ROUNDUP/Aktien Frankfurt Schluss Dax legt Rückwärtsgang ein
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Schwergewichte am deutschen Aktienmarkt haben am Dienstag den Rückwärtsgang eingelegt. Belastet von mehreren Gerüchten war der deutsche Leitindex Dax
'Der Handel verlief heute recht schwankungsreich', sagte Händler Thorsten Engelmann von der Equinet Bank. 'Teils wirre Gerüchte wie die über eine Gewinnwarnung bei der Deutschen Bank und einen angeblichen Rücktritt von Bundesbank-Präsident Jens Weidmann hatten am Morgen eine starke Abwärtsbewegung ausgelöst. Dank guter ZEW-Daten kam es später dann aber wieder zu einer Erholung.' Die ZEW-Daten erreichten den höchsten Stand seit Mai 2010 und zeigen, dass deutsche Finanzexperten erneut zunehmend zuversichtlich über die Wirtschaftsentwicklung geworden sind.
Unter den Einzelwerten zogen vor allem die Titel der Deutschen Bank die Aufmerksamkeit auf sich. Nachdem sie zeitweise um knapp vier Prozent abgesackt waren, schlossen sie mit einem Abschlag von 1,92 Prozent. Der 'Börsen-Zeitung' zufolge prüfen die deutschen Bankenaufseher die Auswirkungen des von einer EU-Expertengruppe vorgeschlagenen Trennbankmodells. Im Falle einer solchen Teilung würde das Geschäftsmodell der Deutschen Bank einem Börsianer zufolge in Frage gestellt. Die Ergebnisse im Bereich Investmentbanking würden unter Druck geraten und damit wären die Jahresziele des deutschen Branchenprimus gefährdet.
Schlusslicht im deutschen Leitindex waren die Titel von RWE
Zu den Favoriten im Dax zählten dagegen die Siemens
Im MDax kletterten die Aktien von Stada
Die Aktien von Wincor Nixdorf
Der EuroStoxx 50
Am deutschen Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,28 Prozent am Montag auf 1,30 Prozent. Der Rentenindex Rex büßte 0,05 Prozent auf 133,61 Punkte ein. Der Bund-Future legte um 0,18 Prozent auf 143,18 Punkte zu. Der Kurs des Euro fiel leicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,3317 (Montag: 1,3323) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,7509 (0,7506) Euro./ck/jha/
--- Von Claudia Kahlmeier, dpa-AFX ---

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