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Trump vs. Clinton – Was macht der Dollar?

Gastautor: Daniel Saurenz
05.10.2016, 06:00  |  1859   |   |   

USA_Presse_DollarGalt Donald Trump vor nicht allzu langer Zeit als Aussenseiter, hat er mittlerweile ernst zu nehmende Chancen auf den Präsidentschaftsstuhl. Seine verbalen Aussetzer und extremen aussenwirtschaftlichen Positionen sorgen vielerorts für große Verunsicherung. Bei genauerem Hinsehen wäre allerdings ein Sieg Trumps nicht zwangsläufig schlecht für die US- Wirtschaft und die Finanzmärkte. Im zweiten Teil der Analyse der VP-Bank, wollen wir die zu erwartenden Auswirkungen eines Sieges von Donald Trump bzw. Hillary Clinton auf die Finanzmärkte mittels Szenario Prognosen beleuchten.

Im Falle einer Trump-Regierung muss von einem deutlich steigenden Budgetdefizit ausgegangen werden. Die von ihm vorgesehenen höheren Staatsausgaben bei gleich- zeitigen Steuersenkungen müssen allerdings nicht zwangsläufig mit einem schwächeren USD ( hier finden Sie eine nützliche Realtime-Übersicht) einhergehen. Reagan erhöhte mit Beginn seiner Amtszeit die öffentli- chen Ausgaben ebenfalls massiv. Das Budgetdefizit stieg in der Spitze auf 5 % des BIP. Der USD geriet dabei unter einen historisch einmaligen Aufwertungsdruck gegenüber den damaligen Hauptwährungen.

Die Volatilität könnte in den nächsten Monaten wieder deutlich zunehmen ( ein nützliches Tool um die Vola im Auge zu behalten kommt aus dem Hause UBS) . Daher stellen wir für Bullen und Bären Optionsscheine auf S&P 500 und DAX als Trading-Produkte vor:

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USD/EUR auf ein Jahr

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Erst das Plaza- Abkommen bereitete der USD-Rallye ein Ende: Die grossen Notenbanken beschlossen dabei gemeinsam gegen den USD zu intervenieren. Der Erfolg stellte sich rasch ein: Der USD wertete schliesslich wieder ab. Der anschliessende Sparkurs von US-Präsident Bill Clinton half dem USD hingegen nicht. Von dieser Warte aus betrachtet könnte der USD also von einer Trump-Präsidentschaft sogar profitieren.

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Doch seine häufig auf Konfrontation ausgerichtete Rhetorik könnte aussenpolitisch für Konflikte und zu einer gewissen Isolation der USA führen. Genau diese Furcht könnte die Unsicherheit an den Finanzmärk- ten deutlich anwachsen lassen. Steigende globale Risiken wiederum führen zu einer wachsenden Nachfrage nach sicheren Anlagen, dazu gehören zuallererst US-Finanzwerte.

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Auch wenn es sich zunächst paradox anhört, selbst bei Unsicherheiten, die ihren Ursprung in den USA selbst haben, profitieren vor allem US-Staatsanleihen und der USD. Ob aber Trump tatsächlich seine radikale Neuordnung des Welthandels umsetzen kann, bleibt fraglich, würde er doch das wirtschaftliche Wohlergehen der offenen US-Wirtschaft gefährden. Ausserdem hat China als zweitgrösster Gläubiger der USA ein probates Druckmittel. Die Ungewissheit über den zukünftigen diplomatischen Kurs dürfte die US-Notenbank vor einer weiteren Zinserhöhung absehen lassen. Sollte aber Trump die Geldschatulle öffnen und gleichzeitig seinen aussenwirtschaftlichen Kurs abmildern, müsste die US-Notenbank mit Zinserhöhungen gegensteuern. Dies spräche für einen auf mittlere Sicht stärkeren USD.

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Asien_China_2Ein Sieg von Donald Trump könnte die Schwellenländerwährungen aufgrund der Furcht vor aussenwirtschaftlichen Restriktionen kurzfristig deutlich belasten. Sollte Trump bei seinen Ansichten jedoch zurückrudern und die expansive Fiskalpolitik zu einem höheren US-Wachstum führen, werden Schwellenländerwährungen zur Stärke tendieren. Hillary Clinton wird im Wesentlichen an den Vorgaben ihres Vorgängers festhalten. Die Fed kann damit an ihrer moderaten Straffungspolitik festhalten. Ein Wahlsieg der Demokraten steigert die Wahrscheinlichkeit einer Zinser- höhung im Dezember.

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Ein Wahlsieg Hillary Clintons dürfte zu einer gewissen Erleichterung führen und Schwellenländerwährungen in begrenztem Umfang stärken. Das bei einem Trump-Sieg zu erwartende deutlich höhere Budgetdefizit von vermutlich über 5 % des BIP wird die Staatsverschuldung merklich erhöhen. Empirisch kann gezeigt werden, dass ein höheres Budgetdefizit die Renditen in den USA spürbar in die Höhe treibt. Einerseits verlangen bei einer expansiven Fiskalpolitik die Anleger eine höhere Laufzeitenprämie (da die Inflationsrisiken merklich zunehmen) andererseits steigt auch das Angebot an Staatsanleihen deutlich. Doch auch die US-Notenbank muss bei einer Erhöhung der Staatsausgaben mit Zinser- höhungen gegensteuern, was auch aus diesem Blickwinkel für höhere Renditen spricht.

Im dritten Teil des Beitrags, werden wir morgen weiter auf die Auswirkungen der US-Präsidentschaftswahl auf die Märkte eingehen…

Quelle: VP-Bank



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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