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Drei Tech-Aktien, die aus 10.000 US-Dollar 200.000 US-Dollar gemacht haben

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
14.11.2016, 13:00  |  369   |   |   
Foto: Pixabay, skeeze

Wenn du 10.000 US-Dollar zum Investieren übrig hast, dann werden dir die meisten Finanzberater wahrscheinlich raten, das Geld in einen Indexfond zu stecken, der den Gesamtmarkt abbildet. Das liegt daran, weil sie es als zu riskant ansehen, alle deine Ersparnisse in eine einzelne Aktie zu stecken. Wenn du aber 3 bis 5 Aktien damit kaufst, dann wärst du nicht gut genug diversifiziert.

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Wenn du aber 10.000 US-Dollar hast und du es dir leisten kannst, diese zu verlieren, dann könntest du es vielleicht in Erwägung ziehen in einige riskantere Wachstumsaktien zu investieren, die den S&P 500 langfristig Staub schlucken lassen. Sehen wir uns einmal 3 Tech-Aktien an, die aus 10.000 US-Dollar 200.000 US-Dollar oder mehr gemacht haben – und das in nur gut 10 Jahren. Alphabet (WKN:A14Y6H), Western Digital (WKN:863060) und Salesforce (WKN:A0B87V) sind genau solche Aktien.

Alphabet

Alphabet, das Unternehmen hinter Google, ging im Jahr 2004 für 85 US-Dollar pro Aktie an die Börse. Deine 10.000 US-Dollar wären damals genug gewesen, um 117 Aktien davon zu kaufen. Das Unternehmen hat im Jahr 2014 eine Ausgliederung vorgenommen, was einen ähnlichen Effekt hatte wie ein Aktiensplit von 2:1.

Dann hättest du praktisch 117 Aktien der A-Klasse von Google und 117 Aktien der neuen C-Klasse (ohne Stimmrechte). Zu den aktuellen Preisen wären diese 234 A- und C-Aktien etwa 182.000 US-Dollar wert. Als beide Aktien Ende Oktober historische Höhen erklommen, wäre deine Investition etwa 193.000 US-Dollar wert gewesen.

Wenn du bei Google investiert bleiben möchtest, dann solltest du daran glauben, dass das Unternehmen es schaffen wird, von einer Suchmaschine mit hohem Wachstum und einem dreistelligen Kurs-Gewinn-Verhältnis zu einem diversifizierten Tech-Riesen zu werden. Das Unternehmen hat das nach und nach geschafft, indem das Ökosystem mit Maps, YouTube, Drive, Chrome, Android und anderen Plattformen erweitert wurde. Google bietet diese cloud-basierten Apps, Dienste und Betriebssysteme kostenlos an. Dadurch hat das Unternehmen den perfekten Funnel geschaffen, um Kundendaten für die zielgerichteten Anzeigen zu schalten. Das hat Google zu einer Macht im Bereich Internet-Werbung gemacht.

Western Digital

Der Hersteller von Festplatten Western Digital ging im Jahr 1978 an die Börse und ist allgemein nicht als Wachstumsaktie bekannt. Aber wenn du im Dezember 2000 10.000 US-Dollar übrig gehabt hättest, dann hättest du während des Tiefpunktes der Dot-Com-Krise dafür 4098 Aktien bekommen. Heute würdest du auf über 235.000 US-Dollar sitzen. Darüber hinaus würde dir deine Investition jedes Jahr fast 8.200 US-Dollar an Dividenden zahlen.

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Western Digital hat sich seit der Dot-Com-Krise wieder erholt, denn das Unternehmen war ja immer noch Marktführer im Bereich Festplatten (HDD). Das Wachstum im PC-Markt und die Expansion der Datenzentren stellte sicher, dass immer weitere Aufträge herein kamen. Aber in den letzten Jahren wurde der HDD-Markt von der Verlangsamung bei den PC-Verkäufen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Darüber hinaus geben die Unternehmen weniger aus und inzwischen gibt es auch neuartige Festplatten, genannt SSDs (Solid-State Drive).

SSDs sind teurer, aber sie sind auch schneller, kleiner, energieeffizienter und weniger schadensanfällig als HDDs. Das macht sie deutlich beliebter für teure Tablets, 2-in-1-Geräte und Ultrabooks. Um relevant zu bleiben, hat WD Anfang des Jahres den Hersteller von Flash-Memory-Geräten und SSDs SanDisk für 16 Milliarden US-Dollar gekauft. Der Anstieg um 55 % in den letzten 6 Monaten legt nahe, dass die Investoren daran glauben, dass sich die PC-Verkäufe wieder erhöhten werden und die Übernahme von SunDisk diesem alternden Tech-Unternehmen neues Leben einhauchen könnte.

Salesforce

Salesforce ist Marktführer im Bereich cloud-basiertes Customer Relationship Management (CRM). Das Unternehmen ging im Jahr 2004 für 11 US-Dollar pro Aktie an die Börse. Deine 10.000 US-Dollar wären genug gewesen, um 909 Aktien zu erstehen. Nach einem Split 4:1 im Jahr 2013 wären diese 3636 Aktien mehr als 275.000 US-Dollar wert.

Salesforce hat sein ganzes Geschäft auf CRM-Lösungen aufgebaut, die leicht skalierbar als abonnement-basierte Cloud-Dienste funktionieren. Das Unternehmen war das erste in diesem Bereich und konnte damit im Jahr 2015 19,7 % des globalen CRM-Marktes erreichen (Quelle: Gartner). Damit ist das Unternehmen seinen Rivalen wie SAP, Oracle, Microsoft und Adobe deutlich voraus. Salesforce meldete auch den höchsten Gewinn von Marktanteilen im Jahresvergleich der 5 Marktführer.

Salesforce hat in der Vergangenheit starkes zweistelliges Umsatzwachstum erzielen können, aber das Gewinnwachstum ist schwächer. Das Unternehmen ist konsequent profitabel auf Nicht-GAAP-Basis, aber die GAAP-Gewinne bleiben auf Quartalsbasis nur gelegentlich im positiven Bereich. In Zukunft wird Salesforce auch einige schwierige Fragen beantworten müssen. Da wäre zum einen die hohe Bewertung von dem 234-fachen der Gewinne und dem 7-fachen der Umsätze und den neuen Herausforderungen im Bereich CRM durch den Kauf von LinkedIn durch Microsoft.

Unterm Strich

Eine Investition in Alphabet, Western Digital und Salesforce zur richtigen Zeit hat sehr viel Mut, Geduld und auch Glück erfordert. Es sollte sehr schwer sein, die nächste Aktien zu finden, die aus 10.000 über 200.000 US-Dollar machen wird. Daher sollte man als Anleger ein Auge auf vielversprechende Unternehmen haben, die massive Renditen in nur 10 oder 20 Jahren generieren könnten.

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Suzanne Frey ist Führungskraft bei Alphabet und Mitglied des Vorstands von The Motley Fool.
Motley Fool besitzt und empfiehlt Alphabet (A und C)und Gartner. The Motley Fool besitzt Aktien von LinkedIn, Microsoft, Oracle und Western Digital. Motley Fool empfiehlt Adobe Systems und Salesforce.com.

Dieser Artikel wurde von Leo Sun auf Englisch verfasst und wurde am 12.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



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