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Emerging-Marktes So investieren sie richtig

14.07.2016, 15:30  |  808   |   |   

Das aktuelle Niedrigzinsumfeld stellt Anleger vor Herausforderungen. Auf der Suche nach Rendite kommen besonders Emerging-Marktes ins Spiel. Wie man sich an Schwellenländer-Investitionen nicht die Finger verbrennt, verrät Marc Erpelding, Fondsmanager bei BLI-Banque de Luxembourg Investments, auf der FondsConsult Investmentkonferenz am Tegernsee.

„Das Wirtschaftswachstum der Emerging-Markets ist immer noch deutlich höher als in den USA, der Eurozone oder Japan“, sagt Marc Erpelding, Fondsmanager bei BLI-Banque de Luxembourg Investments. Wer sich jedoch nur an Wachstumszahlen orientiere, könne leicht daneben greifen: „Es gilt gut auszusieben. Nur auf das Wirtschaftswachstum zu schauen, greift sicherlich zu kurz.“ So lasse sich beispielsweise statistisch belegen, dass ein hohes Wirtschaftswachstum nicht zwangsweise eine gute Börsenentwicklung zur Folge habe. „Ein hohes Wirtschaftswachstum verleitet Unternehmen zu hohen, nicht zwingend rentablen Investitionen“, so Erpelding. „Ein starkes Wirtschaftswachstum macht es Unternehmen zudem schwerer, sich gegenüber der Konkurrenz durchzusetzen. Es ist einfach genug Platz für alle da.“ Auf diese Weise könnten schwache Unternehmen eher überleben. Sein Rat: „Schauen sie nicht auf Makro-Trends, sondern auf die Unternehmen selbst.“

Was sind gute Unternehmen?

„Die Unternehmen, die wir auswählen, orientieren sich an einem langfristigen Anlagehorizont. Zudem bauen ihre Geschäftsmodelle auf einem nachhaltigen Wettbewerbsvorteil auf. Sie weisen transparente und gesunde Bilanzen aus und die Unternehmen sind Price-Maker, das heißt sie können von einer engen Kundenbindung profitieren und Preiserhöhungen durchsetzen.“ Schließlich bestehe eine hohe Korrelation zwischen dem Marktanteil eines Unternehmens und seiner Rentabilität. Dafür versichert Erpelding, habe man auch keine Probleme mit einem langsameren Wachstum – solange die Unternehmen solide aufgestellt sind. „Daraus wiederum entsteht eine langfristige Rendite für Aktionäre.“ Beispielsweise könne sich der brasilianische Bierhersteller Ambev erfolgreich gegen das schwierige Umfeld im Land behaupten. 

Natürlich ist nicht alles Gold was glänzt: „Einige Branchen in den Emerging-Marktes sind weniger im Fonds vertreten, da ihre Unternehmen oftmals nicht unsere Anlagekriterien erfüllen. Dazu gehören Banken und Versicherungen: Sie sind zu politisch. Rohstoffe sind meistens zu zyklisch und zu kapitalintensiv.“ Bei staatlich geführten Unternehmen ist Erpelding ebenso skeptisch: „Hier geht das Interesse des Staates auch schon mal vor das Interesse der Aktionäre.“ Mit dem BL Emerging Markets investiert Erpelding dagegen häufig in Konsumwerte: „Nahrungsmittel, Getränke, Aufzüge, Sicherheitssystem oder auch Kontaktlinsen beispielsweise.“ Im Fokus stehen dabei lokale Unternehmen: „Wir sind auf den Binnenmarkt ausgerichtet: Nur 11 von 63 Unternehmen im Portfolio sind international ausgerichtet, 52 dagegen sind lokal oder regional tätig.“ Viele dieser Unternehmen sind Small- und Mid-Caps. „Large-Caps werden stark von Rohstoffen und Finanzwerten dominiert.“ Neben Aktien, die 60 bis 100 Prozent des Portfolios ausmachen können, investiert Erpelding in Schwellenländer-Staatsanleihen oder auch Cash, falls nicht ausreichend attraktiv bewertete Qualitätsaktien verfügbar sind. „Futures, Optionen oder Absicherungen sind für uns aber kein Thema. Staatsanleihen fallen in der Regel unter die Rubrik Investment-Grade.“

(TL)



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Teresa Laukötter hat den M. Sc. in Volkswirtschaft der Universität Maastricht. Als Redakteurin und Content-Managerin bei €uro Advisor Services GmbH ist sie zuständig für die Top-Themen auf www.fundresearch.de.

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Das aktuelle Niedrigzinsumfeld stellt Anleger vor Herausforderungen. Auf der Suche nach Rendite kommen besonders Emerging-Marktes ins Spiel. Wie man sich an Schwellenländer-Investitionen nicht die Finger verbrennt, verrät Marc Erpelding, Fondsmanager bei BLI-Banque de Luxembourg Investments, auf der FondsConsult Investmentkonferenz am Tegernsee.

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