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Wie wird Trump Tesla beeinflussen?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
21.11.2016, 16:30  |  471   |   |   
Foto: The Motley Fool, Matt Koppenheffer

Seit Donald Trump zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, ist die Aktie des Elektroauto-Herstellers Tesla Motors (WKN:A1CX3T) um etwa 5 % eingebrochen, da die Investoren glauben, die republikanische Regierung im Weißen Haus und im Kongress könnte die Anreize für Elektroautos zurücknehmen.

Die Fahrzeuge von Tesla sind voll elektrisch. Daher sind sie Kandidaten für Anreizprogramme.

BILDQUELLE: THE MOTLEY FOOL

Der neu gewählte Präsident Donald Trump hat bereits sein Vorhaben erklärt, einige Regierungsausgaben im Zusammenhang mit dem Klimawandel einzustellen. In einer Presseerklärung auf seiner Kampagnenwebseite merkte er an, er plane „alle arbeitsplatzvernichtenden Direktiven der Regierung Obama darunter auch den Climate Action Plan aufzuheben.“

Das hat dazu geführt, dass sich einige Investoren fragen, wie die Einstellung einiger Anreizprogramme Tesla beeinflussen werden. Aber du wirst wahrscheinlich überrascht sein, was Tesla von der ganzen Sache hält.

„Die Position im Wettbewerb von Tesla würde sich verbessern, nicht verschlechtern“, sagte CEO Elon Musk am Donnerstag darüber, wie Tesla davon beeinflusst werden könnte.

Wie Tesla davon profitieren könnte

Musk erklärte das wie folgt bei der Aktionärsversammlung zur Übernahme von Solar City (WKN:A0J6UM):

„Eines der größten Missverständnisse bei Tesla, und einige davon gehen wirklich gegen jede Intuition, ist der Glaube, Tesla wäre von Subventionen und Anreizprogrammen abhängig. Ironischerweise würde sich die Position im Wettbewerb von Tesla verbessern und nicht verschlechtern, sollten Subventionen und Anreizprogramme eingestellt werden. Das ist ein fundamentales Missverständnis.“

Musk erklärte weiterhin ,dass das Unternehmen seine Null-Emissions-Zertifikate nur für 0,50 US-Dollar an andere Autohersteller verkaufen kann. Gleichzeitig könnten Unternehmen wie General Motors und Ford ihre entsprechenden Zertifikate zum vollen Preis einlösen, sagte er.

„Das ist dann, als hätten sie zwei von diesen Zertifikaten auf einem Fahrzeug“, erklärte Musk, um ein Beispiel zu geben. „General Motors hätte dann einen Kostenvorteil von 5000 US-Dollar gegenüber Tesla.“

“Jede Sorge darüber, wie diese Anreizprogramme Tesla beeinflussen, sollte sich daher auf die Strategie konzentrieren, um diesen Wettbewerbsnachteil, den Anreizprogramme für Elektroautos bieten, zu umgehen, und nicht andersherum“, sagte Musk.

MODEL S UND MODEL X BILDQUELLE THE MOTLEY FOOL

In Bezug auf den Steuervorteil von 7500 US-Dollar betonte Musk, dass das Programm die Massenproduktion von Elektroautos nicht begünstige. Diese Anreizprogramme gehen nur bis zu einer Produktion von 250.000 Fahrzeugen. „Das ist für jedes Massenproduktionsprogramm quasi irrelevant“, erklärte Musk. Da Tesla aktuell etwa 200.000 Einheiten ausliefert und wenn wir bedenken, dass Tesla bis 2017 500.000 Fahrzeuge pro Jahr bauen will, wird das für Tesla schon bald irrelevant sein.

Musk sagte aber auch, dass er nicht gegen Anreizprogramme wäre, selbst wenn diese sein Unternehmen benachteiligen würden:

„Wir glauben, dass es Anreizprogramme geben sollte und auch die Anreizprogramme der Regierung für Elektroautos. Aber wir glauben auch, dass sie für die Industrie gemacht sein sollten und dass sie nachhaltige Transportmittel und deren Produktion fördern sollten und nicht weil Tesla diese braucht.“

Was ist mit SolarCity?

TESLA CEO ELON MUSK ZEIGT EINEN TEIL DES SOLARDACHES. BILDQUELLE: TESLA MOTORS

Jetzt, da die Tesla-Aktionäre für die Übernahme von SolarCity gestimmt haben, könnten sich die Tesla-Investoren auch dafür interessieren, wie abhängig das Solarsegment von Tesla von den Regierungsanreizprogrammen ist. Immerhin gibt es in den USA eine Steuererleichterung von 30 % für die Installation von Solaranlagen bei Unternehmen und auf Wohnhäusern. Diese Steuererleichterung könnte von der Regierung Trump auch gekippt werden.

Musk scheint nicht davon überzeugt zu sein, dass das Solargeschäft von Tesla davon abhängig ist. Er erwartet, dass das neue Solardach zu einem ähnlichen Preis wie vergleichbare Hochpreis-Optionen auf dem Markt oder für etwas weniger verkauft werden wird. Musk merkte an, dass man annimmt, man könne das Solardach zu diesem Preisniveau verkaufen. „In diesem Fall sind Subventionen einfach nicht relevant.“

Musk macht sich sicher keine Sorgen darüber, wie ungünstige Steuererleichterungen und Subventionen Tesla beeinträchtigen könnten. Die Investoren sollten aber ein Auge darauf haben, wie sich die Politik im Bezug auf das Geschäft von Tesla ändert und mit aller Vorsicht abwägen, wie diese Veränderungen das Unternehmen beeinflussen könnten.

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Motley Fool besitzt und empfiehlt A SolarCity und Tesla Motors.

Dieser Artikel wurde von Daniel Sparks auf Englisch verfasst und wurde am 20.11.2016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.

Wertpapier: Tesla Motors, SolarCity


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