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Unister-Verkauf Es ist angerichtet: Unister-Insolvenzmasse ist auf dem Tisch - 90 bis 130 Millionen erhofft

15.08.2016, 11:12  |  1777   |   |   

Der Startschuss für den Verkauf des insolventen Leipziger Internetunternehmens Unister ist gefallen. Ab heute können Kaufinteressenten in einem separaten Datenraum nach Abgabe einer Vertraulichkeitserklärung die Firma prüfen, erklärte Insolvenzverwalter Lucas Flöther gegenüber der „Bild am Sonntag“. Aktuell seien das rund 20 Interessenten, die sich über den Online-Reisevermittler Unister informieren. Als wertvollste Teile der Insolvenzmasse gelten der Pauschalreisebereich (unter anderem ab-in-den-urlaub.de) mit 40 bis 50 Millionen Euro Schätzwert und die Flugvermittlung (unter anderem fluege.de) mit 30 bis 40 Millionen Euro. Insolvenzverwalter Flother rechnet mit einem Verkaufserlös von insgesamt zwischen 90 und 130 Millionen Euro.

Kundendaten an Inkasso-Firmen weiter verkauft

Das sollte so wohl nicht ans Licht kommen: Nach Informationen der „BamS“ verkaufte die Reisgesparte von Unistet Kundendaten an eine Inkassofirma und kassierte dafür vorab 150.000 Euros sowie bis zu 53 Prozent der "Erfolgsprovision", die das Inkasso-Büro von vermittelten Fluggästen verlangt. Laut Vertrag der Unister Travel Betriebsgesellschaft mbH (unter anderem ab-in-den-urlaub.de, fluege.de) und die Flightright GmbH aus dem Jahr 2014 soll Unister die Vermittlung von mindestens 5.000 Fällen bis Ende 2017 zugesagt haben.

Das Modell dahinter: Flightright überprüfte im Auftrag von Unister die Flugbuchungsdaten der Kunden auf potenzielle Entschädigungsansprüche gegen Airlines. Kam es zum Beispiel zu Verspätungen oder Ausfällen, ging Flightright gegen die Fluggesellschaften vor.

Um das Geschäftsmodell zu vertuschen, sollte Flightright darauf achten, dass die "von Unister vermittelten Kunden keine auffällige Teilmenge innerhalb der sonstigen Fälle von Flightright bilden“. Mit der Lufthansa kündigte und die erste Airline an, die Zusammenarbeit der beiden Firmen zu überprüfen. Ein Sprecher erklärte gegenüber der Zeitung: "Wir wussten bislang nichts von dieser Kooperation.“

Hintergrund: Die Holding hatte wenige Tage nach dem Tod des Firmengründers Thomas Wagner, Insolvenz beantragt. In der Folge mussten sechs weitere Tochterfirmen den Weg zum Insolvenzverwalter antreten. Durch die Insolvenz beim Leipziger Internetunternehmen Unister sind bereits fast 90 Prozent der insgesamt gut 1000 Beschäftigten betroffen. Die Gehälter der Mitarbeiter sind durch das Insolvenzgeld der Bundesagentur für Arbeit vorerst gesichert.

Wagner war am 14. Juli bei einem Flugzeugabsturz in Slowenien ums Leben gekommen, nachdem er zuvor in Venedig Gespräche mit einem vermeintlichem Geldgeber geführt hatte und dabei womöglich über den Tisch gezogen wurde. Darauf verweist der Fund von Unmengen an Falschgeld an der Absturzstelle. Zudem hatte Wagner noch in Venedig Anzeige erstattet. Viele offene Fragen bleiben vorerst.

In Deutschland wurde Wagner und drei weiteren Managern ein unter anderem unerlaubte Versicherungsgeschäfte und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Unister wies die Vorwürfe stets zurück. Zum Prozess kam es bisher nicht, weil das Landgericht Leipzig derzeit eine weitere Anklage prüft, eine erste Anklage war nur teilweise zugelassen worden.



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