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The Day After BREXIT oder BREMAIN - Die Antwort scheint nun doch: Die Briten sind DRAUSSEN

24.06.2016, 06:20  |  7273   |   |   

So, nun scheint das Ganze doch nochmal gedreht zu haben. Nachdem gestern erste Prognosen eine knappen Sieg für as BREMAIN-Lager vorhesagten, liegen nun die BREXIT-Befürworter knapp vorn.

Damit hieße es: Die Briten sind… DRAUSSEN. Das BREXIT-Lager hat nach Auszählung von mehr als 344 der 382 Wahlbezirke am Freitagmorgen mit 51,3 Prozent die Nase vorn. Es war eine knappe Entscheidung. Insgesamt 46,5 Millionen registrierte Wähler konnten gestern bis 23.00 Uhr MEZ ihre Kreuzchen bei der Frage machen: „Should the United Kingdom remain a member of the European Union or leave the European Union?“ Entweder oder, dazwischen gibt es nichts. Lange Zeit war es unklar. So oder so: Die emotional hoch aufgeladene Debatte verdeutlicht: Das Vereinigte Königreich befindet sich in einer der schwersten Krisen der letzten Jahrzehnte.

Die Fernsehsender BBC und Sky News sehen damit die Brexit-Kampagne um den früheren Londoner Bürgermeister Boris Johnson als Sieger. Die Geister, die ich rief: Premierminister David Cameron dürfte noch am Vormittag vor seinem Amtssitz Downing Street 10 eine Erklärung abgeben. Er hatte das Referendum im Jahr 2013 aus innenpolitischem Kalkül vorgeschlagen. Ziel war es, die EU-Kritiker in der eigenen Partei ruhigzustellen.

Das Pfund bricht weg

Die erste Reaktion an den Märkten: Das britische Pfund bricht über zehn Prozent ein. Der DAX taxiert gut drei Stunden vor Handelsbeginn mit minus 6,75 Prozent bei 9565 Punkten. Damit liegt der deutsche Leitindex nahezu 700 Punkte unter Vortagsschluss. Ein Börsianer sagte gegenüber der Nachrichtenagentur „dpa-AFX“ am Morgen: “Alle sind falsch positioniert" und ergänzt: "Keiner hat damit gerechnet, dass die Briten wirklich austreten. Jetzt gibt es immensen Absicherungsbedarf."

Ein Blick auf die Weltbörsen zeigen ebenfalls rote Vorzeichen: So rausche der der Nikkei-225-Index in Tokio um 7 Prozent in den Keller. Beim Future auf den S&P 500 ging es um 4,5 Prozent nach unten. 

Rechtsgrundlage für einen EU-Austritt: Was passiert nun?

Rechtsgrundlage für einen freiwilligen Austritt aus dem EU-Staatenverbund ist  Artikel 50 des EU-Vertrags. Anfänglich waren die EU-Verträge auf Erweiterung, nicht jedoch Verkleinerung der Europäischen Union ausgelegt - weder durch einen Austritt, noch einen Ausschluss eines Landes. Dies änderte sich 1992 mit dem Vertrag von Lissabon, der eine Austrittsklausel enthält. Zuerst muss ein EU-Mitgliedsland die anderen Staaten informieren, die EU verlassen zu wollen. Nun gilt es, die Einzelheiten des Austritts zu konkretisieren und zu verhandeln. An den anschließenden Beratungen und Abstimmungen der EU-Staats- und Regierungschefs darf der britische Premierminister, heißt er nun weiter David Cameron oder nicht - nicht teilnehmen. Für einen geordneten EU-Austritt eines Landes wird ein Zeitraum von zwei Jahren veranschlagt. Kommt kein Abkommen zustande, scheidet Großbritannien nach diesem Zeitraum ungeregelt aus der EU aus.

Hochrangige EU-Vertreter haben bereits angekündigt, die Briten dürfen nicht auf Milde bei den Verhandlungen hoffen. Ein Brexit müsse ein Einzelfall bleiben und keinen Dominoeffekt auslösen. "Deserteure werden nicht mit offenen Armen empfangen,“ sagte EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker im Vorfeld der Abstimmung der Nachrichtenagentur „dpa-AFX“. Ähnlich sieht es der Vorsitzende des Ausschusses im EU-Parlament, Elmar Brok: „Raus ist raus. Es täuscht sich, wer meint, hinterher einen neuen Deal aushandeln zu können, womöglich sogar mit noch mehr Ausnahmeregelungen als es jetzt schon gibt.“ So der CDU-Politiker gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“.

Gibt es wirklich keinen Weg zurück?

Von vielen Seiten hieß es: Drin ist drin und draußen ist draußen. Es gibt keinen Weg zurück. Aber so ganz mag das nicht stimmen. Nachdem die Austrittsmodalitäten verhandelt sind und sowohl das Parlament als auch die Staats- und Regierungschefs zugestimmt haben, ist Großbritannien kein Mitglied der EU mehr. Nun aber, könnte die Insel den Weg beschreiten, den jedes Land beschreiten muss, wenn es in die EU will. Großbritannien könne sich erneut für eine EU-Mitgliedschaft bewerben. Doch das könnte dauern… Das komplette Verfahren müsste erneut durchlaufen werden. Auch müssten die EU-Mitglieder unisono für die Wiederaufnahme Großbritanniens stimmen. Es ist anzunehmen, dass das ein zähes Ringen werden würde.

Wertpapier: DAX, EUR/USD, GBP/USD, E-Stoxx 50


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Kommentare

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AktiesuchtBauer
24.06.16 22:37:27
dann sage ich halt auch mal * tschüß, weiterhin links fahren und Pfundige Währung *** macht's gut ***
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_Mitglied_
24.06.16 14:56:03
Das klingt alles so schön, so schön nach Freiheit, ach die Briten sind zu beneiden.
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Gebirge
24.06.16 12:55:57
So denken unsere Politiker über ihr Volk:

Bundespräsident Gauck im Gespräch mit der ARD. Ab Minute 11:03 sagt er "Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem."

Ach so, die Bevölkerungen sind das Problem...ohne Worte.
Und der A.... ist Politiker

Lasst uns doch bitte auch abstimmen!!!
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Simba2006
24.06.16 12:09:45
Hallo Maggi2097!
Mit Aussagen wie "Rotz aus eurem Hirnen und "Hetzern" kann ich nichts anfangen.
Wenn die Mehrheit der Engländer für den Brexit sind dann ist das ein Demokratisches Ergebnis.
Ob es einem paßt oder nicht. Viel mehr sollten die Politiker in Brüssel darüber nachdenken wie sie in Zukunft regieren. Auf Dauer geht das so jedenfalls nicht gut.
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Maggi2097
24.06.16 11:38:38
Ach, und die Bank of England schwemmt nicht ebenso die Märkte mit Billiggeld. Sagt mal merkt ihr Spalter da eigentlich noch, was für ein Rotz aus euren Hirnen hervorquillt.

Man kann gerne über alles diskutieren, aber diese "Kommission" bzw. das Konstrukt EU hat für die stabilsten Zeiten auf diesem Kontinent in 1000 Jahren gesorgt.

Wie dieser Kontinent mit 40-50 Einzelstatten mit unterschiedler Meinung überhaupt noch irgendein globales Gewicht entwickeln soll, ist mir vollkommen schleierhaft.

Aber Hauptsache man kann sich demagogisch über die paar 100 Millionen Euro Gehälter da in Brüssel aufregen, die im Vergleich zu Verwaltungssumme der EU geradezu lächerlich sind.

Und unsere Freiheit ist ja so reguliert, weil die Kommission die Gurkenlänge bestimmt, ja sowas.

Es wird Zeit euch Hetzern mal mit lauter Stimme entgegen zu treten. Schafft von mir aus Deutschland ab, ich bin Europäer und auch wenn das Konstrukt EU durchaus überdacht werden kann, es kann doch wirklich keiner glauben, dass man auf Basis von Einzelstaaten in generellen Themen mit einer Stimme sprechen wird.

Teile und herrsche, funktioniert seit Jahrtausenden bestens.

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