DAX+0,57 % EUR/USD-0,48 % Gold-1,10 % Öl (Brent)+0,58 %
Marktkommentar: WAVE Kapitalmarkt-Information April 2016
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Marktkommentar WAVE Kapitalmarkt-Information April 2016

Nachrichtenquelle: Asset Standard
29.04.2016, 10:12  |  745   |   |   

KONJUNKTUR / POLITISCHE ENTWICKLUNGEN:

Die konjunkturellen Datenveröffentlichungen der westlichen Industrienationen präsentierten sich im März überwiegend freundlich. Die USA vermeldeten die finalen Zahlen für 2015. Demnach wuchs die US-Wirtschaft um 2,4%. Im abgelaufenen Monat kam es zudem zu einer Belebung des Arbeitsmarktes sowie einer Verbesserung der Frühindikatoren, so näherte sich der Einkaufsmanagerindex der verarbeitenden Industrie wieder der Expansionsschwelle. Die Befürchtungen, die Schwäche der Vormonate könnte sich zu einer Rezession auswachsen, verflüchtigten sich dadurch wieder. Auch die Eurozone bleibt auf moderatem Wachstumskurs. Die Industrieproduktion stieg zum Jahresbeginn gegenüber dem Vorjahr um 2,8%.

Mut machten auch die Frühindikatoren. Die Einkaufsmanagerindizes sowohl für Industrie als auch für Dienstleistungen hielten sich robust oberhalb der Wachstumsschwelle, der viel beachtete ifo-Geschäftsklimaindex verbesserte sich nach Schwäche in den Vormonaten wieder. Einzig die chinesischen Datenveröffentlichungen trübten das Bild. Im Februar brachen die Exporte um gut ein Viertel, und damit so stark wie seit 2009 nicht mehr, ein. Darüber hinaus kam es auch bei den Einzelhandelsumsätzen und der Industrieproduktion zu Rückgängen. Die Kapitalmärkte hatten diese Entwicklung offenbar aber bereits eingepreist.

Von den Kapitalmärkten und der Presse weitgehend unbemerkt, kam es im abgelaufenen Monat zu einer Überprüfung der Reformfortschritte in Griechenland durch die Geldgeber. Wie bekannt wurde, stocken die geplanten Maß- nahmen aktuell. EZB, EU und IWF haben daher für Mitte April Verhandlungen anberaumt, um über weitere Auszahlungen aus dem 86 Milliarden Euro umfassenden Hilfsprogramm zu beraten. Marktbewegender waren hingegen die Entscheidungen auf geldpolitischer Bühne.

Die verbale Abkehr der US-Notenbank Fed vom geplanten Zinserhöhungspfad sorgte an den Märkten für Erleichterung. Damit nicht genug leerte die EZB ihr Füllhorn geldpolitischer Maßnahmen und verkündete - neben einem rekordniedrigen Leitzins von 0% und einem negativen Einlagensatz von minus 0,4% - zukünftig auch Unternehmensanleihen anzukaufen.

ENTWICKLUNG KAPITALMÄRKTE:

Die Mitte Februar begonnene Erholungsrallye setzte sich auch im Verlauf des Berichtsmonats März fort und sorgte für Gewinne an den globalen Aktienbörsen.

Der DAX verbuchte auf Monatssicht ein Plus von 5,0% und kämpfte sich bis zur Marke von 10.000 Punkten vor. Sein europäisches Pendant, der EuroStoxx50, wurde zwar von den schwachen Bankentiteln eingebremst, verbuchte jedoch immerhin noch Zugewinne i. H. v. 2%. Freundlicher präsentierten sich die US-amerikanischen Indizes. Der Dow Jones kletterte um 7%, der S&P500 gewann 6,6%. Damit konnten die nordamerikanischen Indizes die in den Vormonaten erlittenen Verluste komplett wieder aufholen. Auch die asiatischen Börsen schlossen im März fester. Der japanische Nikkei verzeichnete ein Plus von 4,6%, der chinesische Shanghai Composite gewann sogar 11,8%.

Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen stieg im abgelaufenen marginal um 3 Basispunkte auf 0,14%. Unter Berücksichtigung der aktuellen Inflationsrate von 0,2% ergibt sich somit eine negative Realverzinsung. Bis zu einer Laufzeit von 9 Jahren rentieren Bundesanleihen im negativen Bereich. Insgesamt hat das Niedrigzinsumfeld folglich weiter Bestand. Dazu trugen im März auch die Worte von Fed-Chefin Yellen bei, die die Abkehr der US-Notenbank vom ursprünglich geplanten Zinserhöhungspfad deutlich machten. Im Segment der Unternehmensanleihen waren sogar signifikant fallende Renditen zu verzeichnen, nachdem die EZB ankündigte, ab dem zweiten Quartal 2016 Unternehmenspapiere im Rahmen ihres Ankaufprogramms zu erwerben. Trotz noch offener Details zum konkreten Vorgehen der Notenbank, brachten sich Anleger offenbar bereits in Stellung.

Der Euro stieg ggü. dem US-Dollar auf 1,1399 USD/EUR (Vormonatsultimo 1,0873 USD/EUR). Der Ölpreis erholte sich im März kräftig. Öl der Sorte WTI verteuerte sich um 13,6% auf 38,34 USD/Barrel (Vormonatsultimo 33,75 USD/Barrel). Öl der Nordseesorte Brent verteuerte sich um 12,1% auf 40,33 USD/Barrel (Vormonatsultimo 35,97 USD/Barrel). Gold legte eine Verschnaufpause in der laufenden Rallye ein. Der Preis je Feinunze stieg im März um lediglich um 0,1% auf 1.234 USD je Feinunze (Vormonatsultimo 1.233 USD/Feinunze).

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