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Geldpolitik - Fiat Money "Wenn die Notenbanken ihr Ziel erreichen, fliegt der Anleihemarkt in die Luft"

20.05.2016, 10:01  |  18078   |   |   

Der US-Finanzprofi Peter Boockvar hat in den vergangenen Jahren die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) für das massive Gelddrucken und das Finanzieren der Haushaltslöcher durch die Notenpresse stark kritisiert. Nun warnt er einmal mehr davor, was passieren wird, wenn es den weltweiten Notenbankern tatsächlich gelingen sollte, die Inflation anzuheizen. Bullisch ist der Experte hingegen für Gold.

Der aktuelle „Zinszyklus“ in den USA dürfte nach nur einer Zinserhöhung, also jener vom Dezember 2015, zu Ende gehen: Am Markt für Fed Funds Futures, also Futures (Derivaten) auf die Fed Funds (US-Leitzinsen) sind sämtliche Zinserhöhungen für dieses Jahr ausgepreist worden. Frühestens im Frühjahr 2017 soll die nächste Zinserhöhung folgen. Aber angesichts der zunehmenden Abkühlung der US-Wirtschaft dürfte es dazu nicht kommen. „Die Notenbank war jedes Jahr optimistisch, aber jedes Mal hat sich ihr Optimismus als falsch herausgestellt, weil sie Modelle verwendet, die nicht funktionieren. Die Fed glaubt, indem man in einer ohnehin überschuldeten Volkswirtschaft die Zinsen noch weiter senkt, würde man das Wirtschaftswachstum ankurbeln. Die Fed hat ihre Lektion noch nicht gelernt. Wir können sicher sein, dass die Fed auch weiterhin die Vorteile ihrer Geldpolitik überoptimistisch einschätzen wird“, sagte Peter Boockvar. Der Finanzprofi ist Marktstratege der US-Researchfirma The Lindsey Group.

Strafzinsen belasten die Wirtschaft

Da die Fed entgegen ihren Behauptungen nicht in der Lage sei, die Zinsen anzuheben, sei ihre Glaubwürdigkeit schon längst dahin. „Die Zinsen sieben Jahre lang bei null zu halten ist eine lächerliche Art, Geldpolitik zu betreiben“, so Boockvar. Er lehnt Strafzinsen kategorisch ab. „Strafzinsen sind im Grunde eine Steuer auf Kapital, die jemand tragen muss. Ich glaube nicht, dass man den (volkswirtschaftlichen) Kuchen vergrößern kann, indem man Kapital besteuert.“

Bei steigender Inflation brechen die Anleihekurse ein

Der Finanzprofi hat eine Menge Sorgen. „Meine Sorgen betreffen die Antwort der Notenbanken auf das, was weltweit vor sich geht. Rezessionen folgen einem Wirtschaftsaufschwung, wie die Nacht dem Tag. Ein Bärenmarkt folgt einem Bullenmarkt, wie die Nacht dem Tag. Der Wunsch, jedwede Zyklik beim Wirtschaftswachstum zu unterdrücken, und der Wunsch nach einer Inflation von zwei Prozent, hat verheerende Schäden an den globalen Märkten und bei den weltweiten Volkswirtschaften verursacht“, betonte Boockvar. „Meine Sorge ist, dass die Notenbanken zu weit gehen, vor allem durch die Strafzinsen, und sie quasi ihr eigenes Bankensystem zerstören werden.

Wenn die Notenbanken tatsächlich erfolgreich dabei sein sollten, eine höhere Inflation zu erzeugen, werden sie ihre eigenen Anleihenmärkte zerstören.“ EZB-Chef Draghi sage ständig „Ich will so schnell wie möglich Inflation erzeugen. Was aber denkt Draghi, wird in diesem Fall mit der zehnjährigen Bundesanleihen passieren, deren Rendite bei lediglich 16 Basispunkten liegt? Was wird passieren, wenn er tatsächlich so schnell wie möglich Inflation erzeugt? Es gibt einen gigantischen weltweiten Anleihenmarkt. Wenn die Notenbanken das erreichen, was sie wollen, wird der Anleihenmarkt in die Luft fliegen. Das macht mir am meisten Sorgen.“ Bei steigender Inflation brechen normalerweise die Anleihekurse ein. Das würde für Investoren gigantische Verluste bedeuten.

Goldpreis wird auf neue Rekordhochs steigen

Während der weltweite Anleihenmarkt eine gigantische Blase ist, ist Boockvar für Gold weiterhin zuversichtlich. „Der wichtigste Grund, Gold zu besitzen, ist dass es keine Strafzinsen abwirft, im Gegensatz zu weltweit sieben Billionen an Staatsanleihen, die Strafzinsen abwerfen. Das ist das wichtigste Charakteristika für den Goldpreise und das wird auch so bleiben.“ Während China und Russland verstärkt Gold kaufen würden, würden in Europa und Japan die Verbraucher verstärkt bei dem Edelmetall zugreifen. „Die Menschen sind nicht blind gegenüber der Tatsache, dass die Notenbanker den Wert ihrer Fiat-Währungen entwerten.“

Der Finanzprofi geht davon aus, dass ein neuer Bullenmarkt bei Gold bevorsteht, im Zuge dessen, die alten Hochs aus dem Jahr 2011 übertroffen werden. „Der Bärenmarkt ist vorbei. Er ist ohnehin nur im Kontext eines langanhaltenden Bullenmarktes zu sehen, der Anfang der 2000er-Jahre begonnen hatte. Wenn ich richtig liege, werden die neuen Höchststände, die wir in den nächsten Jahren sehen werden, die vorherigen Hochs übertreffen. Das war rund 1.900 Dollar je Unze bei Gold und ich erwarte, dass die alten Hochs in den nächsten Jahren übertroffen werden.“

Wertpapier: Gold


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Kommentare

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Krabata
30.05.16 11:41:44
Stellt sich die Frage für was eigentlich der Zins überhaupt da ist? Eigentlich war er gedacht als Risikoprämie für Zahlungsausfälle bzw. damit sollten diese abgedeckt werden. Um mit den Zins die Inflation irgendwie zu beeinflussen muss auch immer eine Menge mitspielen. Gutes Beispiel jetzt der Ölpreis, erst runter und damit auch die Inflation und jetzt steigt der Ölpreis wieder und die Inflation geht auch hoch. Konnte das die Notenbank steuern - nein! Alle Großkonzerne haben mittlerweile genug eigenes Kapital bzw. sogar ihre eigenen internen Banken und da kann die Notenbank lange die Zinsen senken oder anheben und es passiert nichts. Hauptproblem ist, dass dieses billige Geld nicht bei den Leuten ankommt die es bräuchten, da aufgrund der niedrigen Zinsen die Banken nichts verdienen würden. Beispiel: Bank gibt Firma Kredit mit wirklich mal 0,5% Zinsen und Firma hat Erfolg bzw. kann Kredit zurückzahlen, Bank erhält Kreditbetrag zurück plus die Minizinsen. Firma hat keinen Erfolg und Geld ist weg, Bank müßte 200mal die Kreditsumme erfolgreich verleihen um mit den Zinsen nur den einen Ausfall zu kompensieren. Logisch das dies nicht passiert und als erstes die Bank höhere Zinsen verlangt oder absurd hohe Sicherheiten. Umgangen wird das ganze nur durch Venture Kapitalgeber, welche natürlich am möglichen Gewinn mitverdienen, aber auch das Risiko tragen. Aber die Notenbank kann da gar nichts machen.
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sir_krisowaritschko
30.05.16 10:49:43
man wird ja noch phantasieren dürfen. bestimmt die jüdische weltverschwörung oder die illuminaten... fragen über fragen.
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sir_krisowaritschko
30.05.16 10:45:59
Steht dieser Behauptung auch ein Faktum gegenüber?

Ich warne hier nochmals,vor allzu großem Optimismus,in Sachen Gold,es zeigte sich in der Vergangenheit,dass abgesehen,von wirklich harten Schuldnern,wie zb Griechenland,am Ende doch alle bestrebt sind,zu bezahlen,um ein exorbitantes Zinsumfeld zu meiden,was man beachten sollte,da dieser monetäre Bedarf im Ernstfall zu massiven Gold-verkäufen führen kann,seht Euch dazu bitte das Original-Szenario aus den frühen 80er Jahren an.

Meiner Kenntnis nach war Griechenland, bevor die Troika kam, nicht der Meinung man müsse seinen Verbindlichkeiten nicht nachkommen.
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LebenIstSchoen
28.05.16 19:31:27
Oh, oh, oh, das werden Argumente für das Verhalten der FED herangezogen, die NULL bezug zu den tatsächlichen Zielen der Fed haben.
Die FED will den globalen Zusammenbruch unter anderem durch die Niedrigzins-Politik soweit hinauszögern, bis alle relevanten Regierung ihre Gesetze durch haben, um den Menschen direkt diese Schulden aufs Auge zu drücken und mehr oder weniger jeden Immobilien-Eigentümer zu belasten, bzw. enteignen zu können.
Sobald das in trockenen Tüchern ist, kommt die Zinswende und sie fahren die Karre gewollt vor die Wand, um das das gleiche Spiel, ihr Betrugssystem Schuldgeldsystem wieder von vorne beginnen zu lassen.
Um das zu erreichen, sind ihnen Kriege, Umweltkatastrophen und die unerbittliche Ausbeutung der Menschheit grade recht, damit der tats. Schuldige das Geldsystem nicht an den Pranger kommt.
Lets wait and see.
Ich und viele andere sind vorbereitet. Das wird sehr lustig, nur nicht für die Unwissenden.
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capitolist
20.05.16 21:10:30
...also,ich habe mal das relativ konservative Gesellschaftsmodell von ClausSch begrünt,nur so als Orientierung,...das andere,mit den Schutzgeldern,war zu kompliziert !
Genauer gesagt,muss man auch am Anleihemarkt die Laufzeiten der Anleihen beachten,hier liegt nämlich der Genickbrecher verborgen,wenn die Anleihe zwar nur ein Jahr läuft und die Zinsen steigen,so ist die Schmerz-Phase und die zu erwartende Abwertung nicht so lang,..für das Opfer,das sie sich hat andrehen lassen.
Ganz anders stellt sich die Situation mit einem Langläufer dar,sagen wir über 10 Jahre Laufzeit,hier kommt es am Tage des Umschwungs zu desaströsen Abwertungen,man stelle sich vor,jemand besitzt eine Anleihe,die einen sehr niedrigen Zins ausweist und die Zinsen steigen schlagartig,jetzt,sitzt er für Jahre auf einer wahren Zitrone und kann wegen der Abschläge einfach nicht verkaufen !

Ich warne hier nochmals,vor allzu großem Optimismus,in Sachen Gold,es zeigte sich in der Vergangenheit,dass abgesehen,von wirklich harten Schuldnern,wie zb Griechenland,am Ende doch alle bestrebt sind,zu bezahlen,um ein exorbitantes Zinsumfeld zu meiden,was man beachten sollte,da dieser monetäre Bedarf im Ernstfall zu massiven Gold-verkäufen führen kann,seht Euch dazu bitte das Original-Szenario aus den frühen 80er Jahren an.
Ist es nicht auffällig,dass in letzter Zeit so viele Gold-Buden beworben werden,...auch auffällig,Staaten geben solche Assets immer wieder gerne frei,an Investoren,wenn sie schon wissen,dass da nix dolles liegt,brechen die Preise ein,dann landen die Assets wieder in den Portfolios der Staatsliegenschaften,wo sie ein ewiges Gammel-Dasein führen,...bis wir wieder soweit sind,einen Goldpreis anstieg zu prognostizieren !
...erst,wenn wir alles durch haben,...dann können sie immer noch auf Unnerfangges Modell,mit den Schutzgeldern zurückgreifen !

Disclaimer

Geldpolitik - Fiat Money "Wenn die Notenbanken ihr Ziel erreichen, fliegt der Anleihemarkt in die Luft"

Der US-Finanzprofi Peter Boockvar hat in den vergangenen Jahren die US-Notenbank für das massive Gelddrucken und das Finanzieren der Haushaltslöcher durch die Notenpresse stark kritisiert. Nun warnt er einmal mehr davor, was passieren wird.

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