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Schuldenberge - Geldpolitik Es ist Zahltag! US-Finanzprofi warnt: „Es steht eine viel größere Krise als 2008 bevor“

12.08.2016, 15:03  |  27950   |  11   |   

Mit immer gigantischerem Gelddrucken haben es die weltweiten Notenbanken geschafft, die Schuldensause am Laufen zu halten und damit einen Kollaps der Wirtschaft zu verhindern. Der renommierte US-Vermögensverwalter Peter Schiff warnt aber, dass die Notenbanken der Grund für viele Probleme sind und das Gelddrucken böse enden wird.

Janet Yellen ist eine Meisterin darin, viel zu reden, aber nichts zu tun: Während die Chefin der US-Notenbank bei jeder Gelegenheit davon redet, dass die nächste Zinserhöhung quasi bei der nächsten Sitzung der US-Notenbank folgen könnte, hat Yellen erst ein einziges Mal, im Dezember 2015, die Zinsen angehoben. Angesichts vieler schwacher US-Konjunkturdaten dämmert es immer mehr Investoren, dass es keine weitere Zinserhöhung geben wird, sondern dass dieser „Zyklus“ mit einer einzigen Erhöhung enden wird.

Der US-Finanzprofi Peter Schiff geht sogar noch einen Schritt weiter. „Ich denke, dass die Fed die Zinsen senken wird. Der gesamte Zinserhöhungszyklus ist zu Ende und es wird ein neuer Zyklus der Lockerung folgen. Die Fed hat bereits begonnen zurück zu rudern und ihre Rhetorik, wann die nächste Zinserhöhung kommen könnte, abzuschwächen. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie die Zinsen auf null senken oder sogar in den Strafzinsbereich“, sagte Peter Schiff. Der US-Finanzprofi und Chef der Investmentfirma Euro Pacific Capital hat wie kaum ein anderer Experte in den vergangenen Jahren die USA für das massive Schuldenmachen und die US-Notenbank für das Finanzieren der Defizite mit der Notenpresse kritisiert.

Jahrelange Nullzinspolitik verursacht immer größere Probleme

„Die Fed wird eine neue Runde des QE-Gelddruckens starten. In Japan redet die Notenbank bereits über Helikoptergeld, weil QE nicht funktioniert hat. Die US-Wirtschaft ist heutzutage in einem viel schlechteren Zustand als bevor die Fed versucht hat, die Probleme zu lösen, denn die Fed verursacht die Probleme. Die Probleme werden verursacht durch eine zu lockere Geldpolitik. Indem die Fed die Zinsen sieben Jahre lang bei null gehalten hat, wird der Schaden für die Wirtschaft diesmal viel größer sein als früher. Wir sind unterwegs in eine viel größere Krise als wir 2008 mitgemacht haben“, warnte Schiff, denn der Schuldenberg sei viel größer als damals.
„Das Endergebnis wird ein Kollaps des Dollar sein, weil die Fed es nicht zulassen wird, dass aus den Blasen die Luft entweicht. Die Fed hat Ende 2015 versucht die Zinsen anzuheben. Daraufhin ist der Aktienmarkt aber eingebrochen, woraufhin die Fed wieder zurückgerudert ist, weil sie nicht die Luft aus der Blase herauslassen will. Die Fed will nicht, dass die Immobilienpreise einbrechen, die Fed will nicht, dass die Anleihenkurse einbrechen. Der Staat kann aber keine höhere Zinsen verkraften, weil die Schulden so groß sind.“ Seit dem Amtsantritt von Barack Obama im Januar 2009 sind die Staatsschulden von 10,7 Billionen Dollar auf horrende 19,4 Billionen Dollar nach oben geschossen. Das sind herbe 105 Prozent der Wirtschaftsleistung.

Gold und Goldaktien sind unterbewertet

„Aber alle haben so viele Schulden in den USA und das einzige, was sie flüssig hält, sind die niedrigen Zinsen. Viele Investoren glauben immer noch, dass die Fed irgendwann die Zinsen anheben kann. Wenn die Investoren aber feststellen werden, dass die Fed die Zinsen niemals erhöhen wird, ganz egal wie hoch die Inflation steigt, wird die Fed nichts dagegen tun können. Die Fed kann nur darüber reden, die Inflation zu bekämpfen, aber die Fed kann nicht wirklich was dagegen tun. Wenn die Investoren bemerken, in welcher Falle die Fed steckt, wird der Boden unter dem Dollar herausfallen… Wir müssen zu solidem Geld zurückkehren… Ich habe Investoren immer empfohlen, zehn bis 20 Prozent ihres Portfolios in Gold zu haben. Gold ist erheblich unterbewertet. Das Gleiche gilt für die Aktien der Goldförderer. Obwohl sie seit Jahresanfang schon kräftig gelaufen sind, haben sie immer noch eine Menge Potenzial… Die USA sind auf dem Weg in eine schwere wirtschaftliche Krise, ganz egal wer in das Weiße Haus einziehen wird. Wir müssen für die Fehler der Vergangenheit bezahlen… Donald Trump, der Kandidat der Republikaner, hat bereits über die „Restrukturierung“ der Schulden gesprochen, was nichts anderes als eine schöne Umschreibung für „Schuldenerlass“ ist. Das muss es schlussendlich geben. Wenn es aber dazu nicht kommt, und es galoppierende Inflation gibt, wird es eine Krise geben“, warnte Schiff.

Dow-Gold-Ratio im Auge behalten

Während viele Investoren begeistert auf die Rekordfahrt beim Dow Jones und S&P500 schauen, betrachtet der Experte die Sache aus einer ganz anderen Richtung. „Der Aktienmarkt macht keine Rekordhochs im Verhältnis zum Goldpreis. Der Dow hat zwar nominell kleine, neue Hochs markiert, aber der Höhepunkt des Dow im Verhältnis zu Gold war im Jahr 2000, also vor 16 Jahren.“

Schiff spielt auf das Dow-Gold-Ratio (DGR) an, wobei der Indexstand des Dow Jones durch den Preis je Unze Gold dividiert wird. Dazu gibt es zahlreiche Charts im Internet. Im Sommer 1999 hatte der Wert bei horrenden 44 gelegen. Nachdem der Goldpreis in den vergangenen Jahren kräftig gesunken war, ist er seit Anfang 2016 wieder deutlich auf dem Weg nach oben. Entsprechend liegt das DGR derzeit bei 13,7 – Tendenz: deutlich sinkend.

Das heißt, dass Gold deutlich besser laufen wird als der Dow. „Wir sind in einem bedeutenden Bärenmarkt, was die Entwicklung der US-Aktien im Verhältnis zu Gold angeht. Der Kursanstieg des Dow beruht allein auf der Inflation. Es geht nicht darum, dass die Aktien steigen, sondern darum, dass der Wert des Dollar sinkt. Weil der Dollar immer weiter an Kaufkraft verliert, braucht man umso mehr Dollar, um den Dow zu kaufen. Das ist alles aber nur eine Illusion. Die Regierung und die Notenbank erschaffen diese Illusion. Aber dadurch wird kein richtiges Vermögen geschaffen… Das ist der Grund, warum Trump der Kandidat der Republikaner ist… denn die Leute wissen, dass es der Wirtschaft nicht gut geht.“ 

Wertpapier: EUR/USD, Dow Jones, S&P 500, Gold


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Kommentare

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FlowGarcia
22.08.16 17:02:58
yoo freunde
wäre es denkbar den euro bei 1,40 zu sehen ?

gruß FlowGarcia
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Ankhan
19.08.16 19:45:19
Die Aussage "Gold ist unterbewertet" finde ich eigenartig. Wie kann man denn einen Wert von Gold bestimmen, mit dem man den Preis vergleicht?
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Trader2016
18.08.16 19:25:56
1,14 EUR werden auch aus meiner Sicht wirklich bald getestet, wenn nicht sogar etwas drüber hinaus. Dann sehen wir aber bestimmt einen Fall auf 1,12 EUR bis 1,11 EUR. 1,11600 EUR ist die 90-Tagelinie.
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FlowGarcia
18.08.16 19:14:08
nunja ich denke die 1,14 könnten sehr bald getestet werden
ob es aber dann gehalten werden kann ist eine andere sache
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Trader2016
18.08.16 19:09:30
Goldman Sachs hat ja vor nicht allzu langer Zeit eine Parität prophezeit... Insofern halte ich 1,10 für möglich. Aktuell sieht es zwar nicht danach aus, aber das kann sich schnell ändern.

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