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Politikwetten Reich werden mit Trump-Aktien? US-Wahlkampf wird zum Zocker-Paradies

02.02.2016, 14:22  |  3693   |   |   

Die Vorwahlen in Iowa gelten quasi als Orakel für den weiteren Verlauf des Wahlkampfs um die US-Präsidentschaft. Hier wird zuerst gewählt, hier zeigt sich, welcher Kandidat auch in den anderen Bundesstaaten die Nase vorn haben könnte. Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die politischen Wettbüros. Sie liefern nicht nur ein repräsentatives Bild der allgemeinen Stimmungslage, sondern nebenbei auch satte Gewinne. 

Nach der Wahl in Iowa stehen die Zeichen für Ted Cruz und Hillary Clinton um die endgültige Nominierung zum mächtigsten Mensch der Welt gut. So konnte sich Cruz mit 28 Prozent der Stimmen bei den Republikanern und Clinton mit 49,9 Prozent bei den Demokraten durchsetzen. Der allseits diskutierte und mit seinen rhetorischen Aussetzern berühmt gewordene Immobilien-Tycoon Donald Trump (Republikaner) landete mit 24 Prozent auf dem zweiten Platz (mehr dazu hier). Dabei hatte ihm die richtungsweisende politische Wettbörse PredictIt im Vorfeld bereits den Wahlsieg mit 20 Prozent Vorsprung zugesprochen.

Mit Glück und Verstand zur Traumrendite

Tatsächlich kann man nicht nur mit Sportwetten um das große Geld zocken. Auch die politischen Großereignisse dieser Welt sind ein willkommener Anlass, das eigene Vermögen zu mehren. Vorausgesetzt, man kennt sich aus in der Szene. Denn für den Erfolg entscheidet neben einem Fünkchen Glück auch fundiertes Insiderwissen und ein Gespür für politische Entwicklungen. Wer bei PredictIt von Beginn an auf Cruz gesetzt hat, der konnte seinen Einsatz mit dem Wahlausgang in Iowa mehr als verdoppeln.

Das Wettprinzip der Onlineplattform ist denkbar einfach: Jedes bevorstehende Ereignis (in diesem Fall die Vorwahlen in Iowa) stellt eine Aktie in zweifacher Ausprägung dar. Es gibt die JA- und die NEIN-Aktien. Dabei wird die Eintrittswahrscheinlichkeit von ein bis 99 Prozent in Dollarcent umgewandelt, entsprechend kann der jeweilige Aktienkurs zwischen einem und 99 Cent schwanken. Je nach Überzeugung der Anleger werden die Wertpapiere im Zeitverlauf hoch oder niedrig gehandelt. So lag der Wert der Aktie, welche Trump den Gewinn der Vorwahlen in Iowa voraussagte, in der letzten Woche bei 60 Cent, die Cruz-Aktie notierte mit 40 Cent deutlich darunter.

Wessen Aktienprophezeiung sich bewahrheitet, der erhält am Ende einen Dollar pro erworbener Aktie, wer auf falsche Voraussagen gewettet hat, der verliert seinen gesamten Einsatz. Die „Cruz-Anleger“ dürfen sich also dank des Wahlausgangs in Iowa freuen, haben sie doch rund 60 Cent Gewinn pro Aktie eingefahren.

Clinton bald erste weibliche US-Präsidentin?

Wie die „Welt“ berichtet, sei auf dem Portal, welches ursprünglich als Forschungsprojekt der Victoria University im neuseeländischen Wellington entwickelt wurde, bereits bei der Präsidentschaftswahl 2012 kräftig gehandelt worden. Demnach hätten die Nutzer rund 230 Millionen Dollar in das Spekulationsgeschäft über den Wahlausgang von Barack Obama und seinem Gegner Mitt Romney investiert. Mit der hohen Zahl an Teilnehmern würden sich überraschend exakte Schlussfolgerungen über die allgemeine Stimmungslage in der Bevölkerung und in der Folge über das jeweilige Wahlergebnis ziehen lassen.

Sollte sich also die Überzeugung um die starke Aussagekraft der Wettplattform bewahrheiten, so dürfte Hillary Clinton Ende dieses Jahres als erste weibliche Präsidentin ins weiße Haus einziehen. Aktuell führt sie den Wettindex mit einem Kurswert von 42 Cent an, gefolgt vom Republikaner Marco Rubio (22 Cent) und dem Demokraten Bernie Sanders (19 Cent). Nach der Wahlschlappe in Iowa liegt Donald Trump nur noch auf dem vierten Platz mit 16 Cent pro JA-Aktie. Noch Ende Januar war er Clinton als Zweitplatzierter dicht auf den Fersen. 



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