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BMW, Daimler, VW – China-Kracher

Gastautor: Daniel Saurenz
19.10.2016, 14:00  |  617   |   |   

Daimler_JerusalemMan muss schon genau hinsehen um beim DAX eine Bewegung zu erkennen. Der Handel beschränkt sich am Mittag auf eine Spanne von 25 Punkten. Etwas Bewegung gibt es bei den Autobauern – die Aktien von BMW, Daimler und VW stehen an der DAX-Spitze. Der Grund sind robuste Daten aus China. Die Wirtschaft wuchs zwischen Juli und September um 6,7 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal des Vorjahres. Damit hält die chinesische Wirtschaft exakt die Wachstumsrate aus dem zweiten Quartal. Wir stellen die Analyse der VP-Bank zu den Daten vor. Zudem bestärkt der schwache Euro den deutschen Export. Der Euro notiert zum US-Dollar weiter unter der Marke von 1,10. Lesen Sie auch unsere aktuelle Analyse zum Auto-Sektor: Daimler & Co. schalten einen Gang höher. Passend zum Thema: Einen Mercedes CLA Coupé AMG gibts dieses Mal bei den TradingMasters zu gewinnen. Hier finden Sie weitere Informationen.

Um 18.00 Uhr startet unsere neue Ausgabe der Finanzmarktrunde mit Daniel und Franz-Georg. Hier ein Ausblick von der Frankfurter Buchmesse.

Unser Webinarprogramm für die restliche Woche:

Euer Egmond – die Aufzeichnung vom Dienstag

Mittwoch, 19.10, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde – Hier gehts zur Anmeldung…

Donnerstag, 20.10, 18:30 Uhr: Operturm Live – Hier gehts zur Anmeldung…

“Die chinesische Regierung erreicht ihre angestrebten Wachstumsziele für das Jahr 2016. Höhere Staatsausgaben in Kombination mit einer lockeren Geldpolitik ebnen dabei den Weg. Belastend wirkt derweil der stagnierende Welthandel, wie die zuletzt schwachen chinesischen Exporte zeigten. Die exportlastige chinesische Industrie braucht einen höheren globalen Warenumschlag, um auf Touren zu kommen.
Die aktuelle Wirtschaftspolitik zur Ankurbelung der Binnenkonjunktur hat ihren Preis. Überschuldete Unternehmen werden mit günstigen Finanzierungen künstlich über Wasser gehalten. Die Kredite fehlen aber an anderer Stelle bei produktiven Firmen, was zulasten eines gesunden Wachstums in der Zukunft geht. Der BIP-Zuwachs wird deshalb in kommenden Jahren weiter sinken.” so die Analyse der VP-Bank.

Unsere Chartanalyse:

Solange die Hochpunkte der Vormonate nicht überwunden werden, bleibt der Deutsche Aktienindex für strategische Käufe uninteressant. Nur das kurzfristige Trading bietet Chancen.

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Auch an verhältnismäßig starken Handelstagen fanden sich in den vergangenen Wochen ab 10.650/10.700 keine Käufer mehr, in wenigen Ausnahmefällen im August erst ab 10.800. Solange diese Tendenz anhält, müssen sich Investoren noch gedulden. Erst Kurse oberhalb dieser charttechnischen Barriere wären ein frisches Kaufsignal. Nur hyperaktive Trader, die dies nicht abwarten wollen, können sich die Zeit mit kleineren Short-Spekulationen vertreiben und auf ein erneutes Abprallen des Marktes an der nun wieder erreichten Tradingrange-Obergrenze wetten.

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Wer die Erfolgschancen steigern will, wartet dafür noch spezifische Umkehrsignale ab, wie beispielsweise den Shooting Star, der am 15. August und 11. Oktober die jeweiligen 180-Grad-Richtungskorrekturen anzeigte. Er entsteht wenn die Kurse nach einem steilen Anstieg intraday wieder scharf nach unten drehen. Kommt er nach einem Anstieg und zugleich an ohnehin bereits als Verkaufszone etablierten Arealen vor, ist er noch treffgenauer. Doch auch weitere Formationen stellen Warnsignale dar, daher lohnt es sich den Kerzenchart des DAX genau zu verfolgen – wir werden Sie an dieser Stelle über Crash-verdächtige Entwicklungen auf dem Laufenden halten.

Auf der Unterseite haben die Kurse Luft bis 10.265/10.350, mittelfristig sogar bis 10.000/10.100 an die 200-Tage-Linie (violett). Kleinere Korrekturen bis an den Monatsdurchschnitt (blau) bei 10.510 kann der Markt sogar innerhalb weniger Stunden vollziehen. Ein neuer nachhaltiger Trend wird sich erst über 10.800 oder unter 10.000 ausbilden können. Auf Grund der bereits in den Analysen der Vortage ausführlich beschriebenen Ausgangslage ist auf lange Sicht der Ausbruch nach oben geringfügig wahrscheinlicher.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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