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Wie Amazon eBay und Wal-Mart pulverisiert

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
28.09.2016, 12:00  |  441   |   |   
Quelle: Amazon

Amazon.com (WKN:906866) ist der unangefochtene Marktführer im Online-Einzelhandel, einem der stärksten Segmente in seinem Bereich. Diese starke Position in einem boomenden Sektor hat es Amazon erlaubt, im Lauf der Zeit beeindruckendes Umsatzwachstum und überdurchschnittliche Renditen für die Aktionäre zu schaffen. Vor 10 Jahren wurde die Aktie noch mit 40 US-Dollar gehandelt, heute steht sie auf einem historischen Hoch bei etwa 805 US-Dollar pro Aktie.

Marktführerschaft im Online-Einzelhandel ist ein wichtiger Renditetreiber für die Investoren von Amazon, daher wollen wir uns einmal ansehen, wie das Unternehmen die Konkurrenz überrollt.

Keine Gnade mit der Konkurrenz

Die folgende Grafik zeigt Amazon im Vergleich zu den Wettbewerbern eBay (WKN:916529) und Wal Mart (WKN:860853) beim Kurs und Umsatzwachstum in den letzten 10 Jahren. Der Fall ist klar: Amazon hat eBay und Wal-Mart in diesem Zeitraum keine Chance gelassen.

AMAZON DATEN VON YCHARTS

Der Online-Einzelhandel ist eine dynamische Industrie und die anderen Unternehmen versuchen, Boden gut zu machen. Ebay investiert in neue Technologien, um bessere Informationen für die Käufer und Verkäufer zu bieten, wie auch um die Produktsuche und andere Dinge zu verbessern. Wal-Mart hat seine Investitionen in den elektronischen Handel in den letzten Jahren erhöht und vor Kurzem erst den Online-Einzelhändler Jet.com für 3,3 Milliarden US-Dollar gekauft.

Aber beide Unternehmen haben noch einen langen Weg vor sich, wenn sie etwas Boden gutmachen wollen. Die letzten Quartalsberichte der drei Unternehmen bestätigen, dass eBay und Wal-Mart Amazon nicht das Wasser reichen können.

Laut den zweiten Quartalsberichten 2016 hat Amazon 30,4 Milliarden US-Dollar Umsatz in dem Quartal generiert, das ist ein Anstieg um 31 % verglichen mit Q2 2015. Im Vergleich dazu hat eBay im selben Zeitraum 2,23 Milliarden eingenommen, was ein Anstieg von 6 % darstellt. Bei Wal-Mart waren es 120,0 Milliarden US-Dollar und damit ein moderates Plus von 0,5 % im Jahresvergleich. Im Bereich E-Commerce stieg der Bruttowarenwert von Wal-Mart um 11 % im Jahresvergleich.

Alles dreht sich um den Kunden

Das Geheimnis von Amazon ist sehr einfach: Das Unternehmen konzentriert sich auf den Kunden und sucht immer nach Möglichkeiten, um ein größeres Angebot zu aggressiv niedrigen Preisen zu liefern, während gleichzeitig der Service in wichtigen Bereichen wie der Lieferzeit verbessert wird. Im Gegensatz zu vielen anderen Unternehmen ist das Management auch willens, die aktuellen Gewinne für die bestmögliche Kundenerfahrung zu opfern und die meisten Kunden finden, Amazon wäre den Konkurrenten wie eBay und Wal-Mart deutlich überlegen.

Laut einer Umfrage von RBC Capital mit 2.024 Leuten überrollt Amazon eBay und Wal-Mart richtiggehend bei der Beliebtheit und Kundenzufriedenheit im Online-Einzelhandel. Basierend auf den Daten sehen 90 % der Befragten Amazon als eine der am meisten benutzten Plattformen an, wenn sie online einkaufen, während eBay mit 38 % und großem Abstand den zweiten Platz einnimmt. Nur 30 % sehen Wal-Mart als eine gute Adresse für Online-Shopping an.

Wenn wir die drei wichtigsten Entscheidungsfaktoren in diesem Bereich ansehen – Preis, Auswahl und Bequemlichkeit – dann kommt Amazon deutlich vor eBay und Wal-Mart. Beim Preis ziehen 62 % Amazon vor, 12 % eBay und 11 % Wal-Mart. Bei der besten Auswahl wählen 79 % Amazon, während eBay in der Gunst von 9 % steht. Wal-Mart bekommt 4 %. Amazon ist auch führend bei der Bequemlichkeit mit 75 % im Vergleich zu 6 % für eBay und 6 % für Wal-Mart.

Andere Quellen bestätigen, dass Amazon die unangefochtene Nummer 1 bei der Kundenzufriedenheit ist. Laut dem American Customer Satisfaction Index ist Amazon seit dem Jahr 2000 das am besten bewertete Unternehmen in diesem Bereich. 2015 hatte Amazon einen Wert bei der Kundenzufriedenheit von 83, während der Industriedurchschnitt bei 80 liegt. Ebay steht bei 75.

Kunden über Profite

2013 sagte Amazon-CEO Jeff Bezos in einem Interview mit 60 Minutes, dass das Unternehmen regelmäßig Studien zur Preisflexibilität durchführe, was kontinuierlich angibt, dass Amazon mehr verdienen würde, wenn man die Preise erhöhen würde. Das bedeutet, die positiven Auswirkungen von den höheren Preisen würden den Rückgang beim Umsatzvolumen durch Preiserhöhungen wieder ausgleichen.

Amazon hat sich aber dazu entschieden, eine solche Strategie nicht zu verfolgen, selbst wenn das bedeuten würde, kurzfristig mehr zu verdienen. Der Hauptgrund besteht darin, dass man es vorzieht, seine Kunden glücklich zu machen und langfristige Kundenbeziehungen zu stärken. Das Versprechen des Unternehmens, den bestmöglichen Service zu niedrigen Preisen zu bieten, hat im Lauf der Jahre boomendes Umsatzwachstum erzeugt und die Investoren wurden dabei auch großzügig entlohnt.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt Amazon.com und eBay.

Dieser Artikel wurde von Andrés Cardenal auf Englisch verfasst und wurde am 26.09.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Themen: Dollar, Invest, Preise


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