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Commerzbank und Deutsche Bank und die Frage nach der Wende

19.12.2016, 09:31  |  723   |   |   

Ja, man muss derzeit keine schweißnass Stirn bekommen, wenn man auf eventuell vorhandenen Bank-Aktien im eigenen Depot blickt. Lange Zeit war das ein wenig so wie in der Szene von Psycho mit dem Duschvorhang. Man sieht das Blut in Richtung Abfluss laufen, ahnt die Schreie … und muss sich dann abwenden, weil man den Blick nicht ertragen kann. Doch es scheint sich etwas geändert zu haben. Seit einigen Wochen machen Bank-Aktien wie die der Deutschen Bank WKN: 514000 / ISIN: DE0005140008) oder der Commerzbank (WKN: CBK100 / ISIN: DE000CBK1001) wieder (etwas) Freude), die Kurse steigen. [Gut, wer schon vor längerer Zeit eingestiegen ist, dem kommen noch immer die Tränen.]

Ursächlich scheint das mit den steigenden Zinsen und der Hoffnung darauf, dass diese weiter steigen mögen zusammenzuhängen. Die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen hat wieder ein Niveau von 2,6 Prozent erreicht, immerhin und die Umlaufrendite (durchschnittliche Rendite von Bundesanleihen) in Deutschland notiert nicht mehr im negativen Bereich. Jüngst kam zusätzlich Zuversicht für die Banken-Papiere auf, als die amerikanische Notenbank Federal Reserve (Fed) den Leitzins zum zweiten Mal in diesem Jahrzehnt anhob, um 0,25 Prozentpunkte und weitere drei Zinserhöhungen im kommenden Jahr in Aussicht stellte.

Man muss wissen: Niedrig- oder Negativ-Zinsen sind Gift für die Geschäftsmodelle von Banken (und Versicherungen). Margen im traditionellen Kreditgeschäft schrumpfen dadurch bis zur Unkenntlichkeit. Mit den steigenden Zinsen geht ein hörbares Aufatmen durch die Branche, was auch die Bank-Aktien-Kurse nach oben trägt.

Chart: finanztreff.de

Bevor Sie nun anfangen aufgeregt Bank-Aktien zu ordern [Broker kaufen!], sollte nicht vergessen werden, dass diese Papiere sehr riskant bleiben, steigende Zinsen hin oder her. Gerade bei Deutscher Bank und Commerzbank bleiben genügend Probleme mit Rechtsstreitigkeiten, Kosten und Geschäftsmodellen…

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SchummEin Beitrag von Thomas Schumm von Plusvisionen.de

Thomas Schumm ist Gründer und Herausgeber von Plusvisionen.de. Autor. Journalist. Früher auch: Reporter, Redakteur oder Chefredakteur. Seit 25 Jahren an der Börse. Bestimmt fast alles an der Börse gehandelt, was es so zu handeln gibt, jetzt aber ruhiger in dieser Hinsicht. Seit 20 Jahren publizistisch im Finanzbereich tätig. Begeistert von Wirtschaft und Börse.

Bildquellen: Thomas Schumm / dieboersenblogger.de

Wertpapier: Deutsche Bank, Commerzbank


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Christoph Scherbaum M.A. und Diplom-Betriebswirt Marc Schmidt sind die Gründer von dieboersenblogger.de. Der Social-Börsenblog wurde Ende 2008 im Zeichen der Finanzkrise von den zwei Finanzjournalisten gegründet und hat sich seither fest in der Börsenmedienlandschaft etabliert. Heute schreibt ein gutes Dutzend Autoren neben Christoph Scherbaum und Marc Schmidt über Aktien, Geldanlage und Finanzen. Weitere Informationen: www.dieboersenblogger.de.

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