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Was Facebook von WeChat und seinen 800 Millionen Nutzern lernen kann

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
06.09.2016, 12:00  |  381   |   |   
Foto: The Motley Fool

Das chinesische soziale Netzwerk WeChat hat laut dem aktuellen Geschäftsbericht von Tencent (WKN:A1138D) gerade die Marke von 800 Millionen monatlich aktiven Nutzern geknackt. Die Nutzerzahlen stiegen im Jahresvergleich um 34 %. Damit brauchte WeChat länger von 600 auf 800 Millionen als Messenger und WhatApp, die das in etwa acht Monaten geschafft hatten.

Obwohl WeChats aktive Nutzerzahlen langsamer wachsen als die von Facebook (WKN:A1JWVX) und seinen Messaging-Apps, so sind die Chinesen doch eine dominante Kraft bei der Monetarisierung. KPCB-Analystin Mary Meeker schätzt, dass die Nutzer im Durchschnitt 70 Minuten pro Tag mit WeChat verbringen. Facebook sagt, seine Nutzer würden 50 Minuten pro Tag mit Facebook, Instagram und Messenger zusammen verbringen.

Schätzungen von Demystify Asia wurden von eMarketer verbreitet und dabei erreichte der durchschnittliche Umsatz pro Nutzer bei WeChat 7 US-Dollar. Und die große Mehrheit diese Nutzer sitzen in Asien. Der Durchschnitt bei FB liegt im Bereich Asien/ Pazifikregion bei nur 5,45 US-Dollar.

Darüber hinaus generiert Facebook keine Umsätze mit Messenger oder WhatsApp, da die Gebühr von 1 US-Dollar pro Jahr bei WhatsApp gekippt wurde. Das Unternehmen versucht, den Erfolg von WeChat mit Messenger zu wiederholen, muss aber noch viel lernen.

BILDQUELLE: WECHAT.

Die Nutzer lassen das Geld im „Geldbeutel”

Der Zahlungsdienst von WeChat “Wallet”(engl Geldbeutel) ist extrem effektiv dabei, die Nutzer dazu zu bewegen, ihre Zahlungsdaten einzutragen. Dieses Feature erlaubt es den Nutzern, ein Taxi zu rufen, oder aber auch ihre Rechnungen bei Versorgungsunternehmen zu zahlen, Kinokarten zu kaufen, Reisen zu buchen oder zu besonderen Rabatten bei Chinas beliebtesten Online-Geschäft, JD.com, einzukaufen.

Ende von Q3 letzten Jahres hatten mehr als 200 Millionen Nutzer ihre Bankkonten mit dem Zahlungsdienst von Tencent verbunden. Ein ähnlicher Service wird von dem Unternehmen auch über die Legacy-QQ-Plattform angeboten.

Vor kurzem hat WeChat auch einen Treuebonus zu Wallet hinzugefügt und arbeitet mit Einzelhändlern zusammen, um physische Treuekarten durch digitale in WChat zu ersetzen. Während der Telefonkonferenz zum zweiten Quartal sagte Executive VP James Mitchell den Analysten, die Funktion führe zu schnellem Wachstum bei Weixin Pay. („Weixin” ist der chinesische Name für WeChat.)

Tencent behält 0,1 % von jeder Transaktion. Da jeden Monat dutzende Milliarden von Dollar geschickt werden, summiert sich das. Ein höheres Transaktionsvolumen bietet auch mehr Werbemöglichkeiten und Daten, die Tencent nutzen kann.

Man muss die Nutzer zum Zahlen bewegen

WeChat hat aber die Wallet nicht einfach eingeführt und gewartet, dass die Leute kommen. Es hat sich mit mehreren Unternehmen zusammengetan, um den Dienst du bewerben, bis eine ausreichende Nutzerbasis aufgebaut war. Letztes Jahr wurde eine Funktion beworben, mit der man Familie und Freunden Geld schicken kann, wobei 128 Millionen US-Dollar von verschiedenen Unternehmen gesponsert wurden. Daher stieg die Zahl der Transaktionen von 20 Millionen 2014 auf 1 Milliarden im letzten Jahr und auf 8 Milliarden in 2016.

Seit der Einführung von Peer-to-peer-Zahlungen im März letzten Jahres hat Facebook aber nichts getan, um die Tatsache zu bewerben, dass man Messenger auch nutzen kann, um Freunden Geld zu schicken, einen Fahrer von Uber oder Lyft rufen oder ein Zimmer in bestimmten Hotels buchen kann.

Wenn Facebook es mit Messenger und WhatsApp ernst meint und sie zu Apps machen will, die die Nutzer für Interaktionen mit Unternehmen und für Käufe einsetzen wollen, dann müssen Anreize her, damit sie ihre Zahlungsdaten hinterlegen. Das Unternehmen hat über 23 Milliarden US-Dollar in Barmitteln in der Bilanz und 3 Millionen aktive Werbekunden, die vielleicht etwas beitragen wollen oder Rabatte geben könnten, um Anreize für die Nutzer zu schaffen.

Worauf sich Facebook konzentrieren muss

Das Interessanteste am Erfolg von WeChat ist, dass es 7 US-Dollar pro Nutzer in China generiert. Der Betrag an sich ist nicht besonders interessant, aber der chinesische Markt. China ist ein Markt, wo der mobile Bereich die PCs übersprungen hat und die meisten Leute ihr Smartphone als primären Computer nutzen. Das hat WeChat auch geholfen, so großen Erfolg zu erreichen, denn es bietet ein Portal zu vielen verschiedenen Diensten, die die Leute in den meisten entwickelten Ländern über den Desktop-PC nutzen.

Daher sollte sich Facebook auf Entwicklungsländer konzentrieren, wo der leichte Zugang zu Grunddiensten auf mobilen Geräten noch nicht existiert. Die gute Nachricht ist, dass Facebook schon eine große Präsenz in Entwicklungsländern hat. Die zweitgrößte Nutzerbasis von FB nach den USA ist Indien, wo die Zahl der Internetnutzer im Jahresvergleich um 40 % gestiegen ist.

Die größte Möglichkeit bei Messenger liegt in Märkten wie Indien und denen, die China ähnlich sind. Aber Facebook hat sich bisher nur auf die USA konzentriert. Von WeChat könnte Facebook lernen, wie man sich eine Position im elektronischen Handel aufbaut und das könnte auch helfen, den Durchschnittsumsatz pro Nutzer in der Region Asien/ Pazifik und dem Rest der Welt zu verbessern.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Facebook.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und wurde am 04.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

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