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TagesInfo Rohstoffe: Iran sorgt für Preissprung bei Öl (24. August 2016)
Foto: www.commerzbank.de

TagesInfo Rohstoffe Iran sorgt für Preissprung bei Öl (24. August 2016)

Gastautor: Eugen Weinberg
24.08.2016, 11:53  |  1284   |   |   

Energie: Laut Heraklit kann man nicht zweimal in denselben Fluss steigen. Für einige Ölmarktteilnehmer ist dies jedoch offenbar nicht offensichtlich. Denn warum sollte man ansonsten den Worten Irans Glauben schenken, der Kooperationsbereitschaft mit den anderen Ölproduzenten signalisiert hat. Der Iran produziert bereits nahe am Förderlimit und kann seine Produktion ohnehin nicht mehr nennenswert ausweiten. Eine Rückkehr zur “alten OPEC“, die in der Lage war, die Ölpreise über längere Zeit zu kontrollieren, wird es in absehbarer Zukunft nicht geben! Denn die OPEC ist nicht mehr für die Grenzproduktion verantwortlich, was vor zwei Jahren den dramatischen Strategiewechsel nach sich zog. Einige Länder wie der Irak geben sogar offen zu, dass sie ihre Produktion ausweiten wollen. Auch werden Länder wie Nigeria und Libyen, die derzeit mit unfreiwilligen Produktionsunterbrechungen zu kämpfen haben, kaum ernsthaft über freiwillige Mengenbegrenzung auf dem aktuellen Niveau nachdenken. Festzustellen bleibt, dass der Markt die Äußerungen Irans als Anlass genommen hat, den Brentölpreis binnen weniger Minuten um 1,5 USD bzw. 3% steigen über die wichtige psychologische Marke von 50 USD je Barrel zu hieven. Der Preisanstieg ist jedoch u.E. rein spekulativ getrieben. Damit steigt die Gefahr einer erneuten scharfen Preiskorrektur. Auslöser könnte der wöchentliche Lagerbericht des US-Energieministeriums heute Nachmittag sein. Gestern Abend nach Handelschluss hatte das API einen Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 4,5 Mio. Barrel berichtet. Der Konsens rechnet beim heutigen DOE-Bericht aber mit einem Rückgang um knapp 500 Tsd. Barrel und könnte dementsprechend auf dem falschen Fuß erwischt werden.

Produktideen: Standard-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CN4DBA Call Oil WTI Light Crude Future Dec 2017 Basispreis 50,00 USD
CN4DC7 Put Oil WTI Light Crude Future Dec 2017 Basispreis 50,00 USD

Edelmetalle: Die Preise für Gold und Silber haben sich nach dem Rutsch zu Wochenbeginn stabilisiert. Gold handelt am Morgen knapp unter 1.340 USD je Feinunze und Silber bei 18,9 USD je Feinunze, letzteres nicht weit vom Anfang der Woche verzeichneten 7-Wochentief entfernt. Die Marktteilnehmer warten auf die Rede der Fed-Vorsitzenden Yellen bei der Fed-Konferenz am Freitag in Jackson Hole. Von der Rede erhofft man sich Hinweise auf die weitere Vorgehensweise der US-Notenbank. Die Fed Fund Futures preisen derzeit eine Zinserhöhung bis zum Jahresende zu etwa 60% ein. Klare Hinweise sind von Yellen allerdings kaum zu erwarten. Sie dürfte wenn überhaupt die Datenabhängigkeit betonen und somit alle Türen offen lassen. Im Vorfeld der Yellen-Rede dürften sich die Marktteilnehmer dennoch zurückhalten. Dies spricht für wenig Bewegung bei den Gold- und Silberpreisen zumindest bis Freitagnachmittag. Abgesehen von diesem kurzfristigen Einflussfaktor bleibt das Umfeld für Gold und Silber positiv. Die Geldpolitik der wichtigsten Zentralbanken ist und bleibt auf absehbare Zeit ultra-locker. Auch eine Zinserhöhung der Fed um 25 Basispunkte würde daran wenig ändern. Weltweit weisen Anleihen im Volumen von 12 Bio. US-Dollar mittlerweile eine negative Rendite auf, was es in dieser Form noch nie gegeben hat. Hinzu kommen zahlreiche politische und geopolitische Unsicherheiten. Etwaige Preisrücksetzer bei Gold und Silber sollten daher kurzlebig sein.

Produktideen: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2U Long Gold Future Aug 2016 Faktor 2
CD5B31 Short Gold Future Aug 2016 Faktor -2

Industriemetalle: Gemäß Daten der International Copper Study Group (ICSG) wies der globale Kupfermarkt in den ersten fünf Monaten des Jahres ein saisonbereinigtes Angebotsdefizit von 181 Tsd. Tonnen auf. Zur gleichen Zeit im Vorjahr war der Markt noch ausgeglichen. Laut ICSG-Angaben blieb von Februar bis Mai in jedem Monat das Angebot hinter der Nachfrage zurück. Das berichtete Angebotsdefizit seit Jahresbeginn kommt durch eine deutlich gestiegene Nachfrage zustande (+5,5%). Insbesondere China hat mehr Kupfer nachgefragt, was sich in hohen Importen widerspiegelte. Ohne China wäre die Nachfrage unverändert gewesen, obwohl auch Europa positiv hervorzuheben ist. Die globale Kupferproduktion ist zwar von Januar bis Mai im Vergleich zum Vorjahr um 3,5% gestiegen, konnte die Nachfrage damit aber nicht befriedigen. Der Produktionsanstieg stand dabei auf einer breiten Basis. Ob sich das von der ICSG berichtete Angebotsdefizit im weiteren Jahresverlauf fortschreiben lässt, ist unseres Erachtens allerdings fraglich. Denn China hat zuletzt nicht nur deutlich mehr Kupfer produziert, sondern auch exportiert. Gemäß Daten der Zollbehörde sind im Juli die Kupferausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um das 5-fache auf 75 Tsd. Tonnen gestiegen. Auch im August dürfte China bislang viel Kupfer exportiert haben. Denn die Kupfervorräte in den LME-Lagerhäusern sind allein in den letzten beiden Tagen um rund 30 Tsd. Tonnen gestiegen. Die Einlieferungen erfolgten dabei fast ausschließlich in die Lagerhäuser im südkoreanischen Busan.

Produktideen: Classic Turbo-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5F2K Bull Copper Future Dec 16 Hebel 2,8
CD5F2Y Bear Copper Future Dec 16 Hebel 3,4

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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Eugen Weinberg leitet seit März 2007 das Rohstoff-Research-Team bei der Commerzbank. Der Diplom- Wirtschaftsmathematiker ist in Russland geboren, kam im Jahr 1999 für ein MBA-Studium nach Deutschland. Danach war er als Fondsmanager und Rohstoffanalyst bei der BW-Bank in Stuttgart beschäftigt und baute im Anschluss den Bereich Rohstoff-Research bei der DZ Bank in Frankfurt auf. Bei der Commerzbank ist er mit seinem Team maßgeblich für die Erstellung der Prognosen und der Strategien im Rohstoffsektor verantwortlich.

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