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DAX Alles blickt nach Amerika

Gastautor: Jens Chrzanowski
04.10.2016, 07:28  |  835   |   |   

Rückblick: Der DAX ging am letzten Montagmorgen bei 10.567 Punkten in den vorbörslichen Handel. Er startet damit deutlich über dem Niveau von einer Woche zuvor, aber mit einem Abwärts-Gap zum Vorwochenschluss. Der DAX startete schwach in die Handelswoche. Er gab deutlich nach und unterschritt die 10.400 Punkte. Zwar eröffnete er am Dienstag mit einem großen Aufwärts-Gap, konnte das Niveau aber nicht halten und verlor weiter. Der Mittwoch war dann freundlicher, der Index konnte sich erholen und schaffte einen Tagesschluss über der 10.500-Punkte-Marke. Am Donnerstag lief der DAX die 10.580 Punkte an, kam hier aber, wie am Montagmorgen auch, nicht weiter und setzte im Anschluss deutlich zurück. Diese Schwäche setzte sich am Freitagmorgen zunächst fort. Dem DAX gelang es, sich bei 10.176 Punkten zu stabilisieren und dann deutlich zu erholen. Die Erholung erhielt am Nachmittag weitere Dynamik. Die Bullen erreichten einen Wochenschluss über der 10.500-Punkte-Marke. Damit hat sich der Index in der letzten Handelswoche nicht wesentlich bewegt.

Das Wochenergebnis war negativ und beläuft sich auf 88 Punkte. Nach der starken KW 38/2016 mit mehr als 300 Punkten Gewinn setzte der DAX wieder etwas zurück. In den letzten acht Handelswochen konnte der DAX nur in drei Wochen einen Gewinn ausweisen. Das zeugt nicht von Stärke. Das Wochenhoch lag deutlich unter dem der KW 38/2016, aber über dem der KW 37/2016. Das Wochentief hingegen lag knapp über dem der KW 31/2016. Die Wochen-Range lag mit 404 Punkten über der der Vorwoche und war die größte seit der KW 28/2016.

Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der DAX mindestens über die 10.660 Punkte steigen würde, um weiteres Potenzial nach oben zu erschließen. Diese Minimalbewegung hat der Index in der letzten Handelswoche nicht abgebildet. Damit hat das Setup auf der Oberseite nicht gegriffen. Die Rücksetzer gingen deutlich unter unser letztes Anlaufziel bei 10.289 Punkten. Damit hat das Setup auch auf der Unterseite nicht gepasst.

KW 39 /2016 38 / 2016 37 / 2016 36 / 2016 35 / 2016 34 / 2016
Wochenhoch 10.580 10.707 10.543 10.780 10.728 10.658
Wochentief 10.176 10.322 10.245 10.475 10.439 10.389
Wochenschluss 10.527 10.615 10.295 10.475 10.712 10.566
Wochenergebnis -88 320 -180 -237 186 - 40
Wochen-Range 404 385 298 305 289 269

Wie könnte es weitergehen?

  • DAX-Widerstände: 10.540/55/64/80....10.613/50/88....10.707/2376....10.801
  • DAX-Unterstützungen: 10.515....10.489/68/22...10.358/46/13.....10.288/49/22...10.176

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden.

daxweeksetup800-04-10-2016.jpg

Einschätzung für die neue DAX-Handelswoche

Diese aufgrund des Feiertags am Montag verkürzte Woche wird die primären Impulse wahrscheinlich erst Ende der Woche erhalten, wenn die US-Arbeitsmarktdaten veröffentlicht werden. Aus diesen Daten ziehen die Anleger dann Rückschlüsse für die nächsten Zinsschritte in den USA. Nachdem es zunächst danach ausgesehen hatte, dass die Zinsen frühestens im Dezember angehoben werden, wurde jetzt ein Termin im November genannt – vor den US-Wahlen. Ob sich dies so einstellt, bleibt abzuwarten. Fakt ist aber, dass die US-Wahlen Anfang November einen nachhaltigen Einfluss auf die Kursstellung haben könnten. Aktuell liegen beide Kandidaten Kopf an Kopf – der Ausgang ist somit weiter völlig offen. Denkbar ist, dass es in den nächsten vier Wochen übergeordnet zunächst seitwärts gehen könnte. Alles blickt, wie so oft, nach Amerika…

Das Chartbild hat sich am Freitag etwas aufgehellt. Verantwortlich dafür war vor allem die Deutsche Bank, die von wahrscheinlich geringeren US-Strafen profitiert hat. Der DAX ist am Donnerstag und Freitag gefährlich weit abgesackt, konnte sich aber gerade noch retten. Er hat es in den vergangenen Wochen nicht geschafft, sich nachhaltig über die 10.810/20 Punkte zu schieben. Aktuell lassen die Kursmuster auch nicht vermuten, dass dies in den kommenden Wochen geschehen wird. Der DAX ist nach wie vor in seiner Box gefangen. Die Impulse der Notenbanken haben es bisher nicht vermocht, den Index in Richtung 11.000 Punkte zu schieben.

Die Bullen könnten zunächst versuchen, den DAX über 10.500 Punkten zu stabilisieren. Gelingt dies, so könnten sie anschließend die 10.525/30 und die 10.550/55 Punkte erreichen. Kommt es bei 10.555 Punkten nicht zu Rücksetzern, so könnte sich die Aufwärtsbewegung bis 10.580/85 oder 10.599/604 Punkte fortsetzen. Bei einem Überschreiten der 10.604 Punkte könnte der DAX dann die 10.624/29 und die 10.649/55 Punkte erreichen. Falls die Bullen es schaffen, den Index über die 10.655 Punkte zu schieben, wären die 10.666/70, die 10.689/95 und die 10.705/11 Punkte die nächsten Anlaufmarken. Sollte der DAX bis 10.711 Punkte laufen, so könnten sich hier Rücksetzer einstellen und die Bewegung beendet sein. Schafft es der DAX über die 10.711 Punkte, wären die nächsten Anlaufmarken bei 10.724/27, 10.741/45 und 10.770/75 Punkte zu suchen. Wir gehen aber nicht davon aus, dass es in den kommenden fünf Handelstagen zu nachhaltigen Notierungen über der 10.775-Punkte-Marke kommt.

Schaffen es die Bullen nicht, den DAX über die 10.500-Punkte-Marke zurückzuschieben, so könnten sich erneut Abgaben einstellen, die zunächst bis 10.489/85 und dann bis 10.464/60 Punkte laufen könnten. Wenn sich der DAX hier nicht stabilisiert und unter 10.460 Punkte fällt, wären die nächsten Anlaufziele bei 10.439/35, 10.427/24 und 10.404/00 Punkten. Mit einem Unterschreiten der 10.400 Punkte könnten dann die 10.385/79, die 10.360/55 und die 10.333/28 Punkte angelaufen werden. Sollte der DAX erneut unter 10.328 Punkte fallen, so wären die 10.303/295, die 10.276/72 und die 10.258/55 Punkte erreichbar. Bei einer besonders ausgeprägten Abwärtsdynamik könnten auch die 10.222/18 und die 10.192/85 Punkte erreicht werden.

Übergeordnete erwartete Tendenz in der KW 40/2016: seitwärts/ abwärts

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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis

Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4


Über den Autor:

Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!

Jens Chranowski

Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland


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Wertpapier: DAX


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Der Berliner Jens Chrzanowski arbeitet seit Marktstart von Admiral Markets in Deutschland 2011 beim Forex & CFD Broker. Vorherige Stationen waren FXCM, E*TRADE und die Deutsche Bank.

Im Fokus stehen für den Leiter des Berliner Kundenservices der deutsche Leitindex DAX, aber auch Dow Jones und andere Indizes. Für den Devisenhandel wird meist auf den EUR/USD fokussiert. Neben den Analysen ist Chrzanowski auch mehrmals wöchentlich in live-Webinaren zu erleben.

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