DAX+0,20 % EUR/USD-0,61 % Gold-0,80 % Öl (Brent)+0,33 %

Die beliebtesten sozialen Netzwerke 2016

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
29.11.2016, 14:00  |  485   |   |   
Foto: Pixabay, geralt

Soziale Netzwerke bestimmen das Internet und unsere Smartphones. Facebook (WKN:A1JWVX) rühmt sich damit, dass seine Nutzer im Durchschnitt 50 Minuten ihres Tages mit Facebook, Instagram und dem Facebook-Messenger verbringen. Auch Konkurrenten wie Snapchat und Pinterest wachsen unaufhaltsam und beanspruchen ebenfalls einen immer größeren Anteil unserer täglichen Zeit.

2016 war von einigen bemerkenswerten Änderungen in der Branche geprägt. Nachfolgend werden die beliebtesten sozialen Netzwerke des Jahres etwas näher vorgestellt.

Facebook

Mit 1,79 Mrd. monatlich aktiven Nutzern ist Facebook bei weitem die größte und beliebteste soziale Plattform der Welt. Tatsächlich hat sie mehr täglich aktive Nutzer (1,18 Mrd.), als jede andere unten aufgelistete Plattform über monatlich aktive Nutzer verfügt.

Foto: Facebook

Facebooks Größe ist einer seiner größten Wettbewerbsvorteile und das Unternehmen profitiert immens von einem Netzwerkeffekt, was bedeutet, dass etwas wertvoller wird, je mehr Menschen es nutzen. Wenn du dich mit alten Freunden und Bekannten austauschen willst, nutzt du in der Regel Facebook. Die Größe der Plattform lockt auch viele Werbetreibende an – mittlerweile werben 4 Mio. Individuen und Firmen auf der sozialen Plattform.

Facebook wächst weiterhin mit einem beständigen Tempo. Im dritten Quartal verzeichnete das Unternehmen einen Nutzeranstieg gegenüber dem Vorjahresquartal um 16 %. Vergangenes Jahr waren es lediglich 14 %. Auch trotz seiner bereits 1,79 Mrd. registrierten Nutzer gibt es keinen Grund zur Annahme, dass Facebooks Nutzerwachstum bemerkbar abbremsen könnte.

WeChat

WeChat beendete das dritte Quartal mit 846 Mio. Nutzern. Die mobile Chat-App des chinesischen Internet-Unternehmens TenCent (WKN:A1138D), die in China als „Weixin“ bekannt ist, hat sich schnell zu etwas viel Größerem entwickelt als einem reinen Nachrichtendienst. Das Unternehmen hat vor vier Jahren das „Moments-Feature“ eingeführt, das Facebooks Newsfeed und Pinnwand nachempfunden ist. Außerdem unterstützt WeChat Online-Spiele und Online-Bezahlsysteme. So können chinesische Nutzer den sogenannten „Weixin Wallet“ beispielsweise dazu verwenden, um in Geschäften zu bezahlen.

Die Werbung auf WeChat treibt Tencents Online-Werbeeinnahmen in die Höhe. Der Werbeumsatz des Unternehmens stieg im dritten Quartal um 51 %.

WeChats Wachstum stellt so gut wie jedes andere soziale Netzwerk seiner Größe in den Schatten — unter anderem auch Facebook und seinen Messenger. Das chinesische Netzwerk vermeldete im vergangenen Quartal einen Nutzeranstieg gegenüber dem Vorjahr um 30 %. Absolut gewann das Unternehmen in den letzten drei Monaten ganze 40 Millionen neue Nutzer.

QZone

WeChat ist nicht Tencents einzige Plattform. Qzone ist eine eher traditionellere soziale Plattform im Stile von Facebook oder MySpace. Mit 632 Mio. Nutzern gehört sie zu den größten sozialen Netzwerken der Welt. QZones Nutzerwachstum ist allerdings rückläufig. Die Anzahl der aktiven Nutzer sank im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 3 %.

Tencent schlägt aus QZone mit Spielen und Abonnements Kapital. So können beispielsweise Abonnenten einer sogenannten “Canary Yellow Diamond”-Mitgliedschaft Spiele von Drittanbietern zu einem vergünstigten Preis spielen, zahlen aber eine monatliche Gebühr an QZone. Außerdem generiert die Plattform Werbeeinnahmen.

Zusammen mit WeChat hat QZone den Social-Media-Umsatz von Tencent um 58 % angehoben.

Instagram

Nachdem Instagram im vergangenen Jahr auf seiner Plattform die Tür für alle Werbetreibenden geöffnet hat, war das soziale Netzwerk für Facebook im Jahr 2016 der wichtigste Motor des Umsatzwachstums. Die erhöhte Anzahl der Werbeanzeigen hat neue Nutzer nicht davon abgehalten, sich anzumelden. Von Juni bis September dieses Jahres verzeichnete das Photo-Sharing-Netzwerk einen Nutzeranstieg von 100 Millionen. Heute zählt die Plattform weltweit 500 Mio. Nutzer.

Das soziale Netzwerk experimentiert weiterhin mit neuen Werbeformaten. Vor kurzem wurde ein „Shop-Now“-Button präsentiert. Zudem hat Instagram vor einiger Zeit die „Stories-Funktion“ eingeführt, die Snapchats gleichnamiges und nahezu identisches Feature imitiert.

Einem Analysten von Credit Suisse zufolge könnte Instagram 2016 erstaunliche 3,2 Mrd. US-Dollar zu Facebooks Gesamzumsatz beitragen. (Beachte, dass Facebook keine Daten zu Instagrams gesonderten Umsatz veröffentlicht.) Da erwartet wird, dass sich Facebooks Wachstum in naher Zukunft verlangsamen wird, ruhen nun die Hoffnungen der Investoren vermehrt auf Instagram.

Snapchat

Snapchat klettert auf der Liste der beliebtesten sozialen Netzwerke schnell nach oben. Die Photo-Messaging-App hat seinen Funktionsumfang rasant ausgebaut und gehört heute zu den meistgenutzten Smartphone-Apps. Zwar veröffentlich das Unternehmen keine genauen Kennzahlen, zählt aber Schätzungen von Bloomberg zufolge über 150 Mio. täglich aktive Nutzer – also mehr als die Analysteneinschätzung für Twitter.

Die Tatsache, dass Snapchat neue Werbekanäle und Wege der Zielgruppenadressierung entwickelt, hat bei Investoren hohe Wachstumserwartungen geweckt. Internen Prognosen nach soll das Unternehmen im nächsten Jahr 1 Mrd. US-Dollar umsetzen. Diese Zahl wird auch von Schätzungen von eMarketer untermauert: Das Marktforschungsinstitut rechnet für das kommende Jahr mit einem Umsatz von 935 Mio. USD; und für 2018 sogar mit 1,76 Mrd. US-Dollar.

Twitter

Twitter (WKN:A1W6XZ) macht 2016 eine schwere Zeit durch. Jack Dorsey, der das Amt des CEOs vergangenes Jahr dauerhaft übernommen hat, war bisher nicht in der Lage, das schleppende Nutzerwachstum des Unternehmens wieder in Fahrt zu bringen. Bei 317 Mio. monatlich aktiven Nutzern ist die Nutzeranzahl im Vergleich zum Vorjahr nur um 3 % gestiegen.

Foto: Twitter

Das unzureichende Nutzerwachstum beginnt so langsam, Einfluss auf den Unternehmensumsatz zu haben. Nachdem der Umsatz im dritten Quartal nur 8 % zugelegt hat, prognostizieren Analysten für das vierte Quartal einen Umsatzanstieg von lediglich 4 %. Twitter steht hinsichtlich der Werbeeinnahmen unter großem Wettbewerbsdruck von schneller wachsenden und interaktiveren sozialen Netzwerken wie Snapchat, Instagram und Facebook.

Obwoh Twitter recht beliebt ist (317 Mio. Nutzer sind nicht zu unterschätzen), ist sein mangelndes Wachstum beunruhigend.

Und es gibt noch jede Menge mehr

Im Internet gibt es Dutzende andere soziale Plattformen aus allen Herren Ländern – wie z.B. Weibo (WKN:A110V7), Chinas Twitter, mit 282 Mio. monatlich aktiven Nutzern und starken Wachstumszahlen. Es könnte nicht mehr lang dauern, bis Weibo sein amerikanisches Pendant eingeholt hat.

Dann gibt es noch Pinterest, das vor kurzem mitgeteilt hat, die Marke von 150 Mio. aktiven Nutzern geknackt zu haben. Es hat einen großen Einfluss auf den Social-Shopping-Werbemarkt und macht zunehmend anderen fotozentrierten sozialen Netzwerken wie Instagram Konkurrenz.

Das professionelle Netzwerk LinkedIN (WKN:A1H82D), das mehr als 106 Mio. monatliche Besucher und 467 Mio. Mitglieder zählt, hat – verglichen mit seinen Mitstreitern mit Premium-Abonnements – diversifiziertere Einnahmequellen, wobei sein „Talent-Solution-Segment“ den Großteil des Umsatzes ausmacht. Microsoft (WKN:870747) hat zugestimmt, das Unternehmen zu akquirieren und es in seine Office-Anwendungen zu integrieren.

Die Liste kann noch ewig fortgeführt werden, aber unterm Strich waren dies die beliebtesten sozialen Netzwerke des Jahres 2016. Da wir immer mehr Zeit in sozialen Netzwerken und mit Apps verbringen, gehören die oben genannten Unternehmen im World Wide Web sicherlich zu denen, die Investoren besonders im Auge behalten sollten.

Wirf dein Geld nicht länger zum Fenster raus!

Fehler beim Investieren können dich Tausende von Euro kosten. Das Schlimmste daran: Du weißt vielleicht gar nicht, dass du diese Fehler machst. In diesem brandneuen Spezial Report von The Motley Fool haben wir Top Investoren aus der ganzen Welt befragt, was die schlimmsten Fehler in der Geldanlage sind und wie du sie vermeiden kannst. Klicke hier für den kostenlosen Zugang zu diesem Report.

Mehr Lesen

The Motley Fool empfiehlt und hält Facebook und Twitter. The Motley Fool hält Aktien von LinkedIn und Microsoft. The Motley Fool empfiehlt Weibo.

Dieser Artikel wurde von Adam Levy auf Englisch verfasst und am 27.11.016 auf Fool.com veröffentlicht. Er wurde übersetzt, damit unsere deutschen Leser an der Diskussion teilnehmen können.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf fool.de veröffentlicht.



Verpassen Sie keine Nachrichten von The Motley Fool

Die Mission von The Motley Fool ist: Der Welt zu helfen, besser zu investieren. Fool.de zeigt den Menschen, bessere finanzielle Entscheidungen zu treffen. Um dieses Ziel zu erreichen, bietet Fool.de Kommentare und Tipps zum Aktienmarkt, allgemeinen Investmentthemen und Investitionsmöglichkeiten. The Motley Fool ist Verfechter des Shareholder Value und setzt sich unermüdlich für den individuellen Investor ein.

Abonnieren Sie jetzt Ihren Lieblingsautor
Ich habe die Allgemeinen Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen und stimmt diesen zu.
Autor abonnieren
Wir respektieren Ihre Privatsphäre, es werden keine Daten an Dritte weitergegeben!
Verpassen Sie nichts mehr aus der wallstreet:online Redaktion!
Newsletter kostenlos abonnieren

Schreibe Deinen Kommentar

 

Disclaimer

Weitere Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel