mit Fälligkeit im Januar 2020 verspricht einen festen Kupon von 2,875 Prozent und kann zu 1.000 Euro nominal erworben werden (WKN: A1HEWZ).

    Kurz vor dem Wochenende geriet auch mal wieder eine Anleihe von Praktiker in den Fokus der Anleger. Die Schuldverschreibung der Baumarkt-Kette hat schwere Zeiten hinter sich und notierte im vergangenen Jahr zwi-schenzeitlich bei gerade noch 33,60 Prozentpunkten. Mittlerweile hat sich der Kurs der Anleihe wieder etwas erholt und liegt bei knapp 70 Prozentpunkten. Der feste Kupon des Papiers liegt bei 5,875 Prozent (WKN: A1H3JZ).

    bondm-news

    Ekosem-Agrar GmbH

    Die Ekosem-Agrar GmbH, die deutsche Holdingge-sellschaft der Ekoniva Gruppe, konnte ihre Milchleistung im vergangenen Jahr erhöhen. Im Geschäftsjahr 2012 stieg die Milchproduktion um 61% auf insgesamt 84,1 Mio. Liter Milch (2011: 52,3 Mio. Liter). Derzeit ist die Ekosem-Agrar GmbH der zweitgrößte Milchproduzent in Russland. Die tägliche Milchleistung lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei durchschnittlich 230 Tonnen. Effizienzsteigerungen in den Betrieben sowie die Ausweitung der Michkuhherde seien laut Unternehmensangaben ursächlich für die gestiegene Michleistung. Die Ekosem-Agrar GmbH blickt nach eigenen Angaben positiv ins Jahr 2013.

    Air Berlin PLC

    Zu Beginn dieser Woche vermeldete die Fluglinie den Start ihres Turnaround-Programms „Turbine“. Das auf zwei Jahre ausgelegte Programm soll nach Angaben des Unternehmens Netzwerk, Flotte und Flugplan optimieren, Produktangebot, Vertrieb und Kundenorientierung verbessern sowie Verwaltung und Arbeitsprozesse verschlanken. Im Rahmen von „Turbine“ sollen laut Unternehmensaussagen rund 400 Mio. Euro eingespart werden. Dazu wird die Fluglinie 900 Arbeitsplätze abbauen und die Flotte auf 142 Flugzeuge reduzieren.

    German Pellets GmbH

    Die German Pellets Holding Italia, die italienische Holdinggesellschaft der German Pellets-Gruppe, übernimmt die Mehrheit an der italienischen Ely S.p.A-Gruppe. German Pellets will zusammen mit dem Energieunternehmen Ely den Bau von Klein-kraftwerken auf Holzbasis in Italien vorantreiben. Nach eigenen Angaben rechnet die deutsche German Pellets Gruppe künftig mit einem deutlich steigenden Pelletbedarf. Die German Pellets Italia ist mit 51 Prozent an der Ely S.p.A- Gruppe beteiligt.

    börse stuttgart tv

    USA: FED LEGT MONATSBERICHT VOR

    Die wirtschaftliche Lage in den USA hat sich offenbar etwas aufgehellt. Zu diesem Schluss kommt zumindest das Beige Book der Fed. Dennoch be-merken die Analysten der Notenbank, dass die USA noch lange nicht über den Berg sind. Weshalb den Notenbankern vor allem die Situation am Ar-beitsmarkt Sorgen bereitet und wie der Bericht zu bewerten ist, weiß Michael Stegmüller von performance IMC. Der Finanzprofi zu Gast im Börse Stuttgart Anleihenforum.

    FAST 90 MILLIARDEN US-DOLLAR: FED ERZIELT REKORD-GEWINN

    Trotz zahlreicher fiskalpolitischer Interventionen, konnte Fed-Chef Bernanke am Ende einen Gewinn von fast 90 Milliarden US-Dollar an das US-Finanzministerium überweisen. So viel wie noch nie. Aber wie ist ein solcher Rekordgewinn im aktuellen Umfeld überhaupt möglich? Dietmar Zantke von Zantke Asset Management bei Börse Stuttgart TV.

    neueinführungen an der börse stuttgart stand 18.01.2013, 12 Uhr

    DEUTSCHE TELEKOM BRINGT ZWEI NEUE ANLEIHEN

    Die Deutsche Telekom hat in der abgelaufenen Handelswoche gleich zwei neue Anleihen emittiert. Das Papier mit Laufzeit bis 2021 verfügt über einen festen Kupon von 2,125 Prozent (WKN: A1UDV3). Einen etwas höheren festen Kupon von 3,25 Prozent verspricht hingegen die „Schwester-Anleihe“ mit Laufzeit bis 2028 (WKN: A1UDV4). Beide Papiere können jeweils zu einer Mindeststückelung von 1.000 Euro nominal erworben werden.

    aktuelle neuemissionen an der börse stuttgart stand 18.01.2013, 12 Uhr

    Derzeit sind keine Neuemissionen angekündigt.

    Quelle: Boerse Stuttgart AG

    (Für den Inhalt der Kolumne ist allein boerse-stuttgart AG verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)



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