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Deutsche Bank, Commerzbank - bitte anschnallen!

Gastautor: Daniel Saurenz
31.01.2017, 09:00  |  7039   |   |   

Einer der Lieblinge der Investoren war in den vergangenen Monaten der Bankensektor, mit der Deutschen Bank und der Commerzbank, zumal kein Sektor zyklischer ist als die Bankenbranche. Inzwischen ist die Euphorie für den Sektor aber bereits ziemlich hoch. Wie könnte es mit den Papieren weitergehen, zumal die steigenden Zinsen für Frankreich und Italien bei Investoren Erinnerungen an die Staatsschuldenkrise in der Euro-Zone wecken?

Wenn sich die Konjunktur belebt, kommt das den Banken stark zugute, weil das Risiko, dass es zu Kreditausfällen kommt, zurückgeht. Zudem favorisieren Investoren diese Aktien, weil die Institute von den steigenden Zinsen profitieren. Einerseits verbessert sich die Zinsmarge allmählich und damit der Zinsüberschuss. Andererseits wächst das Handelsgeschäft mit Anleihen deutlich, weil Investoren wegen des kräftigen Zinsanstiegs verstärkt Anleihen handeln.

Instituten, wie der Deutschen Bank, die stark vom Investmentbanking abhängig sind, kommen zudem die Rally am weltweiten Aktienmarkt zugute, weil das Handelsgeschäft mit Aktien zunimmt, während gleichzeitig das Geschäft mit Beratungen bei Fusionen und Übernahmen, oder dem Begleiten von Unternehmen bei Börsengängen oder Kapitalerhöhungen zulegt. Laut der monatlichen Umfrage der Bank of America Merrill Lynch unter hunderten weltweit investierenden Fondsmanagern ist das Engagement bei Bankaktien derzeit aber so hoch wie selten zuvor.

Unsere aktuelle Auswahl: 

DEUTSCHE BANK Discount Put – PB54BH

Turbo – Bear -  CX9H02

Beachten Sie auch Deutsche Bank enttäuscht – Dividende fällt aus!

Unsere Webinare in dieser Woche:

Dienstag, 31.01, 19 Uhr: DAX nach den ersten vier Wochen – wie geht es weiter?– Hier gehts zur Anmeldung…

Mittwoch, 01.02, 18 Uhr: Die Finanzmarktrunde- Hier gehts zur Anmeldung…

Deutsche Bank in Euro auf ein Jahr

Deutsche Bank in Euro auf ein Jahr

Es liegt bei zwei Standardabweichungen über dem normalen Niveau. Da der Markt so einseitig investiert ist, könnten selbst kleine enttäuschende Nachrichten, für einen deutlichen Kursrückschlag bei Bankaktien sorgen, wenn es beispielsweise zu einem deutlichen Rückgang der weltweiten Zinsen kommen würde. Verantwortlich dafür könnten schwächer als erwartete Konjunkturdaten, beispielsweise aus China sein, oder aus den USA.

Für den Hinterkopf: In dem Umfeld würden auch die Aktien anderer Zykliker, wie von Bergbaufirmen, oder Industriewerte, deutlich unter Druck kommen. Auch in diesen Bereichen sind die Fondsmanager derzeit so hoch gewichtet, wie seit mehr als zwei Jahren nicht mehr. Hingegen gibt es eine hohe Untergewichtung bei defensiven Werten, wie Aktien aus dem Bereich „nichtzyklischer Konsum“, wie Nahrungsmittel- und Getränkehersteller, oder Konsumgüter- und Tabakhersteller. Contrarians würde also genau auf diese Werte setzen.

In unserem jüngsten Beitrag zur Deutschen Bank haben wir geschrieben:

“Anleger, die auf eine Fortsetzung dieser Maßnahmen setzen wollen und die Deutsche Bank weiterhin im Aufwind sehen, können mit einem Discountzertifikat (WKN TD55SG) von einer Stabilisierung der Aktie profitieren und acht Prozent bis April 2017 einfahren.

Wir sind bei der Deutschen Bank über 19 Euro also auf Seitwärtskurs. Mutige Anleger setzen dagegen mit Turbo-Calls (WKN CX8E64) auf einen weiteren Anstieg in der Deutschen Bank-Aktie, der Hebel liegt bei fünf.

Wer von einer Seitwärtsbewegung überproportional profitieren will, kann dagegen Discount-Calls einsetzen. Das Papier mit der WKN HU6BPY erzielt bis Juni 2017 eine Rendite von gut 40 Prozent, wenn der Cap von 17 Euro bei Fälligkeit nicht unterschritten wird. Auf der Long-Seite wäre dies mutig, aber an schwachen Tagen vertretbar.”

Wertpapier: Deutsche Bank Discount 15,1726 bis 2017/04 (HSBC), Deutsche Bank Discount Put 19,64-16,96 bis 2017/12 (BNP), Deutsche Bank Discount Call 13,38761-15,17262 bis 2017/06 (HVB)


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Der ehemalige FTD-Redakteur und Börse Online-Urgestein Daniel Saurenz hat zusammen mit Benjamin Feingold das Investmentportal „Feingold Research“ gegründet. Dort präsentieren die beiden Börsianer und Journalisten ihre Markteinschätzungen, Perspektiven und Strategien samt Produktempfehlungen. Im strategischen Musterdepot werden die eigenen Ideen mit cleveren und meist etwas „anderen“ Produkten umgesetzt und für alle Leser und aktiven Anleger verständlich erläutert. Weitere Informationen: Feingold Research.

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