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Deutsche Bank, Munich Re, Allianz, Commerzbank – Domino-Effekt beachten!

Gastautor: Daniel Saurenz
29.09.2016, 06:00  |  1456   |   |   

Frankfurt_Börse_Banken_3Während der DAX ruhig vor sich hin pendelt, mussten die Aktionäre der Deutschen Bank und von Volkswagen zuletzt einige Rückschläge verkraften. Doch es gibt einen großen Unterschied: Während die Aktien der Frankfurter von Rekordtief zu Rekordtief rauschen und eigentlich reif sind für eine technische Erholung, liegen die VW-Papiere gut 30 Prozent über dem Tief aus 2015. Nun wäre es natürlich falsch, eine Bank mit einem Autokonzern zu vergleichen. Anleger sollten aber auch immer über den Tellerrand schauen. So steht die Deutsche Banknk häufig isoliert betrachtet im Mittelpunkt. Ein großer Fehler, wie die systemischen Risikobeziehungen unter den global systemrelevanten Banken deutlich zeigen.

Keine Frage, Internationalisierung und engere Vernetzung bringen viele Vorteile. Wenn allerdings ein Spieler aussteigt, kann ein Bumerang-Effekt einsetzen. Der Zusammenbruch von Lehman Brothers am 15. September 2008 ist als mahnendes Beispiel für die engen Verknüpfungen der Banken untereinander zu sehen. Auch jetzt verdichten sich wieder die Anzeichen für einen Vertrauensverlust in der Branche. Der Stoxx 600 Banks-Index ist seit Juli 2015 um knapp 40 Prozent gefallen, der italienische Banken-Index auf Sicht von zwölf Monaten um 50 Prozent. Die Kreditausfallversicherungen (CDS – hier gibt es die aktuellen Daten) haben zuletzt deutlich zugelegt. Der Anstieg der Prämien bei der Deutschen Bank zieht inzwischen auch die Notierungen für die fünfjährigen deutschen CDS-Papiere nach oben.

Die hohe Volatilität ( ein nützliches Tool dazu gibts bei der UBS) bietet gerade für Trader eine perfekte Grundlage, um mit Hebelpapieren aktiv zu werden:

Turbo-Bull Turbo-Bear
Deutsche Bank PB5CTP CX6NGS
Commerzbank DL5U9E  VN1ZNH

Am Donnerstag wird Daniel in OpernTurm live weitere Alternativen vorstellen, um von der Ausgangslage zu profitieren. Trader sollten besonders gut aufpassen, in wenigen Tagen starten die Trading Masters mit einer Einführungsphase. Hier gibt es weitere Informationen.

Verkettung bereitet Sorgen

demontage-allianz-arena-schriftzugDer Anstieg bei den Kreditausfallversicherungen ist wenig überraschend, denn die größten deutschen Banken und Versicherungs-Gesellschaften sind untereinander eng verbunden. Einer Analyse des Internationalen Währungsfonds zufolge bestehen die engsten Verbindungen zwischen Allianz, Münchener Rück, Hannover Rück, Deutscher Bank, Commerzbank und Aareal Bank.

Die Deutsche Bank stellt wiederum für viele europäische Banken und auch amerikanische und asiatische Großbanken ein bedeutendes Risiko dar. Im Webinar haben wir uns ausführlich mit den Risiken ab der 10. Minute beschäftig, hier geht es zur Aufzeichnung. Eine Parallele gibt es auch noch zu Volkswagen: Sowohl beim Autobauer wie auch bei den Banken haben es die Verantwortlichen jahrelang versäumt, genauer hinzuschauen und die drohenden Gefahren abzuwenden. Jetzt ist der Schaden umso größer.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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