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BNP und Commerzbank gewinnen Produktkategorie

Gastautor: Daniel Saurenz
05.01.2017, 12:00  |  720   |   |   

Webseitencheck Zertifikate-EmittentenIn unserem großen Anbietercheck 2016 haben wir die Zertifikateemittenten genau unter die Lupe genommen. Dabei ging es um viele Einzelaspekte wie Handel, Webseite, Produkte oder den Service der Emittenten. Wir wollen diese Punkte vertiefen und stellen daher die Unterkategorien des Anbieterchecks und ihre Sieger sowie Platzierte näher vor. Heute ist das Produktangebot an der Reihe – Teil 1.

Zwei Gewinner
Wie im Gesamtklassement schafft der Gesamtsieger BNP auch im Teilbereich „Produktangebot“ den Sprung auf Platz 1, muss sich diesen aber mit der Commerzbank teilen. Beide sind Vollanbieter, daher ist die Auswahl an Produkten besonders hervorzuheben. Gleichzeitig haben die beiden wie auch alle anderen Emittenten in kritischen Marktsituationen wie etwa nach der Brexit-Abstimmung oder der Trump-Wahl funktioniert und konnten An- und Verkaufspreise stellen. Dagegen hat die Deutsche Bank im Vorfeld der US-Wahl nicht alle Papiere zum Verkauf angeboten und bekam dafür Minuspunkte. Daher fiel sie in dieser Kategorie leicht zurück. Neben der Produktqualität und -quantität wurden auch die Bonität, Handelbarkeit und -zeiten sowie das App-Angebot in die Wertung aufgenommen.

commerzbankarena01_imageGalleryBigWPositiv bei BNP ist die mehrfache Sortierfunktion, die einen schnellen Überblick über die zahlreichen Produktangebote ermöglicht. Sehr gelungen ist die direkte Kaufmöglichkeit via Button zu einem der angeschlossenen Onlinebroker. Positiv ist auch die Angabe des Knock-out-Zeitpunkts eines entsprechenden Papiers. Bei den Detailangaben sind noch Verbesserungen möglich, obwohl die BNP als auch die Commerzbank zahlreiche Kennzahlen veröffentlichen. Bei den Aktienanleihen der BNP gibt es keine Angabe zum Break-even-Kurs und bei den Bonus-Zertifikaten fehlen Informationen zur Wahrscheinlichkeit eines Barrierebruchs.

Mehr Kennzahlen

Was grundsätzlich auch bei den anderen Emittenten fehlt, sind Informationen zum Aufgeld bei Reverse Bonus-Zertifikaten. Auch bei der Commerzbank finden Anleger schnell die ausgeknockten oder verfallenen Papiere. Wie bei der BNP ist auch der Wissensbereich zu den Papieren stark mit ausführlichen Texten und einem Videobereich der sehr gut ist. Bei der Produktsuche gibt es allerdings keine automatische Vervollständigung, so dass die Produkttypen nicht einfach eingegrenzt werden können. Anders als bei der BNP sind die Produktdetails in einem Pop-up-Fenster untergebracht, was bei vielen Produkten unübersichtlich werden kann. Weniger Papiere lassen sich allerdings in den kleineren Pop-up-Fenstern gut nebeneinander aufreihen. Gepunktet hat die Commerzbank außerdem mit ihrer umfangreichen und ansprechenden App.
Société Générale auf Platz drei

Société Générale auf Platz 3

Knapp hinter der BNP und Commerzbank schaffte die Société Générale beim Produktangebot den Sprung aufs Treppchen. Hier überzeugen die große Auswahl an exotischen Papieren wie Inlinern, Stay High- oder Stay Low-Optionsscheinen sowie die Vielfalt der Memory Express-Zertifikate. Die einfache und intuitive Suchfunktion erleichtert Anlegern außerdem die Suche nach einem geeigneten Papier. Die Informationsangaben und herunterladbaren Dokumente zu den Produkten sind ebenfalls umfangreich und schnell zu überblicken. Was noch fehlt, ist die direkte Kaufmöglichkeit bei einem der Onlinebroker.

Deutsche Bank_ Frankfurt_Börse_8Diese sind über den Reiter „Trading Desk“ bei der Deutschen Bank direkt ansteuerbar. Mit diesem Tool lassen sich auch die Basiswerte charttechnisch analysieren. Die Produktsuche bei der Deutschen Bank ist zwar übersichtlich gestaltet, allerdings müssen Anleger durch die große Auswahl an verschiedenen Papieren häufig sehr weit nach unten scrollen bis das gesamte Angebot sichtbar wird. Die Übersicht über die Kennzahlen und Downloadmöglichkeiten sind übersichtlich, allerdings sind die Produktbeschreibungen erst nach mehreren Klicks zu erreichen. Insgesamt reicht es in der Bewertung Produktangebot zu Platz vier.

Auf den gleichen Platz kommt die HypoVereinsbank onemarkets. Sie bietet nicht nur den Handel mit verschiedenen Brokern an, sondern über Flatex auch Eigenemissionen. Das heißt, jeder Anleger kann ein Knock-out-Papier nach eigenen Vorstellungen konfigurieren, wenn er ein Konto bei der Flatex hat. Innerhalb von rund zwei Minuten ist das vom Anleger gewünschte Produkt emittiert und direkt handelbar. So entfällt die oftmals umständliche Suche nach einem geeigneten Papier, allerdings wird dieser Emissionsservice bisher nur über Flatex angeboten, wobei eine Ausweitung in Kürze geplant ist.

Lesen Sie im zweiten Teil unserer Bewertung, wo die Stärken und Schwächen der anderen Emittenten in dieser Kategorie „Produktangebot“ liegen.



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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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