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DOW JONES: Positives Jahr im DOW JONES – wie weiter?

DOW JONES Positives Jahr im DOW JONES – wie weiter?

31.12.2016, 09:08  |  5271   |   |   

Der DOW JONES konnte in 2017 mit einem Schlussspurt in den vergangenen Wochen eine ordentliche Rendite entwickeln. Nach einem enttäuschenden Jahresbeginn und Tiefs bei 15.450 Punkten sowie einer freundlich-abwartenden Haltung vom Frühjahr bis in den Herbst konnte der US-Leitindex vor allem im November und Dezember kräftig ansteigen. Die 20.000er-Marke wurde hierbei zwar nicht mehr erreicht, mit einem Jahreshoch bei 19.987 Punkten und einem Schluss bei 19.762 Punkten dürften die meisten Börsianer jedoch hoch zufrieden ins neue Jahr blicken. Skepsis bleibt jedoch im Markt. So sehen Experten die Rally eher als Ausdruck der Hoffnung und gestiegenen Gewinnerwartungen aufgrund der neuen US-Regierung, die nun ein Konjunkturprogramm auf den Weg bringen kann, ohne Störfeuer vom US-Senat oder Kongress zu befürchten hat. Ebenso dürften Reformen in den USA hinsichtlich Steuern, Arbeitsmarkt und Bankenregulierung einfacher durchzusetzen sein. Gleichwohl muss nun „geliefert“ werden. Zudem haben die US-Aktienmärkte im historischen Vergleich ein hohes Bewertungsniveau erreicht, welches eben nur mit deutlich steigenden Gewinnen gerechtfertigt wäre. So könnte sich nun nach dem Anstieg im November und Dezember auch eine abwartende Haltung zum Jahresbeginn 2017 durchsetzen. Charttechnisch wäre eine solche Verschnaufpause zudem eine eher normale Marktreaktion. Die weiteren Aussichten:  

DOW JONES - Monatskerzen

Mit Ausbrüchen aus zwei Aufwärtstrendkanälen sowie dem Ausbruch aus der seit 2013 bestandenen Range bestünde die Möglichkeit, bis ca. 22.000 / 23.000 Punkten zu laufen. Ziel wäre die Rückkehrlinie des langfristigen, seit 2011 bestehenden Aufwärtstrendkanals. Die Dezember-Kerze weist allerdings auf eine mögliche „Euphorie“ hin. Bei hohen Umsätzen bildete sich eine weiße Monatskerze mit Docht nach Ausbruch aus den Aufwärtstrendkanälen. Die Kerze könnte somit auch eine Umverteilungsphase ankündigen – wirklich negativ und deutliche „Ernüchterung“ anzeigend wäre indes erst ein Rückfall unter das Dezembertief bei 19.138 Punkten und folgend ein Re-Break der 18.668 Punkte.

DOW JONES – Wochenkerzen

Die Wochenkerzen selbst sind noch positiv, auch wenn sich in der letzten Jahreswoche Gewinnmitnahmen einstellten. Ein solches Marktverhalten darf als normal gelten. Lediglich die hohen Umsätze in den drei vorherigen Wochen mit zwei sehr kleinen Kerzen mahnt zur Vorsicht – eine Umverteilungsphase und somit auch Gipfelbildung besteht oftmals aus kleinen Kerzen (Stagnation) bei hohen Umsätzen. Ein Rückfall daher unter die Mitte der letzten langen weißen Kerze bei ca. 19.500/400 Punkten sowie vor allem ein Break der 19.184 per Weekly-Close würde weitere Gewinnmitnahmen/Verkäufe nach sich ziehen. Bis dahin dürften jedoch Rücksetzer im Bereich 19.500 Punkten auf Unterstützung treffen und aufgefangen werden.

 

DOW JONES - Tageskerzen

Nach der kräftigen Aufwärtsbewegung und einem hohen prozentualen Abstand zwischen der 200-Tagelinie (19.297 Punkte) und dem DOW-Daily-Close (Indikator „Disparitätsindex“ unten im Chart) ist der Markt noch überkauft. Die Verschnaufpause und auch leichte Gewinnmitnahmen zum Jahresschluss daher nicht weiter verwunderlich. Allerdings besteht die überkaufte Chartsituation weiter und eine Konsolidierung wäre zu favorisieren in den ersten Tages des neuen Börsenjahres 2017.

Mit den jüngsten Abgaben könnte sich so die Konsolidierung weiter fortsetzen. Aus Sicht der Tageskerzen wäre im Bereich zwischen ca. 19.500 bis 19.350 Punkten mit Unterstützung zu rechnen – im Umkehrschluss würde ein Fall unter 19.350 Punkten per Daily-Close weitere Gewinnmitnahmen und einen Test der 19.184 offerieren. Grundsätzlich positiv hingegen wäre ein neues Hoch und ein Break der 20.000 – der wiederum Zwangskäufe auslösen würde und das übergeordnete sehr positive Szenario weiter wahrscheinlicher werden ließe.

Fazit:

Jedes weitere Hoch an den US-Börsen wäre grundsätzlich trendbestätigend und könnte den DOW kurzfristig in Richtung 20.500 Punkte, übergeordnet auch bis 22.000/23.000 Punkte führen. Etwas skeptisch stimmt das Umsatzverhalten. Dieses weist ebenso wie die Charts auf Euphorie hin und der Möglichkeit einer Umverteilungsphase. Eine Konsolidierung wäre wünschenswert, kritisch wären Kurse unter 19.350 und 19.180 sowie 19.130 Punkten.

Die wichtigsten Zahlen:

www.wallstreet-online.de - Wirtschaftskalender

Allen Lesern wünsche ich einen guten Rutsch, ein erfolgreiches und vor allem ein gesundes 2017!

Ihr Stefan Salomon

Chartanalyst wallstreet-online.de

Hinweis: Die Analyse wurde von Stefan Salomon mit größter Sorgfalt erstellt. Für die Richtigkeit der in der Analyse enthaltenen Aussagen, Prognosen und Angaben wird jedoch keine Gewähr übernommen. Der Inhalt dient lediglich der Information und beinhaltet keine Vermögensberatung und keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von CFD, Aktien oder anderen Finanzprodukten. Die Analysen dienen nicht als konkrete Handelsempfehlung. Eine Haftung für Vermögensschäden ist ausgeschlossen. Eine Angabe von Kurszielen, potenziellen Kauf- oder Verkaufssignalen dient lediglich der Information und dient der Veranschaulichung entsprechend der Methodik der Chartanalyse. Die in den Beiträgen von Stefan Salomon besprochenen Werte können für den einzelnen Anleger je nach dessen Risikoprofil und finanzieller Lage nicht geeignet sein. Erklärung nach §34b Abs 1 WPHG: Der Autor erklärt, dass er zum Zeitpunkt der Erstellung des Beitrags in dem in diesem Beitrag besprochenen Wert/Werten nicht investiert ist, weder direkt noch indirekt durch Finanzinstrumente. Charts: : www.guidants.com

Wertpapier: Dow Jones


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Stefan Salomon ist seit Mitte der 1990er-Jahre Technischer Analyst. Er gilt als der Spezialist in Deutschland für Candlesticks in Verbindung mit der Trend- und Formationsanalyse. Mit rund 20 Jahren Erfahrung ist Stefan Salomon gefragter Medienpartner und Vortragsredner (u.a. auch n-tv, DAF, diverse Zeitungen und Magazine). Sein Motto lautet: "Börse ist einfach"! In Seminaren und Webinaren sowie als Coach vermittelt "Mr. Candlestick" sein Wissen an Börsen-Einsteiger, Fortgeschrittene und Profis gern weiter.

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