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Facebook, Amazon, Google – absichern durchaus sinnvoll

Gastautor: Daniel Saurenz
17.11.2016, 07:00  |  421   |   |   

USA_Aktien_Amazon_Facebook_BerlinDL1721 – wer diese WKN googelt, wird sich wundern. Das Short-Papier der Deutschen Bank führt erst einmal zum Delta-Airlines Flug von Detroit nach Tampa in Florida. Unseren Humor bei Feingold Research trifft das ziemlich genau, denn der Absturz Clintons und der Höhenflug Trumps begann in der Wahlnacht in Florida. Leidtragende sind die Tech-Aktien wie Amazon, Google und Facebook. Rund wird die Sache aber dadurch, dass die WKN DL1721 ein Short-Papier auf die FANGs-Aktien war. Es wurde Anfang Oktober  ausgeknockt, da damals die Welt noch heil war und Clinton klare Favoritin. Nun kommt aber die DL7B8V ins Spiel. Denn damit kann man sich jetzt gegen einen Kursrutsch der FANG-Aktien absichern – mit Hebel 3,8.

Goldman Sachs, Citigroup, Exxon, Wal Mart – die alte Riege der US-Aktien kam im Januar und Februar 2016 kräftig unter die Räder, die Kursverluste waren stattlich. Doch jetzt dreht der Wind, sind genau diese Aktien vorne – old economy rules.

2015 schon korrigierten viele US-Aktien, während sich die hippen Highflyer wie Amazon, Google, Facebook oder Netflix unbeirrbar oben hielten. Das könnte sich nun ändern. Bei der jüngsten Aufholjagd gingen sie wieder voran, doch diesmal mit Trump? Sind die sogenannten FANGs nun schlechter als Goldman Sachs und Co?

Viele interessante Investmentideen finden Sie täglich frisch in unserer ISIN-Liste und unserem Favoritendepot. Unsere Produktauswahl auf die FANGs finden Sie hier: Amazon, Facebook, Google – FANGs unter Trump-Druck.

USA_NetflixSchauen wir uns zunächst einmal Netflix an: Der TV-Anbieter, bekannt durch Serien wie „House of Cards“, „Fargo“ und „Better Call Soul“, erschließt weltweit ein Millionenpublikum. Billig ist die Aktie keineswegs, gekauft wird sie trotzdem. Die Onlinevideothek hat es geschafft Investoren zu überzeugen, erst auf mögliche Gewinne in fünf oder noch mehr Jahren zu achten und die anhaltend schwache Profitabilität völlig zu ignorieren. Der Börsenwert von Netflix liegt bei astronomischen 40 Mrd. Dollar. Das ist rund das 300-fache des vom Konsens der Analysten für 2016 geschätzten Gewinns und zeigt, wie viel Luft in der Aktie steckt.

Auch Amazon fuhr 2016 bisher Achterbahn. Von 680 Dollar ging die Aktie nach den Quartalszahlen bis auf 480 Dollar in die Knie um dann eine satte Rally hinzulegen. Gehörte ein Konzern aber zu den angesagten FANG-Aktien, waren die Sorgen nach kurzer Zeit wieder vergessen und der Börsenwert legte rasch zu.

Euer Egmond -  Hier die Aufzeichnung

Alphabet auf ein Jahr

Alphabet auf ein Jahr

Schauen wir auf den dritten im Bunde, der Traditionstitel wie Goldman Sachs aus dem Bankensektor oder Apple aus dem „alten“ Technologiebereich hinter sich ließ – Google beziehungsweise Alphabet, wie der Konzern seit einiger Zeit heißt. Alphabet-Chef Larry Page hat es geschafft: Er hat starke Ergebnisse vorgelegt und damit den Konzern zeitweise zum wertvollsten Unternehmen der Welt gemacht. Der Börsenwert lag in der Spitze bei mehr als 600 Mrd. Dollar, womit kurzzeitig Apple auf den zweiten Rang verdrängt wurde. Während das Geschäft mit Internetwerbung hervorragend läuft, investiert Page weiter kräftig in selbstfahrende Autos, künstliche Intelligenz und Gesundheitstechnik. Die Hausse bei der Aktie könnte jedoch abrupt stoppen, da Trump auch Google im Visier hat.

Kleiner HinweisDeutschlands großes Börsenspiel, die TradingMasters der UBS, sind wieder im Gange und wie immer winken attraktive GewinneHier finden Sie weitere Informationen.

Facebook auf ein Jahr

Facebook auf ein Jahr

Der vierte FANG im Bunde ist das soziale Netzwerk Facebook. Es hat Investoren mit einer Beschleunigung des Umsatzwachstums begeistert. Inzwischen stammen rund 80 Prozent der Werbeeinnahmen aus dem mobilen Bereich, womit Facebook ein Profiteur dieser Entwicklung ist. Ebenso wie Google legte das soziale Netzwerk hervorragende Quartalsergebnisse vor, kündigte allerdings an, dass das Wachstum so nicht mehr weiter gehen kann in Sachen Werbung.

Lesen Sie auch: Aktien – jetzt oder nie

Die Hausse bei der Facebook-Aktie könnte daher stoppen, da mit einem KGV von 37 schon eine Menge Phantasie in dem Papier eingepreist ist. Das KGV ist damit ähnlich hoch wie das Umsatzwachstum des sozialen Netzwerks. Investierbar ist das Paket aus Facebook, Amazon, Netflix und Google seit längerem auch mit einem Index – WKN DL2FAN. Der sogenannte FANG-Index ist ein Aktienindex, der sich aus den vier an der Nasdaq gelisteten US-amerikanischen Unternehmen, Facebook, Amazon, Netflix und Alphabet (Google) zusammensetzt.

Ausführliche Analysen zu DAX, Dow Jones und Co. finden Sie täglich im Daily der HSBC.

Börse_USA_NewYork_5Während der Durchschnitt der Analysten die Kursziele der vier besprochenen Aktien immer noch stets weiter nach oben dreht – trendfolgend eben wie man das von Analysten kennt – weisen Zweifler auf die hohen Kurs-Gewinn-Verhältnisse dieser Unternehmen hin. Deshalb stellen wir Ihnen neben dem Indexpapier auch Knock-out-Papiere auf der Short-Seite vor. Wer an die Korrekturwelle bei den US-Aktien aus Silicon Valley und eine Branchenrotation zugunsten der old Economy glaubt und auch die FANGs als zu teuer erachtet schaut sich das Short-Papier mit WKN DL7B8U und Hebel 4 genau an.

Die Berechnung des Index erfolgt durch die ICF Bank AG in Euro. Diese ist für die Gestaltung, Berechnung und Zusammensetzung des Index sowie für die Gewichtung der Indexbestandteile verantwortlich. Die Zusammensetzung ist statisch Zum Start am 17.02.2016 enthielt der Index die vier Aktien zu gleichen Teilen.

Themen: Aktien, USA, Facebook


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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