DAX+0,50 % EUR/USD-0,54 % Gold-1,01 % Öl (Brent)+0,61 %

Rohstoffe - Gold Nur Bares ist Wahres?

Gastautor: Ingrid Heinritzi
13.05.2015, 07:54  |  4931   |   |   

Die Einschränkung des Bargeldverkehrs ist ein Thema!

Dänemark macht den nächsten Vorstoß gegen das Bargeld. Andere Länder dürften folgen. Dahinter steht ein Kontrollwahn der Staaten, nicht nur die Vereinfachung für Geschäfte. Gold sollten Anleger als Ausweg dieses Trends erkennen.

 

Die Einschläge kommen näher. Ernteten wir vor gut Jahresfrist auf die Ideen von Kenneth Rogoff das Bargeld abzuschaffen noch Häme und Spott, so ist die Diskussion ums Bargeld bereits heute salonfähig. Ist eine Diskussion erst einmal entbrannt und ein Trend in eine Richtung absehbar, dann springen die Politiker gerne auf den Zug auf. Dann haben sie nicht viel zu verlieren und können womöglich sogar als innovativ angesehen werden. Dass das Ausloten des Marktes, sprich der Wähler in diesem Punkt ohnehin irgendwie auf Umwegen durch den Staat gewollt, ja meist eingeleitet, wurde, ist dann Nebensache.

 

Dänemarks Regierung hat nun den nächsten Vorstoß gegen das Bargeld vorgenommen. Tankstellen und Restaurant, sogar kleine Geschäfte sollen in Zukunft vom Annahmezwang für Bargeld ausgeschlossen werden. Hat dies in Dänemark Erfolg, könnte uns hier in Deutschland Ähnliches blühen. Nun gut, Hand auf Herz, das wäre nicht so schlimm. An der Tankstelle zahlen die meisten ohnehin mit Karte. Doch die Tendenz ist bedenklich. In Frankreich, in Griechenland, auch in Bundesstaaten der USA gibt es bereits Einschränkungen beim Bargeldverkehr.

 

Geht dies so weiter, wird nur mehr mit Karte gezahlt. Na und? Die Krux an der Geschichte ist, dass alles was mit Karte gezahlt wird auch irgendwo elektronisch vorhanden sein muss. Und was elektronisch vorhanden ist, kann kontrolliert werden, leicht kontrolliert werden. Wer sich bisher nichts hat zu Schulden kommen lassen, dürfte dann weiter ruhig schlafen, werden die Bargeld-Gegner sagen. Richtig. Doch was ist, wenn der Staat auf die Idee kommt, einen Obolus für das elektronisch gehaltene Geld zu verlangen – Vermögenssteuer im Kleinen - oder Großen, je nachdem. Immerhin wuchs das System ja auf den Ideen der Politiker heran und dann kann man sich das ja bezahlen lassen.

 

Das muss nicht plump durch Steuern geschehen. Negativzinsen sind eine elegante Art. Und dabei ist nicht einmal der Staat der Buhmann, sondern wieder einmal die Banken.

 

Was wäre ein Ausweg? Jetzt schon Bargeld horten wäre eine Lösung. Insbesondere wenn die Negativzinsen auf tatsächlich deflationären Umständen beruhen. Denn dann kann mit den stark beschränkten Ausgabemengen immerhin immer mehr für dasselbe Geld gekauft werden. Doch eben nur kleine Dinge des täglichen Gebrauchs. Zudem könnte es ja zu inflationären Phasen kommen und dann läge das Bare zuhause herum und nähme im Wert immer weiter ab – oh Schande! Bei Einzahlung auf das Konto würden Banken zudem horrende Gebühren verlangen, das ist doch klar.

 

Gold ist die Lösung. Denn Goldmünzen, deren Wert nahe am Goldpreis hängen, wie der Krügerrand oder Maple Leaf, gleichen in der Regel inflationäre Tendenzen aus und erhalten die Kaufkraft. Daher dürfte in dem oben beschriebenen Szenario auch immer jemand gefunden werden, der Goldmünzen zu einem fairen Pries abnimmt, sollte man sie verkaufen müssen.

 

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Partner, Autoren und Mitarbeiter Aktien der jeweils angesprochenen Unternehmen halten können und somit ein möglicher Interessenkonflikt besteht. Keine Gewähr auf die Übersetzung ins Deutsche. Es gilt einzig und allein die englische Version dieser Nachrichten.

Disclaimer: Die bereitgestellten Informationen stellen keinerlei Form der Empfehlung oder Beratung da. Auf die Risiken im Wertpapierhandel sei ausdrücklich hingewiesen. Für Schäden, die aufgrund der Benutzung dieses Blogs entstehen, kann keine Haftung übernommen werden. Ich gebe zu bedenken, dass Aktien und insbesondere Optionsscheininvestments grundsätzlich mit Risiko verbunden sind. Der Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Alle Angaben und Quellen werden sorgfältig recherchiert. Für die Richtigkeit sämtlicher Inhalte wird jedoch keine Garantie übernommen. Ich behalte mir trotz größter Sorgfalt einen Irrtum insbesondere in Bezug auf Zahlenangaben und Kurse ausdrücklich vor. Die enthaltenen Informationen stammen aus Quellen, die für zuverlässig erachtet werden, erheben jedoch keineswegs den Anspruch auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Aufgrund gerichtlicher Urteile sind die Inhalte verlinkter externer Seiten mit zu verantworten (so u.a. Landgericht Hamburg, im Urteil vom 12.05.1998 - 312 O 85/98), solange keine ausdrückliche Distanzierung von diesen erfolgt. Trotz sorgfältiger inhaltlicher Kontrolle übernehme ich keine Haftung für die Inhalte verlinkter externer Seiten. Für deren Inhalt sind ausschließlich die jeweiligen Betreiber verantwortlich.



Verpassen Sie keine Nachrichten von Ingrid Heinritzi

Ingrid Heinritzi beschäftigt sich sehr mehr als 15 Jahren mit den Rohstoffmärkten und Bergbauaktien. Die studierte Rechtsanwältin schreibt seit Jahren regelmäßig Beiträge über Rohstoffunternehmen und einzelne Rohstoffe. Bis 2011 war sie Chefredakteurin des "Rohstoffdepots" vom Gevestor-Verlag und schreibt aktuell unter anderem für www.rohstoffenews.de.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Europas größte ETP-Plattform

Erfahren Sie alles zum Thema Investieren in ETPs. Informieren Sie sich auf etfsecurities.com

Zum Leitfaden